Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

BLE-Marktbericht KW 11 / 15 - Obst - Gemüse - Südfrüchte

19. März 2015

Gurken: Spanien dominierte vor den Niederlanden, Belgien und Deutschland das Geschehen. Griechenland komplettierte, büßte im Vergleich zur Vorwoche aber merklich an Wichtigkeit ein. Frankreich hatte lediglich abrundenden Charakter. Die Verfügbarkeit dehnte sich massiv aus; insbesondere auf einheimische und niederländische Chargen konnte verstärkt zugegriffen werden. Belgien stellte häufig kleinere, die Niederlande größere Kaliber bereit. Die Nachfrage hielt mit der angestiegenen Versorgung nicht Schritt, weshalb die Händler oftmals gezwungen waren, die bisherigen Bewertungen zu senken. Doch selbst dies verhinderte nicht immer Bestände. Konditionell abbauende Produkte, die in Köln und Hamburg vielfach in Erscheinung traten, wurden ab und an nur unter Notiz abgewickelt. In Frankfurt generierten französische Offerten infolge zu hoher Kurse kaum Beachtung. Minigurken stammten überwiegend aus der Türkei und ergänzend aus den Niederlanden und Deutschland. Obwohl qualitativ meist überzeugend, konnten bröckelnde Preise nicht vermieden werden.

Äpfel
Die Präsenz chilenischer Royal Gala wuchs an; sie trafen sowohl in Hamburg als auch in München ein: Die Früchte kosteten in der Hansestadt 26,- bis 27,- € je 18-kg-Karton. Da italienische Partien dieser Varietät billiger waren, zögerten die Kunden mit dem Kauf indes noch sehr. Das Interesse an den weiterhin eindeutig beherrschenden europäischen Abladungen gestaltete sich freundlich. Das Inland bestimmte mit Elstar, Braeburn und Jonagold kontinuierlich das Geschäft. In Frankfurt tauchten geringe Anlieferungen mit deutschen Berner Rosenapfel und Glockenapfel auf, die das Sortiment bereicherten. Italien befand sich mit Golden Delicious, Granny Smith und Braeburn auf dem zweiten Rang. Frankreich beteiligte sich mit Jazz und Pink Lady, Spanien mit Golden Delicious an der Vermarktung. Generell blieben die Forderungen in der Regel unangetastet, da die Zufuhren genügten, um den steten Bedarf mit Leichtigkeit zu decken.

Birnen
Importe aus Übersee hatten den Handel fest im Griff: Speziell gab es südafrikanische Williams Christ und Packham`s Triumph, deren Rolle sich merklich verstärkte. Flamingo, Abate Fetel und Rosemarie gewannen ebenso an Wichtigkeit. Cheeky® standen mittlerweile in 12,5-kg-Kartons bereit. Aus Chile stammten Abate Fetel, Flamingo sowie Carmen, für die man in Frankfurt lediglich 1,50 bis 1,70 € je kg zahlen musste. Argentinische Red Bartlett generierten kaum Zuspruch. Infolge einer massiv ausgedehnten Versorgung konnten die bisherigen Bewertungen nicht aufrecht erhalten werden. Nur in den seltensten Fällen wurden mängelfreie Produkte zu unveränderten Notierungen umgeschlagen. Italien dominierte die europäische Warenpalette mit Abate Fetel und Boscs Flaschenbirne. Belgien, die Niederlande und das Inland sendeten Conference. Bei einer ruhigen Unterbringung kletterten die Kurse ab und an mengeninduziert aufwärts. Aus Deutschland kamen zudem Xenia® (siehe Abbildung), die in München und Frankfurt in kleinem Umfang das Angebot abrundeten und zu ca. 1,80 € je kg abgesetzt wurden.

Tafeltrauben
Südafrika beherrschte, hauptsächlich mit Thompson Seedless und Crimson Seedless, das Geschehen. Erste Waltham Cross sowie African Delight tauchten im Wochenverlauf auf verschiedenen Märkten auf. Südafrikanische Bonheur werden in Kürze erwartet. Chilenische Abladungen belegten den zweiten Rang. Insbesondere wurden Sugraone und Thompson Seedless angeliefert, deren Präsenz deutlich anwuchs und die inzwischen sowohl in 4,5-kg-Kartons als auch in 8,2-kg-Steigen verfügbar waren. Peru und Indien hatten ergänzenden Charakter. Bei frühlingshafter Witterung verbesserte sich die Nachfrage ein wenig. Die Zufuhren hingegen vergrößerten sich kräftig, was sich aber nicht unbedingt negativ auf die Preise auswirkte. Hinsichtlich der Forderungen ließ sich keine allgemeingültige Tendenz ausmachen: Verteuerungen waren genauso verbreitet wie Vergünstigungen.

Kiwis
Italienische Chargen prägten das Geschäft, griechische komplettierten. Zudem standen französische Offerten bereit, für die man am meisten zahlen musste. Bei einem steten Interesse kam es bezüglich der Notierungen zu keinen wesentlichen Veränderungen. Nur in München verbilligten sich italienische Früchte, was deren Absatz bei fortgeschrittener Saison etwas beschleunigen sollte.

Orangen
Bei den spanischen Blondorangen dominierten mittlerweile die Spätsorten wie Navelate und Lane Late. Navelina verabschiedeten sich sukzessive aus der Vermarktung. Auch Salustiana aus Spanien und Marokko sowie Washington Navel aus der Türkei verloren an Wichtigkeit. Ägyptische Valencia Late rundeten das Angebot ab; erste türkische trafen ab Dienstag in München ein. Bei den Blutorangen beherrschte Italien mit Sanguinelli, Moro und Tarocco den Handel. In beiden Segmenten schränkte sich bei frühlingshafter Witterung die Nachfrage merklich ein. Dennoch wurden aufgrund einer reduzierten Verfügbarkeit die Bewertungen häufig konstant gehalten. Lediglich kleinere Kaliber, die vorwiegend für die Saftproduktion verwendet werden, musste man mancherorts günstiger abgeben. Für Partien mit abschwächender Qualität, die zum Beispiel in Frankfurt auftraten, stockte natürlich der Verkauf. In München wurden speziell für Blutorangen die Forderungen ein wenig zurückgenommen.

Kleinfruchtige Zitrusfrüchte
Bei den Mandarinen bestimmten spanische Anlieferungen das Geschehen. Hauptsächlich führte man Nadorcott zu; die Präsenz von Minneola verminderte sich zusehends. Fortuna und Hernandina hatten komplettierenden Charakter. Aus Israel stammten vorrangig Orri; Marokko stellte meist Nadorcott bereit. Die USA beteiligten sich mit Minneola am Geschäft, welche in Frankfurt 24,- € je 12-kg-Karton kosteten. Clementinen hatten nur eine sehr geringe Bedeutung: Letzte Mengen aus Spanien lud man in Köln ab. Der Bedarf begrenzte sich infolge der angestiegenen Temperaturen; eine Räumung gelang nicht immer. Dies konnten selbst Verbilligungen, die oft für Offerten mit nachlassender Kondition gewährt wurden, nicht verhindern.

Zitronen
Spanische Primofiori standen unverändert in genügendem Umfang zur Disposition. Aufgrund der steten Unterbringung blieb es in der Regel bei den etablierten Aufrufen. Lediglich in München musste ab Dienstag tiefer in die Tasche gegriffen werden. Türkische Produkte waren bloß in Berlin und München in überschaubaren Stückzahlen anzutreffen. Trotz eingeschränkten Interesses verharrten die Preise auf dem Niveau der Vorwoche.

Bananen
Die Bereitstellung aus den Reifereien stimmte mit der Nachfrage hinreichend überein. Sowohl bei den Erstmarken als auch bei den Zweit- und Drittmarken war die Versorgung lückenlos gewährleistet. Die bisherigen Bewertungen wurden nur selten angetastet. In Frankfurt und Köln gestaltete sich das Geschäft ab Donnerstag besonders gut. Jedoch konnte man ausschließlich in Köln daraufhin die Forderungen erhöhen; speziell bei den Zweit- und Drittmarken, die sich merklich verteuerten.

Blumenkohl
Frankreich dominierte. Die hauptsächlich auftretenden 6er-Steigen waren zu beträchtlich vorhanden, weshalb die Preise fast überall spürbar nachgaben. Einzig in Köln musste man mehr aufwenden. Für 8er-Aufmachungen sanken lediglich in Hamburg die Notierungen sukzessive. Für Chargen aus Italien kletterten die Kurse summa summarum aufwärts. Spanien ergänzte mit einem kleinen Angebot.

Salat
Eissalat traf ausschließlich und in üppigem, ausgeweitetem Umfang aus Spanien ein. Das freundliche Frühlingswetter vermochte den Absatz nur selten in Fahrt zu bringen. In diesem Fall waren für tagesfrische Anlieferungen jedoch Verteuerungen möglich. Ansonsten konnten wegen ungenügenden Zugriffs Vergünstigungen kaum vermieden werden, welche die Räumung mitnichten wesentlich beschleunigten. Kopfsalat stammte überwiegend aus belgischer und ansteigend aus niederländischer Gewächshausproduktion. Italien komplettierte das Sortiment mit ausgedehnten Abladungen. Dank einer stetigen Aufnahme hatten sich meistens stabile Bewertungen etabliert. Die spärlichen einheimischen Partien generierten infolge ihrer Exklusivität eine zurückhaltende Beachtung. Die Bunten Salate befanden sich offensichtlich im Brennpunkt des Geschehens. Diese Popularität sicherte konstante, manchmal anziehende Forderungen insbesondere für die italienischen Offerten, die französischen blieben dabei gelegentlich außen vor. Italienische Endivien, mit minimalen Verschmutzungen durch Erde und in exzellenter Qualität vorrätig, wurden annähernd zu den gleichen Konditionen wie in der Vorwoche verkauft. Feldsalat verbilligte sich für gewöhnlich. Gewaschene Erzeugnisse kosteten teilweise weniger als 10,- € je 2-kg-Abpackung.

Tomaten
Hauptsächlich die immensen Chargen aus Spanien gewährleisteten die reichliche Versorgung. Sendungen aus Marokko, der Türkei und den Niederlanden trugen in wichtigem Maß die Vermarktung mit. Italien und Belgien ergänzten neben knappen Zuflüssen aus Frankreich. Die Verfügbarkeit überragte insgesamt die Nachfrage. Die Notierungen tendierten vorrangig bei den südlichen Herkünften aufgrund unzulänglichen Interesses häufig nach unten, bei den mitteleuropäischen Importen verbuchten sie hingegen zum Freitag hin öfters einen positiven Trend. Ausschlaggebend verantwortlich für höhere Einstände zeichneten sich generell die verbesserten organoleptischen Eigenschaften. Freilich bremsten die Preise der belgischen und niederländischen Waren den Zuspruch der Kunden vielfach ab, sodass sich die Chancen der Konkurrenz vom Mittelmeer vergrößerten.

Gemüsepaprika
Spanien herrschte in den drei bedeutendsten Farbgruppen Grün, Gelb und Rot vor. Nachdem Güteprobleme vereinzelt niedrigere Erlöse verschuldet hatten, kletterten die Kurse spätestens zum Wochenende hin überall merklich nach oben. Die niederländischen Erzeugnisse verstärkten zwar ihre Präsenz, dennoch waren gewisse Begrenzungen bezüglich der Anlieferungen nicht zu leugnen. Somit wurden sie kontinuierlich teuer angeboten, analog zu den türkischen Mitstreitern, die ebenso in überschaubarer Menge eintrafen. Dies spielte den angewachsenen marokkanischen Partien in die Hände. Sie konnten schneller Fuß fassen und ihre Bewertungen bewegten sich in ähnlichem Rahmen aufwärts. Sporadisch traten inländische Früchte auf; diese riefen indes nur wenig Beachtung hervor.

Zwiebeln
Die das Geschäft mit Haushaltsware bestimmenden Offerten stammten vorrangig aus Deutschland. In minimalem Umfang rundeten in München österreichische und in Berlin niederländische Zufuhren ab. Bei einem ausgeglichenen, aber stetigen Vertrieb gab es hinsichtlich der Notierungen keinerlei Veränderungen. Und doch tat sich was: Mit Neuseeland startete die Übersee-Saison. Die ersten Importe wurden in der Sortierung 35 mm+ zu 22,50 € je 25-kg-Sack verkauft. Trotz der hohen Forderungen generierten sie dank ihrer mustergültigen Qualität einen ordentlichen Zuspruch. Bei ausschließlich aus Spanien vorrätigen Gemüsezwiebeln begann der Wechsel von Normal- zu Kühlhauslagerung. Daraufhin stiegen teilweise die Einstände um ca. 1,- € je 25 kg. Andererseits blieben die Preise aufgrund des fortlaufend ruhigen Bedarfs konstant.


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Frankfurt
Wegen des besseren Wetters wurde der Zugriff bei Erdbeeren freundlicher. Für niederländische Chargen musste man bis zu 3,80 € je 500 g zahlen. Südfranzösische Gariguette sollten in 250-g-Schalen 3,- € und in einlagig gesetzten 2-kg-Kisten sagenhafte 28,- bis 30,- € kosten. Zucchini wurden etwas teurer, Auberginen günstiger. Die Bewertungen für Lauch kletterten aufwärts. Eine regelrechte Kursexplosion erlebten Buschbohnen, hier mussten für den 5-kg-Karton bis zu 32,- € akzeptiert werden. Grüner Spargel in 500-g-Bunden aus Italien und Spanien wurde sehr zögerlich beachtet. Weißer Treibhausspargel aus den Niederlanden und Frankreich interessierte zum Wochenwechsel. Die ersten beiden am Donnerstag bereitgestellten Paletten mit einheimischem Spargel aus beheizter Kultur vermarktete man schnell. Die Kampagne von deutschem Bärlauch begann zu 12,- bis 13,- € je 1-kg-Kiste. Italienischer Mönchsbart wurde zu 20,- € je 5-kg-Kiste rege nachgefragt. Nach längerer Pause konnte man wieder marokkanische Pfifferlinge ordern, für je 1-kg-Korb mussten 29,- € aufgewendet werden.

Hamburg
Zu Steinobst aus Südafrika gesellten sich verstärkt chilenische Importe. Lediglich für Früchte mit festem Fleisch blieben die Notierungen unverändert. Die Abwicklung von vermehrt verfügbaren Erdbeeren aus Spanien nahm nur gemächlich Fahrt auf, da es den Produkten oftmals an Geschmack fehlte. Spärliche Partien aus Italien und den Niederlanden mit überzeugendem Aroma wurden flott umgeschlagen. Der Saisonstart für marokkanische Offerten erfolgte zu 3,- € je kg. Neuer violetter Spargel aus beheiztem niederländischem Anbau eröffnete zu 11,50 € je kg den diesjährigen Verkaufszeitraum. Aus dem westlichen Niedersachsen traf eine gleichmäßig aufgemachte weiße Probesendung zu 19,- € je kg ein. Das Volumen mit Dill aus Italien überforderte das Geschäft. Die Preise gaben nach. Für knappen Spinat derselben Herkunft zogen sie hingegen an.

Köln
Obwohl in Top-Güte, fanden überschaubare Erdbeeren aus spanischen und niederländischen Gewächshäusern kaum Interessenten. Das kleine Angebot an Steinobst aus Übersee ließ sich praktisch nicht unterbringen. Spargel aus den Niederlanden, dem Inland und Griechenland war eingeschränkt vorhanden: Auf die teuren Chargen wurde jedoch selten zugegriffen.

München
Die Mengen an Erdbeeren fielen nicht zu reichlich aus, was bei witterungsinduziert nicht unfreundlicher Beachtung zunächst zu festeren Bewertungen führte. Allerdings blieb anschließend die Nachfrage hinter den Erwartungen zurück, sodass die hauptsächlich spanischen und italienischen Früchte nur mit Vergünstigungen räumten. Die Notierungen von Ananas in den großen 5er- bis 7er-Sortierungen waren kontinuierlich hoch. Neben Wassermelonen aus Süd- und Mittelamerika hatten Importe aus dem Senegal eine gewisse Marktbedeutung. Die Abladungen mit portugiesischen sowie marokkanischen Himbeeren und Heidelbeeren verstärkten sich; sie komplettierten die dominierenden spanischen Erzeugnisse. Während es türkische Granatäpfel lediglich aus Speziallagern und meist in Schutzfolien verpackt gab, standen aus Peru schon wieder frisch geerntete Partien bereit. Die Versorgung mit Spargel nahm sehr langsam zu. Die Preise für inländische Offerten aus beheiztem Anbau verharrten auf bisherigem Niveau. Aus Griechenland kamen mittlerweile grüne Stangen. Mit einer ausgedehnten Verfügbarkeit an loser wie auch Bundware wird ab der 12. KW gerechnet. Bundzwiebeln aus Italien zeigten sich in ansprechender Qualität, sodass erste Pfälzer Anlieferungen noch nicht disponiert wurden. Erster süddeutscher Bärlauch erweiterte die Produktpalette.

Berlin
Das Angebot an griechischem Spargel wuchs im Wochenverlauf leicht an. Die weißen Stangen kosteten ca. 10,- € je kg. Vereinzelt trafen inzwischen einheimische Chargen ein, für die etwa 19,- bis 20,- Euro je kg gezahlt werden musste. Aufgrund dieser stolzen Kurse hielt sich das Interesse aber in Grenzen.

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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE
Copyright © fruchtportal.de

Veröffentlichungsdatum: 19.03.2015

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin