Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

BLE-Marktbericht KW 15 / 15 - Obst - Gemüse - Südfrüchte

16. April 2015

Erdbeeren: Spanische und italienische Früchte dominierten das Angebot. Niederländische, griechische und marokkanische Anlieferungen komplettierten, während erstmals abgeladene belgische und deutsche Offerten das Sortiment abrundeten. Die Nachfrage verbesserte sich infolge der frühlingshaften Temperaturen. Bei Preisen von bis zu 3,90 € je 500-g-Schale verlief der Saisonstart der geringen inländischen Mengen noch recht verhalten. Freundlich beachtet wurden die günstigeren spanischen und italienischen Chargen. Mit im Schnitt 3,40 je 500 g zwar teure, aber hinsichtlich Ausfärbung und Geschmack einwandfreie niederländische Produkte generierten hinreichend Zuspruch. Aufgrund der ausgedehnten Bereitstellung tendierten die Notierungen in der Regel abwärts. Konditionsprobleme, die so manche italienische und spanische Partie aufwies, weiteten zudem die Kursspannen nach unten aus.

erdbeeren schalen

Äpfel
Deutschland beherrschte vorrangig mit Jonagold und Elstar, Italien insbesondere mit Golden Delicious und Granny Smith das Geschäft. Frankreich ergänzte speziell mit Granny Smith und Jazz, die Niederlande vor allem mit Jonagold die vielfältige Warenpalette. Die europäischen Erzeugnisse befanden sich im Mittelpunkt des Interesses. Die Bewertungen veränderten sich nicht wesentlich. Für großkalibrige einheimische Braeburn und Pinova musste man in Frankfurt minimal mehr als bislang zahlen. Die Forderungen für die Importe aus Übersee wurden meist nur wenig modifiziert. Chilenische Royal Gala bestimmten den Handel. Die Unterbringungsmöglichkeiten waren begrenzt, da der Fokus der Kunden kontinuierlich auf den europäischen Zufuhren lag.

Birnen
Südafrika prägte mit reichlichen Varietäten die Vermarktung. Neben Packham`s Triumph und Williams Christ konnte unter anderem auf Abate Fetel, Rosemarie und Forelle zugegriffen werden. Chile beteiligte sich hauptsächlich mit Abate Fetel und Flamingo am Geschehen. Bei einer an der Nachfrage orientierten Versorgung verharrten die Kurse oftmals auf bisherigem Niveau. In Frankfurt verteuerten sich südafrikanische Packham`s Triumph leicht. Aus Italien kamen Abate Fetel und abrundend Boscs Flaschenbirne. In kleinem Rahmen wurden Conference aus den Niederlanden und Belgien abgeladen. In diesem Sektor blieben die Preise in der Regel ebenfalls stabil. Lediglich in Berlin, wo die Kondition der italienischen Früchte nachließ, mussten für diese Verbilligungen gewährt werden.

Tafeltrauben
Südafrikanische Importe dominierten: Crimson Seedless, Thompson Seedless und Sundred Seedless befanden sich dabei auf den ersten Plätzen. Aus Chile stammten Thompson Seedless und Crimson Seedless. Peru lieferte geringe Mengen von Red Globe. Zuweilen gestaltete sich der Absatz recht flott, was man den frühlingshaften Temperaturen zuschrieb. Ab und an hätte die Umschlagsgeschwindigkeit aber auch durchaus höher sein können. Die Verfügbarkeit genügte, um den Bedarf problemlos zu befriedigen. Die Forderungen der Vorwoche wurden meist bestätigt. In München hob man sie angebotsbedingt mitunter an. Für Partien mit Haltbarkeitsschwächen, wie sie in Hamburg verschiedentlich auftraten, bröckelten die Notierungen freilich ab.

Kiwis
Italien lag mit großem Vorsprung an der Spitze des Sortiments, welches griechische und französische Chargen abrundeten. Bei einer Bereitstellung, die an die Unterbringungsmöglichkeiten angepasst wurde, veränderten sich die Preise in der Regel nicht. Nur in München mussten Früchte, die bezüglich ihrer Kondition nachließen, vergünstigt abgegeben werden.

Orangen
Im Segment der Blondorangen prägte Spanien mit Lane Late, Navelate und Salustiana das Geschehen. Bei den Blutorangen trafen vorrangig italienische Sanguinelli, Tarocco und Moro ein. Die Versorgung schränkte sich leicht ein. Da sich auch das Interesse bei ansteigenden Temperaturen abschwächte, gerieten die Bewertungen bloß selten unter Druck. Um das Geschäft zu beleben, reduzierte man zuweilen die Forderungen etwas. In Frankfurt wurden spanische Navel in 120-kg-Großkisten zu 0,70 € je kg gerne geordert.

Kleinfruchtige Zitrusfrüchte
Das Ende der Saison ist in Sichtweite: Das Sortiment bestand hauptsächlich nur noch aus spanischen Nadorcott, Fortuna und Murcott, israelischen Orri und marokkanischen Nadorcott. Die Nachfrage begrenzte sich zunehmend. Die Qualität der Offerten überzeugte nicht immer. Die Kurse bröckelten oftmals ein wenig ab.

Zitronen
Es konnte bloß auf spanische Chargen zugegriffen werden: Neben Primofiori, die mancherorts Konditionsprobleme aufwiesen, gab es auch erste Verna. Sie eröffneten die Saison zu 17,- € je 15-kg-Kiste. Die Bewertungen kletterten in München und Berlin mengeninduziert aufwärts; andernorts blieben sie auf dem Level der Vorwoche.

Bananen
Der Markt zeigte sich wie gewohnt von seiner ruhigen Seite. In Köln und Berlin fanden durch entsprechende Koordination das nicht sehr umfangreiche Angebot und die ferienbedingt gedrosselte Nachfrage annähernd Übereinstimmung. Die Kurse verharrten somit auf unverändertem Niveau. In Frankfurt betraf dies nur die Erstmarke, die übrigen Offerten  vergünstigten sich. In Hamburg mussten generell die Forderungen wegen des schleppenden Verkaufes herabgesetzt werden. Einzig in München erhöhten sich die Einstände.

Blumenkohl
Weder die beherrschenden französischen Anlieferungen noch die ergänzenden italienischen Abladungen gelangten in üppigem Maß in den Handel. Überwiegend hielten sie sich mit dem unaufgeregten Interesse die Waage. Gerade nach den Feiertagen brach der Vertrieb manchmal etwas ein, was aber selten Konsequenzen für die Notierungen hatte. Insbesondere in Köln ergaben sich wechselhafte Unterbringungsmöglichkeiten. Spanien rundete die Produktpalette lediglich in Frankfurt spärlich ab.

Salat
Die Qualität von alleinig vorrätigem spanischen Eissalat bildete enorme Kontraste. In der Folge verbreiterte sich die Preisspanne merklich, zumal die Räumung nicht immer zweckdienlich schnell vonstattenging. Marktweise gestaltete sich das Angebot von Kopfsalat sehr unterschiedlich. Zum einen divergierten die Mengenanteile, zum anderen entwickelten sich die Kurse differenziert. Vielfach stabil, bewegten sie sich für belgische Erzeugnisse oft nach unten. Inländische Chargen verteuerten sich gelegentlich, ungeachtet ihrer marginalen Bedeutung. Die Bereitstellung einheimischer Bunter Salate dehnte sich aus. Die französischen, belgischen und italienischen Zuflüsse schränkten sich parallel dazu ein. Die Versorgung fiel also nicht überreichlich aus. Partiell musste man für diese Varietäten-Gruppe mehr als in der Vorwoche bezahlen; wegen der verstärkten Konkurrenz wurden sie zuweilen auch niedriger aufgerufen als bisher. Der Bedarf nach Endivien flachte ab. Dessen Bewertungen blieben konstant, im Gegensatz zu denen von Feldsalat, die sich gewissen Schwankungen oder einer Progression nicht entziehen konnten.

Gurken
Das Geschäft mit Schlangengurken war fest in der Hand der anwachsenden mitteleuropäischen Zufuhren. Niederländische und deutsche Offerten, nahezu gleichauf, wurden durch belgische komplettiert. Die Verfügbarkeit hatte augenscheinlich zugenommen. Die extrem hohen Forderungen von vor den Feiertagen konnten nicht gehalten werden. Sie sanken sukzessive ab, brachen manchmal regelrecht ein. Einzig in Berlin hinterließen die eklatant rückläufigen spanischen Abladungen eine nicht zu füllende Lücke. Deshalb stiegen die Notierungen dort spürbar an. Minigurken aus den Niederlanden, der Türkei und aus Deutschland generierten meistens genügend Zugriff, doch das verhinderte selten Vergünstigungen.

Tomaten
Spanien beherrschte offensichtlich den Markt, verlor unterdessen erkennbar an Wichtigkeit. Die Anlieferungen aus den Niederlanden und Belgien dehnten sich merklich aus. Die Qualität der Früchte hatte sich weiter verbessert. Der Bedarf intensivierte sich nicht in dem nötigen Maß, um eine glatte Räumung zu garantieren. Die Preise bröckelten für gewöhnlich ab. Das galt vorrangig für Standardware von Rispentomaten und Runden Tomaten. Selbst Fleischtomaten oder Kirschtomaten konnten sich diesem Trend nicht entziehen. Während in Hamburg Kirschrispentomaten wegen zu schwacher Kondition Verbilligungen initiierten, verteuerten sie sich in Köln infolge ihrer großen Beliebtheit. Ausschließlich in Berlin bewirkte die Verknappung der spanischen Importe aufwärtsstrebende Kurse für Rispentomaten.

Gemüsepaprika
Spanische Erzeugnisse büßten zusehends an Bedeutung ein. Inzwischen prägten die Niederlande das Geschäft. Die Präsenz belgischer Partien verdichtete sich allmählich, die der israelischen hatte sich eingeschränkt. Die Versorgung fiel generell nicht überreichlich aus. Die häufig schwankenden Bewertungen waren sehr eng an Verfügbarkeit und Nachfrage gebunden. Gelbe und rote Produkte schienen besonders empfindlich zu reagieren. Die in einem nahezu unveränderten Umfang vorrätigen, komplettierenden türkischen Abladungen notierten fortlaufend auf dem höchsten Niveau. Einzig in Berlin trafen mehr als genügend Zufuhren ein, türkische waren davon ausgenommen, weshalb die bisherigen Forderungen nicht gesichert werden konnten.

Zwiebeln
Gemüsezwiebeln stammten exklusiv aus Spanien. Bei überwiegend befriedigender Order hatten sie sich minimal verteuert. Das schrieb man vorrangig dem ausgeweiteten Anteil an Offerten aus Kühlhauslagerung zu. Den Handel mit Haushaltsware bestimmte Deutschland. Zuweilen stiegen die Kurse gleich zu Beginn ein wenig an, blieben dann aber in der Folge, wie die der meisten Chargen, stabil. Die Importe aus Übersee wuchsen nur unwesentlich an. Das Interesse daran hatte sich jedoch marginal verstärkt, was durch verbesserte Verkaufszahlen bestätigt wurde.  Neben neuseeländischen Angeboten flossen australische aus Tasmanien zu. Die Preise bewegten sich kaum.

Spargel
Nach Ostern nahm das Geschäft langsam an Geschwindigkeit auf. Das Frühlingswetter intensivierte den Umfang der Partien mit inländischen Erzeugnissen und simultan den bis dato eher mäßigen Bedarf. Die Forderungen wurden verringert, allerdings nicht in einem Rahmen, wie es sich die Kunden wünschten. Dafür war die Verfügbarkeit zu überschaubar. Zum Freitag hin räumten die verschiedenen Varietäten-Gruppen noch schneller. Da parallel dazu die Bereitstellung expandierte, sanken die Bewertungen für gewöhnlich merklich ab. Lediglich für Abpackungen exklusiver Qualität und äußerst einheitlichen Aussehens wurde etwas mehr verlangt. Die Konkurrenz schlief nicht: Die Ergänzungen aus Griechenland, Spanien und den Niederlanden vergrößerten sich ebenso. Aufgrund der ausgebauten Versorgung konnten hier analog Vergünstigungen nicht verhindert werden. Italien und ein paar Abladungen aus Übersee rundeten die Palette der Zufuhren ab.


Weitere Informationen

Frankfurt
Das gesamte Beerensortiment neigte zur Preisschwäche. Besonders stark fielen die Verbilligungen bei spanischen Himbeeren aus. Erste spanische Galia-Melonen handelte man zu 12,- € je 5er-Karton. Die Erntemengen von Rhabarber stiegen rasant: Bei Kursen ab 2,- € je kg ließ sich die Vermarktung gut an, Bestände konnten aber nicht vermieden werden. Chinakohl aus Portugal und Spanien war mit 1,40 bis 1,80 € je kg sehr teuer; die Unterbringung verlief trotzdem recht befriedigend. Deutscher Spinat wurde freundlich beachtet. Auch Radieschen und Lauchzwiebeln konnten gegenüber der Vorwoche Umsatzzuwächse erzielen. Bundmöhren kamen überwiegend aus Spanien; für Produkte in ansprechender Optik musste man 12,- bis 14,- € je 12er- Aufmachung zahlen. Die Notierungen für lose Möhren kletterten marginal aufwärts, was die Nachfrage jedoch keineswegs hemmte. Der Abverkauf diverser Topfkräuter erreichte seinen bisherigen Höhepunkt.

Hamburg
Bei Melonen und Limetten von der südlichen Halbkugel stießen lediglich mängelfreie Offerten auf einen regen Bedarf. Beim Verdrängungswettbewerb von Zucchini und Auberginen häuften sich Vergünstigungen. Spanische Mispeln eröffneten in G- und GG-Kalibern zu 3,50 bis 4,- € je kg die Kampagne.

Köln
Mit deutlichem Temperaturanstieg nach den Ostertagen wuchs das Interesse an Himbeeren, Johannisbeeren und Heidelbeeren aus europäischer und teilweise noch aus südamerikanischer Produktion. Pfirsiche und Nektarinen konnten am Freitag etwas Aufwind im Absatzgeschehen verbuchen. Wassermelonen profitierten bei nicht zu üppigem Sortiment ebenfalls von der Schönwetterphase. Rhabarber aus rheinischem Anbau gab im Preis mengenbedingt kontinuierlich nach. Buschbohnen aus Nordafrika verbilligten sich sukzessive. Die Bewertungen für spanische Zucchini bröckelten ab; Ergänzungen in grün und gelb wurden aus den Niederlanden zugeführt. Erster „Mai-Wirsing“ tauchte zum Wochenende hin auf. Niederländische Steckrüben sowie englische und inländische Pastinaken und Wurzelpetersilie generierten zu konstanten Notierungen eine stete Nachfrage. Lauch aus dem Inland, Belgien und den Niederlanden verteuerte sich bei begrenzter Versorgung.

München
Während sich die Offerten von Himbeeren bereits auf europäische und abrundend auf marokkanische Herkünfte beschränkten, waren bei Heidelbeeren und besonders bei Brombeeren und roten Johannisbeeren vorrangig südamerikanische Chargen vertreten. Wassermelonen aus dem Iran, in der Türkei umgepackt, machten sich in recht großen Kalibern bemerkbar. Mit zunehmendem Angebot wurde deutscher Rhabarber günstiger. Aus Spanien trafen erste Mispeln ein. Die hohen Forderungen für Ananas hielten an. Einheimische Radieschen gewannen an Wichtigkeit; italienische waren rückläufig. Die Anlieferungen von Kohlrabi stimmte man auf den Bedarf ab. Stabile Kurse galten für Lauch.

Berlin
Avocados aus Südafrika waren nicht in ausreichenden Mengen verfügbar. Daher zogen die Preise auf etwa 10,- bis 10,50 € je 4-kg-Karton an. Israelische Erzeugnisse berührte dieser Trend nicht; ihre Notierungen verharrten auf dem Niveau der Vorwoche.

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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE
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Veröffentlichungsdatum: 16.04.2015

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin