Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

BLE-Marktbericht KW 04 / 15 - Obst - Gemüse - Südfrüchte

29. Januar 2015

Tafeltrauben: Südafrika beherrschte das Geschäft und trat überwiegend mit Prime Seedless, Flame Seedless und Thompson Seedless in Erscheinung. Auch aus Namibia kamen vorrangig diese Varietäten, komplettiert von Sugraone und Dan Ben Hannah. Die Präsenz peruanischer und brasilianischer Früchte verringerte sich immer mehr; die Zufuhren hatten nur ergänzenden Charakter. Abgerundet wurde das Angebot durch erste spärliche argentinische Chargen, die es in Hamburg gab. Die Verfügbarkeit dehnte sich generell aus und genügte problemlos, um das Interesse zu stillen. Die Nachfrage war nicht besonders freundlich: Der Handel gestaltete sich ruhig. Die Notierungen veränderten sich bloß leicht. So bröckelten sie in München und Frankfurt zum Wochenende hin ab, während sie in Köln, Hamburg und Berlin eine gewisse Konstanz aufwiesen. In der Hansestadt konnten aber lediglich Produkte mit großen Beeren die bisherigen Kurse bestätigen.

Äpfel
Deutschland bestimmte mit Elstar, Jonagold und Braeburn das Geschehen, von dem sich Rubinette und Boskoop nach und nach verabschiedeten. Italien beteiligte sich speziell mit Golden Delicious, Granny Smith und Braeburn an der Vermarktung. In München tauchten schwach ausgefärbte lose Golden Delicious auf, die mit 0,50 € je kg sehr günstig waren. In Berlin trafen vereinzelt Ambrosia ein, die ca. 2,- € je kg kosteten. Französische Jazz und Granny Smith vervollständigten die Warenpalette ebenso wie niederländische Jonagold und spanische Golden Delicious. Die Anlieferungen schränkten sich zwar ein wenig ein; aufgrund der üppigen Versorgung konnten jedoch alle Kundenwünsche erfüllt werden. Die Unterbringung verlief trotz nasskalten Wetters stetig. Die Forderungen wurden in den seltensten Fällen angetastet. So verteuerten sich in Frankfurt einheimische Partien aus CA-Lagern. In Hamburg stiegen die Bewertungen für italienische Tenroy mengeninduziert an.

Birnen
Italien dominierte mit Abate Fetel, Santa Maria und Boscs Flaschenbirne. Erste Rosada traten in München in Erscheinung und ersetzten zunehmend Rote Williams Christ. Während inländische Alexander Lucas an Bedeutung verloren, konnte vermehrt auf niederländische Conference zugegriffen werden. Aus den USA kamen Anjou, die aber wegen ihres hohen Preises kaum beachtet wurden. Bei einer insgesamt verringerten Bereitstellung, die sich häufig an der Nachfrage orientierte, verharrten die Kurse oftmals auf bisherigem Niveau.

Kiwis
Italienische und griechische Offerten prägten den Handel, welchen teurere französische Chargen komplettierten. Die Vermarktung verlief ruhig, sodass sich bei leicht ausgedehntem Sortiment die Notierungen nicht wesentlich veränderten.

Orangen
Im Bereich der Blondorangen gab Spanien mit Navelina und Salustiana den Ton an. Türkische Washington Navel spielten eine gewichtige, griechische Navel sowie italienische Navelina eine ergänzende Rolle. Bei den Blutorangen beherrschte Italien mit Moro und Tarocco das Geschehen. Spanische Cara Cara tauchten ebenfalls auf und rundeten die Warenpalette ab. In beiden Segmenten konnte das Geschäft generell als freundlich und kontinuierlich beschrieben werden. Dessen ungeachtet tendierten die Preise summa summarum ein wenig abwärts. Insbesondere bei kleineren Kaliber musste man Vergünstigungen akzeptieren.

Kleinfruchtige Zitrusfrüchte
Bei Clementinen bestimmte Spanien mit großem Abstand die Vermarktung. Italienische und marokkanische Abladungen komplettierten hier und da das Sortiment. Die Präsenz türkischer Satsumas verminderte sich enorm. Bei Mandarinen konnte vermehrt auf spanische Clemenvilla und Nadorcott zugegriffen werden. Auch israelische Orri gewannen an Bedeutung. Marokkanische Nour sowie italienische Tacle trafen eher selten ein. Bei einer Versorgung, die ab und an die Unterbringungsmöglichkeiten überbot, konnten bröckelnde Kurse nicht immer vermieden werden. Speziell bei Offerten mit auftretenden Konditionsproblemen, wie in Köln, musste man die Forderungen senken. Lediglich in Berlin und München verblieben die Bewertungen auf bisherigem Niveau, eine mängelfreie Güte vorausgesetzt.

Zitronen
Spanische Primofiori befanden sich vor türkischen Interdonato auf dem ersten Platz. Die Verfügbarkeit schränkte sich zwar ein, sie genügte dennoch, um das kontinuierliche Interesse zu stillen. Preisliche Veränderungen waren die Ausnahme: Bloß in Hamburg stiegen die Notierungen für spanische Partien an.

Bananen
Der Markt war generell hinlänglich versorgt. Das Geschäft ging ruhig, in der Regel jedoch stetig vonstatten. Die Bewertungen verharrten überwiegend auf dem Niveau der Vorwoche. In Hamburg hatte man ursprünglich leichte Verteuerungen angestrebt. Die üppigen Anlieferungen machten es aber unmöglich, dieses Ansinnen durchzusetzen. In München wurden die Einstandsforderungen für alle Marken um ca. 1,- € je Kollo angehoben. In Frankfurt hielt man ab Mittwoch vermehrt Drittmarken im Angebot vorrätig.

Blumenkohl
Ein kontinuierlicher Warenzufluss aus Frankreich komplettierte die deutlich dominierenden Importe aus Italien. Die Verfügbarkeit bewegte sich weiterhin in einem eher eingeschränkten, wenn auch minimal ausgedehnten Rahmen. Die bisherigen hohen Notierungen blieben von Dauer. In der Folge schwächelte die Nachfrage etwas, sodass die Abnahme kaum noch zufriedenstellend ausfiel. Wollte man reichlich verkaufen, konnten Vergünstigungen schwerlich vermieden werden; zumal sich aufgrund des bescheidenen Zugriffs Überhänge aufbauten, die schnell an Qualität verloren.

Salat
Das Gros von Eissalat hatte seinen Ursprung in Spanien. Die verstärkten Mengen konnten nicht mehr die vorangegangenen Kurse erzielen, da sich eine restlose Räumung immer problematischer gestaltete. Belgien und Italien hatten in annähernd identischem Umfang viele Einheiten Kopfsalat abgeladen, während Frankreich und die Niederlande ergänzten. Stabile Preise waren die Regel. Hier und dort wurden die Produkte verbilligt, insbesondere sofern sich Gütemängel abzeichneten. Endivien aus Italien standen in hinlänglichen Stückzahlen zur Disposition. Bei einer freundlichen Beachtung gab es keine Veranlassung, die Aufrufe der 3. KW zu revidieren. Bunte Salate aus Frankreich wurden wegen ihres ansehnlichen Erscheinungsbildes meist fest bewertet. Eine Alternative fand sich bei den kleineren Köpfen aus Italien, für die deutlich weniger aufzuwenden war.

Gurken
Schlangengurken aus Spanien spielten die Hauptrolle. Griechenland hatte mit merklich geringerem Sortiment den zweiten Rang eingenommen. Sporadisch beteiligten sich die Niederlande. Die spanischen Offerten waren gegenüber der Vorwoche etwas limitiert vertreten, sodass die ein oder andere Verteuerung realisiert wurde. Von diesem Aufwärtstrend konnten die bisher recht günstig angebotenen griechischen Importe profitieren, zumal die Qualität stimmte. Bei den Minigurken, vorwiegend aus der Türkei und den Niederlanden, blieben die Forderungen nahezu unverändert. Nur in Köln waren türkische Anlieferungen am Freitag erheblich günstiger zu erwerben.

Tomaten
Spanien konnte die meisten Rispentomaten beisteuern. Die Türkei und die Niederlande folgten auf den nächsten Plätzen. Belgien und Italien komplettierten. Runde Tomaten aus Spanien befanden sich im Fokus. Marokko hatte dagegen wenig anzubieten. Kirschtomaten kamen überwiegend aus Italien, den Niederlanden und Spanien. Fleischtomaten stammten häufig aus Belgien und Spanien. Die gesamte Verfügbarkeit war nicht gerade großzügig ausgelegt und die Notierungen zeigten tendenziell nach oben. Das Interesse schränkte sich daraufhin ein, da auch die Ausfärbung nicht immer befriedigte. Ausschließlich bei türkischen und italienischen Rispentomaten gab es in dieser Hinsicht keinen Grund zur Kritik. Bei den Fleischtomaten hemmten mancherorts überreife Erzeugnisse den Handel; selbst Verbilligungen führten zu keiner spürbaren Belebung.

Gemüsepaprika
Spanische Anlieferungen herrschten vor. Sie fielen in der Regel nicht so üppig aus, dass die ergänzend bereitgestellten Mengen aus der Türkei, Griechenland, Marokko sowie Israel ausreichten, den Bedarf vollends zu decken. Spätestens ab der Wochenmitte bewegten sich die Kurse sukzessive nach oben. Diese Entwicklung zeichnete sich für alle Farbgruppen spanischen Ursprungs gleichermaßen ab, wobei rote und insbesondere orange Früchte am teuersten verkauft wurden. Die Mitstreiter aus den übrigen Mittelmeerregionen profitierten von diesem Prozess: Auch ihre Bewertungen stiegen an. Einzig Köln war eine Ausnahme. Hier genügte die Versorgung. Signifikante Preismodifikationen blieben daher für gewöhnlich aus, standen lediglich im Zusammenhang mit unzulänglicher Qualität.

Zwiebeln
Den Handel mit spanischen Gemüsezwiebeln und inländischer Haushaltsware prägte eine unaufgeregte Monotonie. Die Erzeugnisse ansprechender Güte flossen in dem Umfang zu, wie sie die besonnene Nachfrage kontinuierlich abgriff. In Folge dieser Balance traten bei den Notierungen kaum wesentliche Änderungen auf.


Weitere Informationen

Frankfurt
Die Präsenz spanischer Erdbeeren nahm immens zu. Das geringe Interesse führte zu Vergünstigungen; so offerierte man 250-g-Schalen zu 0,75 €. Am Freitag erweiterten marokkanische Importe die Produktpalette. Pflaumen aus Südafrika wurden durch Abladungen aus Argentinien ergänzt. Die Preise lagen bei beiden Herkünften mit 13,- € je 5 kg auf demselben Niveau. Reichliche italienische Artischocken in verschiedenen Aufmachungen veräußerte man im Schnitt zu 2,- € je kg. Da durch starken Frost ca. 40 % der Ernte verlorengingen, wurden spanische Partien zu stolzen 3,- € je kg abgewickelt. Auf bis zu 15,50 € je 5 kg stiegen die Kurse von Auberginen aus Italien, Spanien und Marokko. Für Zucchini verlangte man sogar bis zu 21,- € je 5 kg. Aufgrund der knappen Verfügbarkeit schreckten diese Bewertungen aber keineswegs ab.

Hamburg
Hervorragende Kirschen, Sweetheart und Lapins in der Größe 30 mm+ aus Neuseeland, starteten zu 48,- € je 2-kg-Karton in die Saison. Sehr ansehnliche neuseeländische Aprikosen kosteten 37,50 € je 3-kg-Verpackung mit 30 bis 36 Stück. Ein nicht so reibungslos verlaufender Wechsel des Anbaugebietes verteuerte peruanische Mangos. Für raren Löwenzahn und Radicchio aus Italien musste mehr als zuvor gezahlt werden. Der Angebotsengpass bei Auberginen und Zucchini aus Spanien wurde noch nicht kompensiert, sodass die Notierungen auf 15,- bzw. 20,- € je 5 kg anstiegen. Für vorschriftsmäßig sortierte Buschbohnen und Stangenbohnen aus dem Mittelmeerraum, dem Senegal und Marokko hob man die Forderungen an. Die nachlassende Qualität erschwerte die Unterbringung von inländischem und belgischem Lauch.

Köln
Obwohl ägyptische und spanische Erdbeeren gut ausgefärbt waren, fanden sie nur selten Anklang. Bei Maronen aus China und der Türkei verzeichnete man ein stetes Geschäft. Die Kurse für limitierte spanische, italienische und türkische Zucchini zogen sukzessive merklich an.

München
Das Interesse an Erdbeeren ließ weiter nach, weshalb sich tonangebende spanische sowie ergänzende marokkanische, italienische und griechische Chargen vergünstigten. Ananas waren vorübergehend knapp und teuer. Das umfangreiche Angebot an Mangos und Papayas überzeugte hinsichtlich der Qualität. Limetten kamen überwiegend aus Brasilien. Vergleichsweise wenig Präsenz zeigten europäische Avocados; bloß vereinzelt komplettierten spanische und griechische Produkte den von israelischen, chilenischen und südafrikanischen Partien dominierten Handel. Zu Höchstpreisen verkaufte man Zucchini; insbesondere für spanische und italienische musste mehr als zuvor gezahlt werden. Ähnlich verlief die Entwicklung bei Auberginen. Die Notierungen von Brokkoli verfestigten sich leicht. Die Anlieferungen von inländischem Wirsing schränkten sich ein und wurden zunehmend von italienischen und französischen ersetzt. Die Forderungen für Dill und Petersilie senkte man etwas.

Berlin
Südafrikanische Aprikosen und Pflaumen waren in größeren Mengen am Markt erhältlich. Aufgrund einer schwachen Nachfrage reduzierten sich die Bewertungen. Zum Wochenende kosteten Aprikosen daher nur noch 11,50 € je 4,75-kg-Karton und Pflaumen ca. 2,60 € je kg.

Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.


Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE
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Veröffentlichungsdatum: 29.01.2015

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin