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Interview: Partnerland Portugal - Geschäfte für mehr als 100 Millionen Euro auf der Fruit Logistica

05. Februar 2015

"Die jährlichen Agrarexporte Portugals haben ein Gesamtvolumen von rund einer Milliarde Euro. Wir gehen davon aus, dass mehr als 10 Prozent des Umsatzes, also gut 100 Millionen Euro, durch die Anbahnung von entsprechenden Verträgen auf der Fruit Logistica generiert werden". (Gonçalo Andrade, Vize-Präsident und CEO von Portugal Fresh).

portugal Gonçalo AndradeGonçalo Andrade ist Vize-Präsident und CEO von Portugal Fresh. Die Marketinggesellschaft zur Förderung des Absatzes von Früchten, Gemüse und Blumen organisiert den Messeauftritt des diesjährigen Partnerlandes der Fruit Logistica.

Portugal, als Partnerland der Fruit Logistica, ist in diesem Jahr größer vertreten als jemals zuvor. Mit welchen Erwartungen gehen Sie in die Messe?
Wir sind sehr stolz das offizielle Partnerland zu sein. Wir haben unsere übliche Standfläche verdoppelt und erwarten, dass die Aussteller gute Abschlüsse tätigen werden. Das ist auch der Grund, weshalb wir in jedem Jahr nach Berlin kommen, um hier Geschäfte zu machen.
 
Portugal Fresh ist jetzt fünf Jahre alt, welche Ziele haben sie inzwischen erreicht und wie hat sich der Markt entwickelt?
Wir haben 2010 begonnen und es war erstaunlich zu sehen, wie die portugiesischen Unternehmen zahlreiche Herausforderungen gemeistert haben. Unser Verband hat sehr erfolgreich Maßstäbe gesetzt und hat das Geschäftsvolumen der Branche erhöht. Wir beteiligen uns mit einer Vielzahl von Firmen an den großen Veranstaltungen der Branche. Dadurch können die Unternehmen mehr Geschäfte abschließen. Wir haben neue Märkte erschlossen, wie zum Beispiel in der Vereinigten Arabischen Emirate sowie in einigen Bereichen in Asien. Das Geschäft mit Brasilien haben wir konsolidiert. Der Hauptmarkt für Portugal ist Europa. Die FRUIT LOGISTICA ist sehr wichtig für uns, denn Deutschland ist ein Schlüsselmarkt für die Rocha-Birne und andere Produkte. Bisher exportieren wir nur drei Prozent unserer Früchte und unseres Gemüses nach Deutschland. Diesen Anteil wollen wir deutlich erhöhen.
 
Welchen Stellenwert hat die Messe für die portugiesischen Aussteller aktuell?
Vor der Gründung von Portugal Fresh waren die portugiesischen Firmen nur mit kleinen Ständen auf der FRUIT LOGISTICA vertreten. Heute stellt sich unser Land ganz anders dar. Die Kunden beginnen, unseren Produkten mehr Aufmerksamkeit zu schenken und wir können ihnen deren Vorzüge besser erläutern. Die jährlichen Agrarexporte Portugals haben ein Gesamtvolumen von rund einer Milliarde Euro. Wir gehen davon aus, dass mehr als zehn Prozent des Umsatzes, also gut 100 Millionen Euro, durch die Anbahnung von entsprechenden Verträgen auf der FRUIT LOGISTICA generiert werden.
 
Vor einem Jahr haben Sie angekündigt, dass Portugal neue Absatzmärkte in Afrika und Südamerika erschließen möchte. Wie haben sich die Dinge seitdem entwickelt?
Afrika ist immer eine Herausforderung. Wir nutzen unsere Kontakte nach Angola und Mosambik, die noch immer stark portugiesisch beeinflusst sind. Wir glauben sehr an die Möglichkeiten, die sich aus dem Handel von Obst und Gemüse in Afrika ergeben. Es ist jedoch nicht einfach diesen Handel in Afrika zu betreiben, vor allem aufgrund der langen Transportwege. Diese stellen das Hauptproblem beim Handel mit Gemüse in Afrika dar. Beim Obst besteht dieses Problem nicht, da es hauptsächlich auf dem Seeweg und damit schneller befördert werden kann. Brasilien ist unser Hauptmarkt für Rocha-Birnen. Auch die Nachbarländer werden in den nächsten Jahren für uns an Bedeutung gewinnen. Derzeit exportieren wir beispielsweise nur Äpfel nach Kolumbien und sind daher bemüht noch mehr Produkte zu überführen.

www.fruitlogistica.de

Quelle: Messe Berlin/Fruit Logistica 2015

Veröffentlichungsdatum: 05.02.2015

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Partnerland, Portugal, Geschäfte, Millionen, Euro, Fruit Logistica