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Jahresrückblick 2014: Sensationelle Ernte für Niedersachsens Landwirte

14. April 2015

Die Ernte 2014 als sensationell zu bezeichnen, ist nicht übertrieben. Noch nie gab es ineinem Jahr so viele Ernterekorde verschiedenster Früchte, teilweise mit deutlichen Abständen zu den bisherigen Spitzenerträgen.Neue Rekorderträge gab es z. B. bei Kartoffeln, Zuckerrüben, Körnermais, Winterund Sommergerste, Triticale, Getreide, Erbsen, Ackerbohnen, Klee, Ackergras, Wiesen und Äpfel, schreibt das Landesamt für Statistik Niedersachsen.

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2014 war das wärmste Jahr nach den bisherigen Temperaturaufzeichnungen. Der milde Winter richtete wenige Frostschäden an. Die Saaten kamen landesweit im Herbst 2013 und im Frühjahr 2014 trocken und gut in den Boden. Das Frühjahr war schon recht warm, das Pflanzenwachstum startete früh. Als mit höheren Temperaturen das Wachstum begann, setzten, zum optimalen Zeitpunkt, die Niederschläge ein. Die häufigen Niederschläge im Sommer ärgerten viele Urlauber und behinderten die Ernte. Spätkartoffeln wuchsen in der Zeit kräftig weiter.

Die Niederschläge waren so verteilt, dass die Sandböden des Nordens hohe Erträge bringen konnten, waren aber andererseits nicht so hoch, dass die Früchte auf den guten Böden der Marschen und des Südens unter Staunässe litten. Die Feuchtigkeit förderte allerdings Pilzkrankheiten.

Gemüse und Erdbeeren
Im Jahr 2014 bauten 1 100 niedersächsische Betriebe auf 21 700 ha Gemüse und Erdbeeren an. Auf einem Viertel dieser Fläche wurde Spargel erzeugt. Seine Anbaufläche wuchs nur geringfügig, aufgrund der hohen Flächenerträge konnten allerdings insgesamt gut 10 % mehr Spargel geerntet werden als im Vorjahr. Erdbeeren nahmen die zweitgrößte Anbaufläche mit 4 200 ha (19,4 %) ein. Sie sank um 2,4 %, jedoch konnte die Erntemenge im Vergleich zum Vorjahr wegen der günstigen Witterung nahezu konstant gehalten werden. Anbauschwerpunkt war die Statistische Region Weser-Ems in der nahezu zwei Drittel der Erdbeerfläche lagen.

Weitere wichtige Gemüsearten waren das Kohlgemüse (Brokkoli, Blumenkohl, Grünkohl etc.), das auf 2 700 ha wuchs, Speisezwiebeln (2 100 ha) sowie Möhren (1 600 ha) und Eissalat (1 400 ha). Im Gewächshaus bzw. unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen nahmen Salatgurken und Tomaten die größte Fläche ein.

Strauchbeeren
Seit 2012 wird jährlich eine Vollerhebung des Strauchbeerenanbaus durchgeführt. Im Jahr 2014 bewirtschafteten etwa 240 Betriebe eine Fläche von 1 800 ha, was ca. einem Viertel der bundesweiten Anbaufläche entspricht. Die mit Abstand bedeutendste Strauchbeerenart in Niedersachsen ist die Kulturheidelbeere, die von zwei Dritteln der Betriebe angebaut wird. Im Freiland konnte 2014 auf einer Fläche von 1 400 ha eine Ernte von 9 000 Tonnen Kulturheidelbeeren erzeugt werden, im Jahr 2013 waren es aufgrund der geringeren Flächenerträge lediglich 8 000 Tonnen. Auf deutlich kleineren Flächen wuchsen in Niedersachsen Himbeeren (193 ha), Schwarze Johannisbeeren (63 ha), Rote und Weiße Johannisbeeren (37 ha), Schwarzer Holunder (12 ha) und Stachelbeeren (17 ha). Aroniabeeren, erst kürzlich als Zutat in reinen und gemischten Vitaminsäften entdeckt, sind auch in Niedersachsen im Kommen, stehen aber noch fast ausschließlich in nicht ertragsfähigen Junganlagen.

Speisepilze
Auch die Erzeugung von Speisepilzen wird seit 2012 jährlich allgemein erhoben, allerdings können aufgrund der geringen Betriebszahl nur wenige Daten für Niedersachsen veröffentlicht werden. Im Jahr 2013 erzielten die 10 niedersächsischen Betriebe auf 133 ha Anbaufläche eine Erntemenge von 29 000 Tonnen. Sechs Betriebe wurden ganz oder teilweise ökologisch bewirtschaftet. Sie erzeugten auf 87 ha 18 000 Tonnen Speisepilze.

Quelle: Landesamt für Statistik Niedersachsen
 

Veröffentlichungsdatum: 14.04.2015

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Jahresrückblick, Sensationell, Ernte, Niedersachsen, Landwirte