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Spanien: „Ava-Asaja“ fordert mehr Kontrolle für Landwirtschaftsimporte zur Schädlingsvorbeugung

20. März 2015

Der Präsident des Valenzianischen Erzeugerverbandes (AVA-Asaja), Cristóbal Aguado, hat darum gebeten, dass die Europäische Kommission Maßnahmen einleitet, um die Kontrolle für die Pflanzengesundheit bei Landwirtschaftsimporten aus Drittländern zu verstärken, um Schädlinge zu vermeiden. Aguado forderte dies während seiner Intervention vor dem Petitionsausschuss des Europäischen Parlaments, wie von der Vereinigung in einer Erklärung berichtet.

Pfirsiche
Pfirsiche

„Wir sprechen nicht von Verdächtigungen oder Vermutungen, sondern inakzeptable Realitäten zeigen, dass die Kontrollen an den Eingangshäfen ineffektiv sind und eine Zeitbombe für unsere Landwirtschaft werden, die jeden Moment explodieren kann“, beklagte Aguado. Er bezieht sich auf Daten aus dem Amtsblatt der Europäischen Union vom 16. Dezember 2014, das den Eingang von mindestens acht Pathogenen zwischen 2009 und 2013 zeigte, wobei angenommen wird, dass es aller sieben Monate einen neuen Schädling gibt.

Er forderte, dass die neue Pflanzengesundheitspolitik, die von der Europäischen Kommission entwickelt wird, Inspektionen in den Ursprungsortländern umfasst, wie sie es in den USA, Japan oder Korea machen, und die Aufnahme einer „Positivliste“ einführt. Infolgedessen wird Ländern, die nicht in dieser „Positivliste“ erscheinen, eine Präsenz auf den europäischen Märkten verboten sein.

Aguado hat sich auch auf das Risiko bezogen, das für die Gemeinschaft durch Zitrusfrüchte entsteht, die Überträger von „Greening“ (Psila africana) sind, eine der tödlichsten Krankheiten für diesen Ertrag weltweit. Er bat das Parlament auch dringend,  dass die EU-Exekutive ein Sonderbudget festlegt, um alle präventiven Maßnahmen und erforderlichen Behandlungen zu decken, die notwendig sind, um die Präsenz des Insekts in Spanien und Portugal zu vernichten. Er betonte die vielen Entdeckungen von Fällen der Schwarzfleckenkrankheit (Citrus Black Spot), welche die EU in den Zitrusimporten aus Südafrika festgestellt hat.

„Wenn der Durchschnitt 35 Scans pro Jahr seit 2010 ist, so ist das schockierend. Noch inakzeptabler ist die herablassende und kontemplative Einstellung, welche die Kommission angesichts eines Problems dieser Schwere zeigt“, sagte Aguado abschließend.

Quelle: Ava-Asaja 

Veröffentlichungsdatum: 20.03.2015

Schlagwörter

Spanien, AVA-Asaja, Kontrolle, Landwirtschaft, Importe, Schädlingsvorbeugung