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Große Erdbeerernte drückte 2014 auf die Preise

05. Mai 2015

Die Erdbeersaison 2014 war geprägt von einem sehr frühen Saisonstart und hohen Erntemengen. Diese durchaus positiven Aspekte wurden überschattet von sehr niedrigen Preisen, vor allem während der Hauptsaison. Die Erzeuger konnten zeitweise kaum kostendeckend produzieren und hoffen 2015 auf einen besseren Verlauf.

erdbeerschalen

Ende April startete die Saison 2015 mit steigenden Mengen aus dem folienverfrühten Anbau in den frühen Produktionsgebieten. Schon zuvor waren deutsche Erdbeeren aus Folientunneln oder Gewächshäusern an den Märkten vertreten. Nach dem sehr frühen Jahr 2014 steigen die Erntemengen zunächst nur langsam, und die Preise liegen auf einem höheren Niveau. Auch im mehrjährigen Vergleich sind die Preise Anfang Mai noch leicht überdurchschnittlich. Aussagekraft für die gesamte Saison hat das jedoch kaum, denn die Bedingungen ändern sich mit der Witterung oft sehr kurzfristig, wie auch die vergangene Saison gezeigt hat.

Für viele Produzenten war 2014 eine schlechte Saison

Die Erdbeersaison 2014 zählt für viele Produzenten zu den schlechtesten der vergangenen Jahre. Denn gerade in der Hauptsaison ab Ende Mai bis Ende Juni lagen die Erdbeerpreise auf einem sehr niedrigen Niveau. Aber auch in den ersten Vermarkungswochen lief nicht immer alles glatt. Durch den sehr frühen Start in die Saison war für die deutschen Erdbeeren der Konkurrenzdruck durch Importware aus Südeuropa bzw. den Niederlanden stärker als in anderen Jahren, was sich natürlich auch in den Preisen niederschlug. In der ersten Maihälfte war der Markt dann infolge der kühlen Witterung zu knapp versorgt, und die Wünsche des Lebensmitteleinzelhandels (LEH) konnten kaum erfüllt werden. Da die Angebotsentwicklung zuvor falsch eingeschätzt worden war, entsprachen die Preise in dieser Situation nicht immer der Angebotslage. 

Ende Mai drehte sich der Markt. Die Erntemengen stiegen stark an, und das gesamte Angebot war kaum am Markt unterzubringen. Die Preise rutschten auf ein sehr niedriges Niveau. Die schwierige Lage hatte bis Ende Juni Bestand, obwohl Unwetter zu Pfingsten das Angebot zeitweise geschmälert hatten. Im Übergang zum Juli stabilisierte sich der Markt, und im kleiner werdenden Angebot konnten höhere Preise erzielt werden. Nachdem der LEH die höheren Preise jedoch an die Verbraucher weitergegeben hatte, ging die Nachfrage zurück, und auf den vorgelagerten Handelsstufen sanken die Preise wieder. Trotz der zeitweise sehr niedrigen Preise erzielten die deutschen Erzeugermärkte insgesamt einen um 5 % höheren Durchschnittspreis als im Jahr davor. Allerdings wurde im Juni das langjährige Mittel um fast 27 % unterschritten. 


Quelle und Copyright: AMI-informiert.de (AMI, 04.05.2015)

Veröffentlichungsdatum: 05.05.2015

Schlagwörter

Erdbeer, Ernte, Preise