Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

BLE-Marktbericht KW 12 / 15 - Obst - Gemüse - Südfrüchte

26. März 2015

Birnen: Südafrika beherrschte vorrangig mit Williams Christ und Packham`s Triumph das Geschehen. Flamingo, Rosemarie und Abate Fetel trafen ebenfalls ein. Das Sortiment abrundende Beurre Hardy waren ab Dienstag in Frankfurt vorhanden.
drei birnen
Birnen.

Die Präsenz chilenischer Abate Fetel wuchs merklich an; die Früchte generierten aber nicht immer ausreichend Beachtung, da die Konkurrenz aus Italien meist noch in einer überzeugenden Qualität bereitstand. Aus Argentinien kamen neben den schon etablierten Red Bartlett mittlerweile auch Williams Christ und Packham`s Triumph, die indes nur auf wenig Interesse stießen. Aus Europa stammten dominierende italienische Abate Fetel sowie Conference aus den Niederlanden, Belgien und dem Inland. Bei einer insgesamt kaum veränderten Verfügbarkeit und einer steten Unterbringung wurden die bisherigen Forderungen in der Regel aufrechterhalten.

Äpfel
Hinsichtlich der offerierten Mengen belegte Deutschland, hauptsächlich mit Elstar und Jonagold, den ersten Platz. Dahinter reihte sich Italien ein, das sich vor allem mit Golden Delicious und Braeburn am Geschäft beteiligte. Aus Frankreich wurden unter anderem Cripps Pink und Granny Smith zugeführt. Spanische Golden Delicious und niederländische Jonagored hatten genauso komplettierenden Charakter wie polnische Empire, die lediglich 0,50 € je kg kosteten. Die Anlieferungen aus Übersee dehnten sich marginal aus: Argentinische Royal Gala gesellten sich zu den chilenischen. Desweiteren gab es erste chinesische Fuji, die in Frankfurt in 9,5-kg-Kartons ihre Saison eröffneten. Bei einer kontinuierlichen Nachfrage und einer Warenpalette, die den Bedarf mit Leichtigkeit deckte, verharrten die Notierungen häufig auf dem Niveau der Vorwoche. Minimale Verteuerungen, die beispielsweise in Hamburg bei Braeburn auftraten, basierten oftmals auf einer eingeschränkten Versorgung.

Tafeltrauben
Südafrika prägte die Vermarktung und lud vorrangig Thompson Seedless, Crimson Seedless und Sunred Seedless ab. Neu zum Sortiment stießen Dauphine hinzu, für die man in Hamburg 11,- € je 4,5-kg-Kollo zahlte. Indien und Chile schickten speziell Thompson Seedless, Peru sendete indes insbesondere Red Globe. Die Verfügbarkeit hatte sich summa summarum kaum verändert. Die bisherigen Bewertungen wurden seitens der Händler in der Regel bestätigt. Bloß für kernlose Varietäten, die in der Gunst der Kunden an erster Stelle standen, wurden die Forderungen mancherorts ein wenig heraufgesetzt.

Kiwis
Während die Präsenz italienischer Früchte anwuchs, schränkte sich die der griechischen und französischen Produkte ein. Das Angebot genügte, um die ruhige Nachfrage problemlos zu befriedigen. Infolgedessen waren Kursbewegungen die Ausnahme. Lediglich in München verbilligten sich griechische Chargen, da die Festigkeit des Fleisches bei fortgeschrittener Reife nicht immer überzeugte.

Orangen
Spanien dominierte bei den Blondorangen. Die Verfügbarkeit von den Spätsorten Lane Late und Navelate dehnte sich deutlich aus. Navelina und Navel verloren indes an Wichtigkeit. Valencia Late aus Ägypten sowie Salustiana aus Marokko hatten komplettierenden Charakter. Die Preise bröckelten häufig etwas ab, da die Versorgung für das Interesse zu umfangreich war. Insbesondere Offerten mit abschwächender Qualität musste man mit Vergünstigungen verkaufen. Die Zufuhren mit Blutorangen reduzierten sich ebenfalls: Italienische Sanguinelli beherrschten die Vermarktung, Tarocco und Moro derselben Herkunft ergänzten. Mängelfreie Partien konnten oftmals zu den bisherigen Notierungen untergebracht werden.

Kleinfruchtige Zitrusfrüchte
Die Saison neigt sich langsam, aber sicher ihrem Ende entgegen, was sowohl an einer verminderten Bereitstellung als auch an einer verringerten Güte erkennbar war. Spanische Chargen prägten das Geschehen, israelische, marokkanische und zyprische rundeten das Angebot ab. In Frankfurt trafen am Mittwoch Ugli aus Jamaica ein. Die Anlieferungen schränkten sich ein, trotzdem konnte man den Bedarf mit Leichtigkeit decken. Die Forderungen der Vorwoche wurden in der Regel aufrechterhalten. Einzig Produkte mit nachlassenden Eigenschaften mussten mit Verbilligungen veräußert werden.

Zitronen
Spanische Primofiori waren fast konkurrenzlos, nur in München und Berlin ergänzten türkische Lamas das Sortiment. Die Verfügbarkeit orientierte sich hinreichend an den Unterbringungsmöglichkeiten. Bei einem spärlichen Interesse veränderten sich die Preise bloß selten. Lediglich in Frankfurt, Hamburg und München stiegen die Notierungen für spanische Offerten ein klein wenig an.

Bananen
Der Handel wurde von einer ruhigen Nachfrage bestimmt. Man hatte die Bereitstellung vorsorglich an den schwachen Bedarf angepasst, Bestände blieben somit aus. In den meisten Fällen verharrten die Kurse auf bisherigem Niveau. Punktuell waren nicht genügend Drittmarken vorrätig, sodass sich die Kunden zwangsläufig mit den etwas teureren Zweitmarken anfreunden mussten. In Hamburg vollzog sich deren Absatz jedoch zu langsam; Vergünstigungen sollten Abhilfe schaffen. In Köln sanken die Bewertungen der Erstmarke aus Kolumbien marginal ab, die der Früchte aus Costa Rica und Panama hatten indes eine stabile Basis.

Blumenkohl
Das Sortiment wurde von französischen Abladungen beherrscht. Die umfangreiche Verfügbarkeit sowie das flaue Interesse machten Preisrücknahmen unvermeidbar, so konnten größere Überhänge vielfach konstruktiv umgangen werden. Italienische Chargen, die die Offerten komplettierten, vermochten dieser Entwicklung schwerlich auszuweichen und verbilligten sich spätestens ab Mittwoch. Wegen divergierender Gütemerkmale hatte sich bei den Notierungen generell eine breite Spanne etabliert. Im kleinen Rahmen rundeten manchmal spanische Erzeugnisse die Auswahl ab.

Salat
Eissalat stammte exklusiv aus Spanien. Eine Schlechtwetterlage schränkte den Nachschub etwas ein. Teils war die Versorgung zu gering, um den Bedarf völlig zu decken. Bis zum Wochenende ergaben sich stufenweise Verteuerungen. Im Extremfall musste man bis zu 8,50 € je 10er-Steige bezahlen. Selbst bei genügend vorrätiger Produktpalette kletterten die Kurse nach oben. Die Anlieferungen von Kopfsalat wuchsen allmählich an. Belgische und italienische Partien wurden am meisten abgesetzt. Die Bewertungen verharrten für gewöhnlich auf einem stabilen Niveau, zumal die Qualität die Kunden oftmals zur Order motivierte. In Frankfurt waren italienische Köpfe zu leicht, sie fanden daher kaum Beachtung. Bei französischem Trotzkopf erzielte man zu maximal 10,- € je 12er-Abpackung einen schnellen Ausverkauf. Die Einstände der italienischen Bunten Salate, die diese Handelsdomäne dominierten, bewegten sich offensichtlich nach oben, kraft einer Mengenbegrenzung insbesondere bei grünen Varietäten. Ein stetiger Zugriff sicherte bei Feldsalat überwiegend konstante Forderungen. Die Nachfrage für italienische Endivien verminderte sich markant.

Gurken
Die Importe von Schlangengurken aus Spanien hatten merklich an Präsenz verloren, mussten die Marktführung an jene aus den Niederlanden abtreten, die zügig ihre neue Vormachtstellung ausbauten. Die Abladungen aus Deutschland verstärkten sich augenscheinlich, sodass sie von ihrer Angebotsrelevanz her den zweiten Platz einnahmen. Nachdem zu Beginn kleine Sortierungen vorherrschten, verbesserte sich die Kalibervielfalt sukzessive. Die Verfügbarkeit war generell zu massiv, um problemlos täglich eine glatte Räumung zu ermöglichen. Die Preise vermochten ihre Basis nicht mit Erfolg zu verteidigen, sie bröckelten konsequent ab. Doch zum Freitag hin konnten sie häufig einen kleinen Sprung nach oben verbuchen. Die Erzeugnisse aus Spanien interessierten bei näherkommendem Saisonschluss immer weniger. Die Notierungen gerieten zusehends unter Druck, zudem verbreiterte sich spürbar deren Spanne aufgrund konditioneller Schwächen diverser Chargen. Minigurken flossen hauptsächlich und in analogem Umfang aus der Türkei und den Niederlanden zu. Neben deutscher Ware traf punktuell belgische ein, die aber keinen befriedigenden Zuspruch generierte. Marokko und Jordanien komplettierten diesen Sektor, den weithin Verbilligungen kennzeichneten.

Tomaten
Das Geschäft war dauerhaft fest in spanischer Hand. Aus Marokko gingen konstante Mengen ein und die Niederlande hatten ähnlich wie Belgien an Bedeutung gewonnen. Zum einen verharrten die Bewertungen oftmals auf ihrer bisherigen Stufe. Andererseits zeigten die tageweise recht frühlingshaften Temperaturen langsam eine intensivierende Wirkung auf die Nachfrage, sodass sich spätestens zum Wochenende hin Kurserhöhungen etablieren konnten, zumal die Anlieferungen insbesondere aus Mitteleuropa für gewöhnlich überschaubar oder sogar begrenzt ausfielen. Die marginalen Verteuerungen galten vorrangig für Runde Tomaten und Rispentomaten gleich welcher Herkunft. Die Aufrufe bei Fleischtomaten blieben überwiegend stabil, tendierten äußerst selten nach unten. Kirschtomaten waren manchmal mehr als genügend vorrätig. Vergünstigungen konnten daher in diesem Bereich nicht anhaltend vermieden werden.

Gemüsepaprika
Die Abladungen aus Spanien beherrschten nach wie vor, wenn auch leicht verringert, den Markt. Sie sahen sich einer minimal verminderten Präsenz von Mitbewerbern aus den Niederlanden gegenüber. Die Türkei, Israel und Marokko ergänzten in abgemildertem Umfang das Sortiment. Es war nicht immer eine lückenlose Versorgung gewährleistet, da sich der Bedarf zunehmend belebte. Häufig zogen die Notierungen der spanischen und niederländischen Partien bereits in der ersten, vielfach jedoch in der zweiten Hälfte der Woche etwas an. Türkische Zuflüsse folgten gemeinhin diesem Trend, von dem die israelischen und marokkanischen Früchte in gewissem Maß profitierten, obwohl diese Angebote aus dem östlichen Mittelmeergebiet kontinuierlich billiger als die anderen umgeschlagen wurden. Den Chargen mit mangelhafter Optik wie z. B. bei Formfehlern verhalfen abgesenkte Forderungen zu einer schnelleren Räumung.

Zwiebeln
Im Sektor der Gemüsezwiebeln zeichnete sich Spanien, fortlaufend einem Monopol gleich, für die Zufuhren verantwortlich. Die Bewertungen wiesen meistens keine wesentlichen Veränderungen auf; einzig die sich sukzessiv ausweitende Umstellung auf Offerten aus dem Kühllager drängte sie zuweilen nach oben ab. Haushaltsware entstammte überwiegend einheimischer Herkunft, neben spärlichen ortsgebundenen Zulieferungen aus Österreich und den Niederlanden. Verschiedentlich zeigten sich bei deutschen Produkten Qualitätsschwächen durch erkennbare Austriebe. Es ergaben sich aufgrund des schwunglosen Verkaufs kaum Möglichkeiten, die Preise anzuheben. Die Kaliber der frischen, durchweg überschaubaren Importe aus Neuseeland verstärkten sich. Inzwischen konnte schon auf 40/60-mm-Erzeugnisse zugegriffen werden. Da sie merklich teurer als die europäische Konkurrenz abgegeben wurden, bewegte sich der Zuspruch in einem engen Rahmen. Spätestens zum Ausklang der 13. KW soll die chilenische Kampagne starten.


Weitere Informationen

Frankfurt
Spanische Erdbeeren, Himbeeren und Heidelbeeren generierten reges Interesse, besonders das Wochenendgeschäft war positiv. Niederländische Erdbeeren in 25 mm+ aus Unterglasanbau standen wohldosiert bereit und konnten das hohe Kursniveau der 11. KW bestätigen. Am Freitag komplettierten Früchte in 22 mm zu günstigen 2,- € je 500 g das Sortiment. Aus Spanien traf Lauch zu 10,- € je 10-kg-Steige ein. Da inländische Chargen teils einen zu großen Durchmesser hatten, wurde eher verhalten zugegriffen. Deutscher und niederländischer Rhabarber räumte nicht wie erhofft. Erste belgische gelbe Zucchini vermarktete man zu 14,50 € je 4-kg-Karton. Die Saison von inländischen Lauchzwiebeln wurde zu 0,70 € je Bund eröffnet. Niederländischer und einheimischer Spargel aus dem Treibhaus war bis Mittwoch deutlich billiger als zuvor. Ab Donnerstag verstärkte sich die Nachfrage und für die noch übersichtlichen Mengen konnten festere Forderungen aufgerufen werden. Erster inländischer Rucola rundete am Donnerstag zu 6,50 € je kg das Gemüseangebot ab. Einheimische Radieschen werden ab der 13. KW erwartet. Südafrikanische Steinpilze kosteten 35,- € je kg, bei türkischen Morcheln verlangte man sogar bis zu 55,- € je kg.

Hamburg
Dominierende spanische Erdbeeren wurden wegen begrenzter Kondition zu schwach beachtet. Neue Ware mit besserer Reputation fand ebenso nur eingeschränkte Unterbringung. Auch für Partien aus Italien und Marokko musste man die Preise reduzieren. Geringe exklusive Abladungen aus den Niederlanden konnten sich dieser Lage nicht vollends entziehen. Melonen aus Übersee erfreuten sich bei frühlingshaften Temperaturen zwar einer zunehmenden Beliebtheit, infolge umfangreicher Anlieferungen ließen sich die Bewertungen aber kaum anheben. Für zu üppig vorhandene Zucchini brauchte man weniger als bisher zahlen. Produkte aus den Niederlanden traten zu 11,50 € je 5-kg-Karton in Erscheinung. Weißer Spargel aus Griechenland in der Größe 16 mm+ startete zu 11,50 € je kg in die Kampagne.

Köln
Niederländische Erdbeeren waren knapp und hervorragende Offerten daher teuer. Recht zäh verlief das Geschäft mit Rhabarber. Vereinzelt sah man ersten Bärlauch in Tüten, die Kunden hielten sich noch zurück. Die Umsätze mit inländischem Rucola befriedigten.

München
Die Forderungen für Ananas blieben auf festem Niveau, während die für süd- und mittelamerikanische Melonen aufwärts kletterten. Die Saison von türkischen Quitten und spanischen Kaki war fast beendet; es zeigten sich qualitative Schwächen. Die Unterbringung von spanischen und italienischen Erdbeeren gestaltete sich trotz frühlingshafter Witterung eher stockend: Die relativ hohen Preisvorgaben der Versender verhinderten einen schnelleren Umschlag. Das Angebot an süddeutschem Spargel dehnte sich nur minimal aus, weshalb sich die Kurse kaum veränderten. Die Versorgung mit griechischer Bundware oder lose im Korb aufgemachten Erzeugnissen nahm bloß moderat zu. In geringerem Umfang standen italienische und marokkanische weiße Produkte bereit. Für einheimischen Chinakohl musste bei fortgeschrittener Kampagne mehr als zuvor gezahlt werden. Mengenbedingt verharrten die Bewertungen für überschaubaren Rhabarber auf bisherigem Level.

Berlin
Die Anlieferungen von spanischen Erdbeeren verstärkten sich sukzessive. Da aber auch das Interesse aufgrund des sonnigen Wetters anwuchs, kosteten die Chargen weiterhin 0,70 bis 0,80 € je 250-g-Schale. Italienische und niederländische Offerten waren teuer, da die Zufuhren deutlich kleiner als bislang ausfielen. Die Abladungen von Spargel vor allem aus Griechenland stiegen kontinuierlich an. Infolge eines breiten Spektrums an Güte und Abpackungen variierten die Notierungen beinahe täglich.

Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.


Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE
Copyright © fruchtportal.de

Veröffentlichungsdatum: 26.03.2015

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin