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Biomarkt in Deutschland Fünf Prozent Umsatzsteigerung in 2014

23. März 2015

Der Biomarkt in Deutschland wuchs 2014 etwas weniger stark als im Vorjahr. 2014 gaben die deutschen Haushalte 4,8 Prozent mehr Geld für Biolebensmittel und Getränke aus. Der Umsatz betrug 7,91 Milliarden Euro im Vergleich zu 7,55 Milliarden Euro im Jahr 2013, so das Ergebnis der Umsatzschätzung des von der AMI koordinierten Arbeitskreises Biomarkt auf Basis von Daten der Marktforschungsinstitute GfK, Nielsen, BioVista und Klaus Braun Kommunikationsberatung. 

Hofläden schreiben jährlich Zuwächse in den Verkaufszahlen. Foto: Dominic Menzler, BLE
Hofläden schreiben jährlich Zuwächse in den Verkaufszahlen. Foto: Dominic Menzler, BLE

Zum Umsatzwachstum trugen der Naturkosthandel und die Vollsortimenter überdurchschnittlich bei. Beide Absatzplätze fingen den Umsatzrückgang der Discounter und der sonstigen Geschäftstypen auf. Vor allem Absatzsteigerungen bei Trockenprodukten sowie Preissteigerungen bei Milch- und Molkereiprodukten führten zu größeren Umsätzen mit Biolebensmitteln. 

Zwischen den einzelnen Warengruppen gab es – wie schon in den Vorjahren – erhebliche Unterschiede. Die Milch- und Molkereiprodukte gehören zu den Umsatztreibern 2014. Nachdem im November 2013 Preissteigerungen für alle Milch- und Molkereiprodukte durchgesetzt wurden, waren die Verbraucherpreise das gesamte Jahr 2014 stabil und damit deutlich höher als 2013. Daher konnten mit allen Milch- und Molkereiprodukten deutliche Umsatzzuwächse erreicht werden, obwohl die Verkaufsmengen wenig stiegen oder sogar zurückgingen. Der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) listet wieder mehr Biokäse, nun aber vermehrt als Stückware und weniger als Scheibenware. Dadurch stiegen Absatz und Umsatz gleichermaßen. Auch der Umsatz mit Bioeiern 2014 wuchs nach der Flaute 2013 wieder um satte 9 Prozent. Durch massive Preissenkungen zum Jahresanfang bei Bioeiern in den Discountern lag dieses Umsatzplus allerdings deutlich unter dem Absatzplus (plus 13 Prozent). Wie im vergangenen Jahr war außerdem das Trockensortiment besonders erfolgreich – im Naturkosthandel ebenso wie in den Vollsortimentern und Drogeriemärkten. Mit Müsli/Cerealien, Brotaufstrichen, Fetten/Ölen, Konserven und Fleischersatzprodukten konnten Umsatzzuwächse von jeweils über 10 Prozent erzielt werden.

Nach den Preissteigerungen der vergangenen Jahre bei Obst, Gemüse und Kartoffeln gaben die Preise 2014 nach. Bei guten Ernten waren bei Obst und Kartoffeln deshalb Umsatzeinbußen zu verzeichnen. Die Fleisch- und Wurstwarenverkäufe konnten das Vorjahresniveau nicht halten, weil weniger kostengünstiges Schweinefleisch zur Verfügung stand. Trotzdem stiegen die Gesamtumsätze mit Biofleisch insgesamt an, wobei sowohl das Rinderangebot begrenzt und auch das Schweineangebot zum Jahresende knapp war.

Unter den Geschäftstypen hat sich der Naturkosthandel (einschließlich größerer Hofläden) mit einem Wachstum von 9 Prozent besonders dynamisch entwickelt. Der LEH punktete in den Vollsortimentern (plus 6 Prozent) und den Drogeriemärkten (plus 5 Prozent) mit größeren Umsätzen. Dagegen verloren die Discounter Marktanteile (minus 1 Prozent). Mit 3,6 Prozent Wachstum lag der LEH insgesamt unter dem Durchschnitt. Die "sonstigen Verkaufskanäle", zu denen Bäckereien, Metzgereien, Obst/Gemüse-Fachgeschäfte, Wochenmärkte, Abo-Kisten, Versandhandel, Tankstellen und Reformhäuser zählen, verloren ebenfalls Marktanteile und liegen aktuell bei 14 Prozent. Der Rückgang kam vor allem von den Wochenmärkten, Reformhäusern und Metzgereien; die Hofläden und der Versandhandel hingegen schrieben Zuwächse.

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Quelle: www.oekolandbau.de

Veröffentlichungsdatum: 23.03.2015

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Biomarkt, Deutschland, Prozent, Umsatzsteigerung