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„Veronika, der Spargel wächst“: Vorfreude auf Gemüse aus Niedersachsen

06. Mai 2015

Im April sinkt die Verfügbarkeit von regional erzeugtem Freilandgemüse jährlich auf das Minimum. Während im frühen Winter noch Grünkohl, Rosenkohl, Lauch und Feldsalat frisch geerntet werden, ist mit Beginn des Frühlings lediglich Lagerware (Rot- und Weißkohl, Möhren, Speisezwiebeln, Kürbisse) aus niedersächsischem Anbau verfügbar. Ab April, je nach Witterung und Aufwand zur Ernteverfrühung, beginnt dann die Saison mit der Ernte von Spargel, gefolgt von Rhabarber, Spinat, Radies und verschiedenen Salaten (z. B. Rucola, Lollo, Eichblatt- und Kopfsalat).

Radieschen

Niedersachsen ist insbesondere im Wintersegment und bei Spargel ein bedeutendes Anbauland. Insgesamt wurden im Jahr 2014 von über 900 Betrieben 17 400 ha Gemüse im Freiland angebaut. Sowohl die Anzahl der Betriebe als auch die Flächen waren rückläufig. Im Jahr 2012 gab es noch gut 1 000 Betriebe mit einer Anbaufläche von 18 800 ha.

Knapp ein Drittel der Gemüseanbaufläche im Freiland (5 400 ha) entfiel 2014 auf den Spargel, ein Zuwachs von 1,4 % gegenüber dem Vorjahr. Dies entsprach 21 % der Anbaufläche Deutschlands. Geerntet wurden 26 000 t auf einer Fläche von 4 500 ha. Auf knapp 1 000 ha wächst der Spargel heran, der erst in den kommenden Jahren geerntet werden kann.

Die Produktion von Kohlgemüse fand 2014 in Niedersachsen auf einer Anbaufläche von 2 700 ha statt, darunter auf mehr als der Hälfte der Fläche Brokkoli und Blumenkohl. Die Anbaufläche für Grünkohl umfasste etwa 400 ha. Dabei verwundert es nicht, dass die niedersächsische Anbaufläche der hierzulande beliebten „Friesischen Palme“ oder des Braunkohls, wie der Grünkohl auch genannt wird, fast 40 % zur Gesamtanbaufläche Deutschlands beigetragen hat. Die gesamte Erntemenge betrug etwa 71 000 t.

Salate wuchsen 2014 auf 2 500 ha. Da beim Salat häufig mehrere Ernten auf derselben Fläche möglich sind, wurden insgesamt 60 000 Tonnen geerntet. Gut die Hälfte der Fläche war dem Eissalat vorbehalten, eine Sorte mit fest geschlossenen Köpfen und hohen Erträgen. Dessen Anbaufläche ging stark zurück: Im Jahr 2012 wurde fast doppelt so viel Eissalat angebaut wie 2014. Dennoch trägt Niedersachsen derzeit ca. 33 % zur bundesweiten Erntemenge dieser Salatsorte bei. Die Flächenverluste des Eissalates konnten nur teilweise durch den verstärkten Anbau von Feldsalat aufgefangen werden. Die Anbaufläche von Feldsalat betrug 2014 insgesamt 430 ha, was eine Verdopplung gegenüber der Anbaufläche von 2012 darstellt.

Frisch oder als Trockenzwiebeln sind Speisezwiebeln (ohne Frühlingszwiebeln), eine der ältesten Kulturpflanzen der Menschheit, ganzjährig verfügbar. Im Jahr 2014 erstreckte sich der Anbau von zahlreichen Sorten auf 2 100 ha. Es konnten 111 000 t Zwiebeln geerntet werden, dies entspricht 22 % der bundesweiten Zwiebelernte.

Möhren und Karotten, letztere bezeichnet die kleineren Sortierungen oder Sorten, die überwiegend für Gemüsefertigmischungen oder Konserven genutzt werden, belegten 2014 eine Anbaufläche von 1 600 ha, es konnten unter den guten Ertragsbedingungen 104 000 t geerntet werden, 17 % der bundesweiten Möhrenernte.

 

Quelle: Landesamt für Statistik Niedersachsen

Veröffentlichungsdatum: 06.05.2015

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Veronika, Spargel, wächst, gemüse, Niedersachsen