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Belgische Kartoffelveredelung steigt auf Rekordniveau

20. März 2015

Die belgische Kartoffel verarbeitende Industrie hat ihren Erfolgskurs auch im vergangenen Jahr fortgesetzt. Insgesamt wurde die Rekordmenge von 3,8 Millonen Tonnen Kartoffeln veredelt. Das ist ein mengenmäßiges Plus von 6,9 Prozent im Vergleich zum eher schwachen Vorjahr.

Foto: Belgian fries - (c) FVPhouse
Foto: Belgian fries - (c) FVPhouse

18 Betriebe haben die Kartoffeln zu vorgebackenen, gekühlten und tiefgekühlten Pommes Frites, Kroketten, Püreezubereitungen, Chips und Snacks, Flocken und Granulat sowie geschälten und gekochten Kartoffeln verarbeitet. Mit 1,4 Millionen Tonnen sind die Pommes frites das Aushängeschild der Branche. Insgesamt sind 2.800 Mitarbeiter und 800 Angestellte in der Kartoffelindustrie beschäftigt. Innovation steht hoch im Kurs: 2014 wurden rund 115,5 Millionen Euro in die Produktionsstätten investiert, das sind nochmals 3,3 Millionen mehr als vor Jahresfrist.

Die belgische Kartoffelindustrie blickt auf eine steile Erfolgskurve zurück: 1990 wurden gerade einmal 500.000 Tonnen Kartoffeln verarbeitet. Seitdem wachsen die Volumen permanent. 2013 hat die Branche allerdings ein leichtes Minus eingefahren, das Belgapom auf die “außergewöhnlich hohen Kartoffelpreise in Europa” zurückführt. Zwischenzeitlich hat die belgische Kartoffel verarbeitende Industrie ihren Wachstumskurs der letzten Jahrzehnte wieder aufgenommen. Dass die Branche 2014 erneut an Fahrt gewinnen konnte, führt Belgapom auf die verstärkte Drittlandsnachfrage zurück. Darüber hinaus konnte am freien Markt - im Gegensatz zu dem höherpreisigen Kontraktmarkt - von interessanten Rohstoffpreisen profitiert werden. Und last but not least haben die nordamerikanischen Mitbewerber, aufgrund des starken Dollarkurses, Terrain auch zugunsten der belgischen Lieferanten auf dem Weltmarkt verloren.

Die belgischen Kartoffelverarbeiter haben 2014 die Pole Position als weltweit wichtigster Exporteur von Kartoffelerzeugnissen weiter ausbauen können. Diese Vorreiterrolle soll auch in den Fokus der belgischen Teilnahme an der Weltausstellung in Mailand gerückt werden. Zudem wird, in Anlehnung an die Amerika-Tournee des belgischen Sängers Stromae, die Werbetrommel für den wahren Ursprung der Pommes frites gerührt: entgegen der landläufigen Meinung handelt es sich nicht um “French fries”, sondern um “Belgian fries”!


Quelle: VLAM | Flanderns Agrar-Marketing-Büro

Veröffentlichungsdatum: 20.03.2015

Schlagwörter

Belgien, Kartoffeln, veredelung, Rekordniveau