Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

BLE-Marktbericht KW 05 / 15 - Obst - Gemüse - Südfrüchte

05. Februar 2015

Orangen: Blondorangen wurden von spanischen Abladungen beherrscht. Die deutlich überwiegenden Navelina ergänzte man mit Salustiana und Navel. Die Verfügbarkeit dehnte sich aus durch ansteigende Importe von marokkanischen Salustiana. Italien schickte vorrangig Navelina, Griechenland abrundend Navelina und die Tükei Washington Navel. Ägypten startete in die Saison von Valencia Late mit Teleskopkartons zu 80 Stück je Abpackung. Da sich Angebot und Nachfrage meistens die Waage hielten, sahen die Händler kaum Anlass, die Bewertungen zu modifizieren. Leicht schälbare große Kaliber generierten anwachsende Beachtung, sodass hier manchmal Verteuerungen möglich waren. Die nicht sehr reichliche Versorgung mit Blutorangen gründete vor allem auf der steten Bereitstellung aus Italien. Moro und spärliche Tarocco notierten ähnlich wie bisher. Für spanische Cara Cara bewegte sich der Zuspruch in engem Rahmen. Versorgungsbedingte Verbilligungen verbesserten den Zugriff. Erste Sanguinelli aus Spanien kosteten bis zu 18,- € je 10 kg.

Äpfel
Nach wie vor drängten üppige Mengen aus inländischer Erzeugung auf den Markt. Jedoch konnte man Anzeichen von Einschränkungen erkennen. Die flotten Verkäufe der letzten Wochen hatten einiges an Druck aus den Lägern genommen, wenngleich es für den Norden noch keine wirkliche Entwarnung gab. Zur Zeit präsentierte sich das Interesse eher von seiner ruhigen Seite, aber es genügte in der Regel, um hauptsächlich stabile Kurse zu sichern. Vereinzelte Varietäten wie Topaz oder Idared verbuchten zuweilen Abschläge. Höhere Aufrufe wie bei Boskoop oder Elstar basierten weitgehend auf begrenzten Zuflüssen. Italien und Frankreich komplettierten den Vertrieb in übersichtlichem Umfang. Wegen der überschaubaren Warenpalette veränderten sich die Preise der italienischen und französischen Offerten nur unwesentlich. Spanien, seit längerem ausschließlich in Frankfurt vorrätig, hatte sich inzwischen aus dem Geschäft verabschiedet.

Birnen
Italien dominierte ohne Unterlass: Abate Fetel und Santa Maria rangierten vor Boscs Flaschenbirnen und Williams Christ. Aus inländischem Anbau stammten Alexander Lucas und Conference; saisonbedingt neigte sich ihre Verfügbarkeit sukzessive dem Ende zu. Der Handel gestaltet sich generell relativ freundlich. Bei bedarfsorientierter Versorgung zeigten die Notierungen überwiegend ein konstantes Bild. Aufgrund guter Absatzchancen nach Osteuropa verteuerten sich in Hamburg niederländische Conference. Und in München zogen die Einstände italienischer Produkte an, was ansteigende Forderungen initiierte. Die südafrikanische Kampagne startete mit Bon Chretien. In den Kalibern 65/70 und 70/75 mm waren diese zu 70 oder 80 Stück gepackt und erzielten maximal annähernd 16,- € je 12,5-kg-Karton.

Tafeltrauben
Die südafrikanischen Abladungen prägten das Geschäft. Im anwachsenden Maß erhielten sie Unterstützung durch namibische Importe. Peru verlor etwas an Boden. Erstmalig traten Evans Delight aus Südafrika auf, die mit ihrer intensiven blauen Färbung beeindruckten. Trotz der bescheiden ausfallenden Nachfrage hatte man im Allgemeinen ein vielfältiges Sortiment bereitgestellt, insbesondere bei den hellen und roten Formen. Selten, und höchstens bei hervorragenden Erzeugnissen, verblieben die Kurse auf einem stabilen Niveau. Während sich die Bewertungen in Köln nur moderat verschoben, brachen sonstwo die Preise teils beträchtlich ein. Zum einen fußte das auf drängenden Mengen, zum anderen auf abschwächenden Qualitäten der südafrikanischen Ware. Dunkle Varietäten flossen übersichtlicher zu, konnten sich daher Verbilligungen meist verweigern.

Kiwis
Die beherrschenden italienischen Partien trafen in gelegter und in loser Form ein. Marktweise hatten jedoch auch griechische Anlieferungen eine erhebliche Bedeutung, ungeachtet der Tatsache, dass sie mit ihren organoleptischen Merkmalen nicht immer hinlänglich punkten konnten. Französische Offerten wurden nicht so reichlich vorwiegend in 3-kg-Steigen angeboten. Die Forderungen veränderten sich nicht wesentlich, gründeten auf einer festen Basis, da die Verfügbarkeit mühelos den Bedarf abdeckte. Wegen begrenzter Zufuhr bewegten sich die Notierungen der französischen und der griechischen Früchte zuweilen minimal nach oben. Bei aufgebauten Überhängen wurden einzig die Chargen mit zu weichem Fleisch billiger. Goldkiwi fanden wenig Zugang in den Verkauf, da sie offensichtlich mehr kosteten als ihre grünen Verwandten.

Kleinfruchtige Zitrusfrüchte
Die enormen Abladungen an spanischen Clementinen waren das Maß der Dinge, gleichwohl sie sich augenscheinlich reduziert hatten. Neben Clemenules gab es Clemenlate und die späten Hernandina, diese oft in 6- und 8-kg-Abpackungen. Sie überzeugten in der Regel sämtlich mit ansprechenden Eigenschaften, sodass der Handel freundlich verlief. Marokko versuchte neben der italienischen Konkurrenz verstärkt Fuß zu fassen mit Nour. Die Varietätenpalette an Mandarinen dehnte sich offensichtlich aus. Aus Spanien importierte man vorrangig Nova sowie saftige Nadorcott. Israel sendete fortwährend und dabei in ansteigenden Zahlen Orri, die inzwischen in verschiedenen Kalibern auch günstiger geordert werden konnten. Die Türkei zeichnete sich verantwortlich für Minneola, die nicht viel Interesse weckten, sowie für Nadorcott. Die Kunden fokussierten sich gerne auf den oberen Markensektor. Infolge des beständigen Warenabflusses verbuchten die Kurse generell ein recht stabiles Niveau. Die neuen Sortenankünfte wurden dank ihrer verlockenden Frische häufig etwas höher bewertet als die etablierten Produkte. Bei sporadischen Konditionsschwächen zeigte man sich mittels analoger Verbilligungen großzügig, sodass auch hier der Vertrieb gelang.

Zitronen
Spanische Primofiori herrschten in aller Deutlichkeit vor, waren auf zwei Märkten sogar die einzigen Angebote. Ansonsten komplettierten türkische Interdonato in sehr geringem Umfang. Zudem trafen erste Lamas aus der Türkei ein, die aufgrund der kleinen Mengen jedoch keine ernstzunehmende Alternative darstellten. Die Versorgung korrelierte mit einer kontinuierlichen Nachfrage. Daraus resultierten weitgehend stabile Notierungen

Bananen
Die Verfügbarkeit hatte sich gegenüber der 4. KW eingeschränkt. Das Interesse an den Erstmarken war nicht sonderlich ausgeprägt, sodass sich für Verteuerungen kaum eine Chance eröffnete. Mancherorts wurden deshalb verstärkt die günstigeren Zweit- und Drittmarken präferiert, die daraufhin einen Aufpreis geltend machen konnten.

Blumenkohl
Frankreich und Italien stellten mit nahezu identischen Mengen fast das komplette Aufkommen bereit und Spanien ergänzte. Die Ankünfte hielten sich im Rahmen. Französische Ware wurde zwar unter Berücksichtigung der Vorwoche etwas moderater bewertet, es musste aber dennoch recht tief in die Tasche gegriffen werden. Spanische und italienische Produkte waren im Vergleich dazu billiger zu erwerben. Die gesamte Nachfrage blieb begrenzt.

Salat
Spanien hatte mit seinem Eissalat die Marktführerschaft. Die Verfügbarkeit fiel üppig aus. Jedoch zeigte sich die Räumung, trotz wiederholter Preisreduzierungen, als schwieriges Unterfangen. Kopfsalat stammte hauptsächlich aus Belgien und Italien. Da nicht allzu viele Partien eintrafen, hatten die Aufrufe weitgehend Bestand. Das Geschäft kam nur zögerlich in Schwung. Für belgische Abladungen musste mehr aufgewendet werden als für italienische. Endivien aus Italien wurden flott umgesetzt und es gab keinen Grund, weniger als bisher zu verlangen. Die Unterbringungsmöglichkeiten von Bunten Salaten französischer und italienischer Herkunft waren limitiert. Zudem setzte der kontinuierliche Nachschub aus italienischen Anbaugebieten die etablierten französischen Angebote unter Druck und deren Kurse begannen zu bröckeln.

Gurken
Schlangengurken aus Spanien waren dominant. Griechenland befand sich auf dem zweiten Rang. Die Niederlande und Frankreich ergänzten. Die spanischen Einheiten ließen bezüglich der Güte nichts zu wünschen übrig und bei überwiegend festen Forderungen stand einer zügigen Veräußerung nichts im Wege. Für griechische Erzeugnisse wurden am ersten Tag recht satte Einstände geltend gemacht. Daraufhin schränkte sich das Interesse der Kunden ein und die Offerten verbilligten sich. Minigurken aus türkischen und spanischen Provenienzen blieben knapp. Aus einer kontinuierlichen Nachfrage resultierten in der Regel stabile Notierungen. Hier und dort konnte bei einem deutlichem Versorgungsengpass mehr geltend gemacht werden.

Tomaten
Spanische Rispentomaten nahmen die Spitzenposition ein. Die Türkei hatte den nachfolgenden Platz besetzt. Die Aufrufe wurden zwar stellenweise im Wochenverlauf etwas nach unten revidiert, bewegten sich aber nach wie vor auf einer hohen Ebene. Niederländische Ankünfte sah man nur sehr begrenzt und es fanden sich genügend Abnehmer. Lediglich in Frankfurt hielt sich das Interesse in zu engem Rahmen. Spanien spielte auch bei den Runden Tomaten die Hauptrolle, während Marokko mengenmäßig dahinter zu finden war. Die hohen Bewertungen verhinderten eine schnelle Räumung. Ab und an hatten spanische Früchte eine mangelhafte Ausfärbung, was den Handel ebenfalls bremste. Kirschtomaten wurden vorherrschend von Italien, Spanien und den Niederlanden beigesteuert. Die Kurse zeigten gewisse Schwankungen, wobei die Notierungen am Freitag wieder etwas nach unten tendierten. Sporadisch präsentierte sich neuerdings Ware aus Belgien, Marokko und dem Senegal.

Gemüsepaprika
Bei den Standardfarben gab Spanien den Ton an. Die Türkei war mit grünen und roten Partien relativ häufig anzutreffen; gelbe kamen in überschaubarem Rahmen aus Israel. Spanische Chargen, insbesondere die grünen und roten, wiesen merkliche Kursschwankungen auf, die einen Trend nach unten erkennen ließen. Gelbe Früchte blieben wegen ihrer Limitierung in dieser Hinsicht stabil, bisweilen war ein Aufschlag realisierbar. Türkische Importe verharrten mancherorts in ihren bisherigen Forderungsspannen; hier und dort konnten sie sich aber auch daraus befreien und zulegen. Die raren orangen Sorten spielten in einer anderen Preisliga und mussten teuer bezahlt werden.

Zwiebeln
Spanische Gemüsezwiebeln starteten etwas günstiger als zuvor in die neue Woche und wurden kontinuierlich geordert. In der Regel konnte aufgrund des zügigen Abflusses von Montag bis Freitag dasselbe gefordert werden. Lediglich in Berlin wurde mehr verlangt. Haushaltszwiebeln aus deutschem Anbau erfreuten sich eines regen Zuspruchs und die Aufrufe zeigten kaum einen Hang zur Bewegung. Sporadisch sah man italienische, niederländische und ägyptische Abladungen.


Weitere Informationen

Frankfurt
Nochmals trafen größere Mengen an spanischen Kakis am Platz ein. Erste israelische Sharon ergänzten. Die Bewertungen von Ananas stiegen im Verlauf der Tage auf bis zu 16,- € je Karton mit 5/6 Stück. Der Abverkauf von argentinischen und südafrikanischen Pflaumen gelang gut, andere Steinfrüchte hingegen fanden kaum Anklang. Erdbeeren aus Äthiopien, Marokko und Spanien räumten langsam, aber stetig. Die Versorgung bei Himbeeren fiel nicht umfangreich aus. So konnten für überseeische Offerten bis zu 3,- € je 125-g-Schale, für marokkanische und spanische 1,80 bis 2,20 € je 125 g erzielt werden. Deutscher Wirsing war knapp und trotz kleiner Köpfe teuer. Nach einem kurzen Ausreißer nach oben verbilligte sich Weißkohl bis zum Wochenschluss wieder. Für Zucchini musste weiterhin tief in die Tasche gegriffen werden, ein Ende der Hochpreisphase schien nicht in Sicht. Auch für Auberginen sollte man ebenso viel Geld bezahlen, was mit sofortigem Nachfrageverzicht beantwortet wurde. Schöne Radieschen waren gesucht, für italienische Partien mit frischem grünem Laub legte man gerne bis zu 0,67 € je Bund an, für Treibhauserzeugnisse aus den Niederlanden sogar bis zu 0,80 € je Bund.

Hamburg
Erdbeeren aus Griechenland eröffneten die Saison zu 1,- € je 250-g-Schale. Von Geschmack und Optik her konnten die Muster mit den anwachsenden Sendungen aus Spanien schritthalten. Massive Abladungen an Granatäpfeln mit enormen Kalibern aus der Türkei erwiesen sich nur in vernünftiger Qualität als rentabel. Für rare ausgezeichnete Nektarinen und Pfirsiche aus Südafrika musste mehr aufgewendet werden. Die Konditionsprobleme von Limetten aus Brasilien machten sich auch monetär bemerkbar. Während Auberginen von der iberischen Halbinsel ihrem üppigen Aufkommen Tribut zollten und sich vergünstigten, ließ man bei lukrativen Ankünften aus der Türkei nicht mit sich reden.

Köln
Nachfrageinduziert verharrten die Bewertungen für spanische Erdbeeren unter Druck. Nordafrikanische Ware traf nur in spärlichen Mengen ein. Bei kühl-nasser Witterung wurden auch die übrigen Beeren aus Europa und Südamerika nur sehr dosiert zugeführt, was die Kurse stützte bzw. mitunter minimal nach oben trieb. Steinobst fand ebenso schwer eine Aufnahme und war daher nur wenig am Platz vorhanden. Grapefruits aus den USA, Israel, Spanien und der Türkei in weiß und rosé hatten es dagegen ungleich leichter, was sich in stabilen Preisen niederschlug. Die Versorgung mit Limetten erfolgte aus Mexiko und Brasilien. Ansprechende Granatäpfel wurden verschiedentlich aus Israel offeriert. Im Gemüsesektor stachen weiterhin Zucchini durch hohe Forderungen hervor. Die bisherigen absoluten Spitzen nicht mehr erreichend, bewilligte man für spanische Produkte zum Ende der 5. KW noch immer bis zu 21,- € je 5 kg. Auberginen verkauften sich am 30.01. etwas billiger auf einer Basis von 12,50 bis 13,50 je 5 kg. Kohlrabi aus Italien und in kleinen Anteilen aus Spanien wurde in 20er- und 25er-Aufmachung angedient und ruhig beachtet. Für italienischen Dill schmolzen die Notierungen am oberen Rand ihrer Skala wieder marginal ab. Lose Möhren verteuerten sich angebotsorientiert. Rosenkohl stand in einigermaßen genügenden Kapazitäten aus dem Inland, den Niederlanden und Belgien zur Verfügung. Auch der Marktzufluss von Pastinaken und Wurzelpetersilie blieb gesichert.

München
Neben den etablierten südamerikanischen Wassermelonen begann die Saison für afrikanische Ware: Erste senegalesische Ankünfte waren allerdings recht teuer und bei winterlicher Witterung nicht sehr lukrativ. Galia-Melonen und Cantaloupe-Melonen aus Südamerika veräußerte man wie brasilianische Limetten günstiger. Das Interesse für Erdbeeren fiel bescheiden aus. Daher konnten die Obergrenzen der Preise meist nicht gehalten werden. Qualitativ verbesserte spanische Erzeugung verengte die Spanne von unten her; im Wochenendgeschäft machten sie aufgrund knapper Anlieferungen jedoch einen Sprung nach oben. Mexikanische sowie ergänzende marokkanische und spanische Himbeeren präsentierten sich vorübergehend blasser. Dank geringer Bereitstellung waren bei den Bewertungen keine größeren Kompromisse notwendig. Nicht üppig vorrätige Zucchini und Auberginen notierten konstant. Italienische Petersilie verbilligte sich. Dill aus Italien traf in stark divergierender Güte ein.

Berlin
Erdbeeren aus Spanien waren weiterhin am Markt verfügbar. Da man die Zufuhren aber nicht hinlänglich auf die Nachfrage abgestimmt hatte, änderten sich die Kurse fast täglich. Zum Freitag lagen sie daher bei ca. 4,80 € je kg. Für Artischocken aus Spanien und Italien sowie für Zucchini mussten die Kunden mehr als bisher bezahlen, da die Mengen nicht den Bedarf decken konnten. Die Importe an Auberginen aus Spanien und Italien wuchsen etwas an, sodass die hohen Forderungen der 4. KW abgesenkt wurden.

Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.


Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE
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Veröffentlichungsdatum: 05.02.2015

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin