Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

BLE-Marktbericht KW 02 / 15 - Obst - Gemüse - Südfrüchte

15. Januar 2015

Äpfel: Deutschland dominierte insbesondere mit Elstar, Golden Delicious, Jonagold und Braeburn das Geschehen. Golden Delicious, Granny Smith und Braeburn aus Italien spielten ebenso eine wichtige Rolle. Ergänzenden Charakter hatten französische Jazz und Pink Lady sowie niederländische Jonagold. Spanische Golden Delicious, Granny Smith und Camspur komplettierten in 4,5-kg-Kartons in Frankfurt das Sortiment. Generell gestaltete sich die Unterbringung zu Jahresbeginn ruhig und unaufgeregt. Die Nachfrage konnte in der Regel problemlos befriedigt werden. Zu wesentlichen Kursänderungen kam es nur vereinzelt: So verteuerten sich inländische Rubinette, die teilweise bis zu 40 % mehr kosteten als noch Ende 2014. Mancherorts verfestigten sich infolge einer abgeschwächten Präsenz auch die Bewertungen für einheimische Cox Orange, Elstar und Tenroy.

Birnen
Italien prägte für gewöhnlich das Geschäft: An der Spitze der Produktpalette befanden sich Abate Fetel, die reibungslos räumten. Rosada ersetzten zunehmend Santa Maria und Williams Christ, deren Verfügbarkeit sich merklich eingeschränkt hatte. In Frankfurt bestimmten die Niederlande den Handel: Für Gellert, Gute Luise und Vereinsdechant bezahlte man 0,85 bis 0,95 € je kg. Sweet Sensation wurden trotz des stolzen Preises von 13,- € je 7-kg-Karton flott umgeschlagen. Die Notierungen für Conference stiegen leicht an. Deutsche Partien, vorrangig Alexander Lucas und Conference, rundeten das Angebot in kleinen Mengen ab. Aus den USA tauchten Anjou auf: Die harten Früchte generierten in Berlin aber kaum Beachtung. In München verzichteten die Verkäufer auf die Disponierung, da die Abgangsforderungen zu hoch waren.

Tafeltrauben
Namibia und Südafrika beherrschten das Geschehen, welches peruanische und brasilianische Abladungen ergänzten. Die Anlieferungen genügten, um das Interesse problemlos zu stillen. Die nicht besonders starke Nachfrage konzentrierte sich vor allem auf helle, kernlose Offerten. Aufgrund einer zu reichlichen Versorgung mussten die Bewertungen oftmals gesenkt werden. Hinsichtlich ihrer Kondition nachlassende Chargen waren hiervon am meisten betroffen. Zum Saisonende schwand Europas Einfluss an der Vermarktung, lediglich Italien trat noch in geringem Umfang in Erscheinung.

Kiwis
Es konnte auf Hayward aus Italien, Griechenland und Frankreich und italienische Gold-Kiwi zugegriffen werden. Das Geschäft gestaltete sich in weiten Teilen ruhig. Bei einer Bereitstellung, die sich für gewöhnlich an den Unterbringungsmöglichkeiten orientierte, kam es bezüglich der Notierungen zu keinen wesentlichen Veränderungen.

Orangen
Bei Blondorangen gab es Navelina und Salustiana aus Spanien, Navel aus Griechenland und Italien sowie Washington Navel aus der Türkei. Südafrikanische Valencia Late und Delta Seedless spielten nur noch eine kleine Rolle. Bei Blutorangen standen italienische Moro und Tarocco inzwischen in größerem Umfang zur Verfügung; spanische Cara Cara komplettierten. Deren Ausfärbung hatte sich derweil merklich verbessert. Der Handel verlief unaufgeregt und die Nachfrage konnte mit Leichtigkeit gedeckt werden. Mancherorts versuchten die Verkäufer mittels verringerter Forderungen die Umschlagsgeschwindigkeit zu erhöhen, was ab und an auch gelang.

Kleinfruchtige Zitrusfrüchte
Bei Clementinen dominierten augenscheinlich spanische Clemenules vor italienischen und marokkanischen. Bei Satsumas bestimmte die Türkei alleinig das Geschäft. Mandarinen kamen vorrangig aus der Türkei: Neben Minneola stellte man Nadorcott bereit, die kaum Zuspruch generierten. Aus Israel stammten Orri, die in Frankfurt zu 2,80 € je kg veräußert wurden. Nach den Feiertagen begrenzten sich die Unterbringungsmöglichkeiten stark, daher fiel das breitgefächerte Angebot ab und an zu üppig aus. Die Kursspannen dehnten sich infolge des angewachsenen Sortimentes in beide Richtungen aus.

Zitronen
Überwiegend waren spanische Offerten anzutreffen, die sich eines steten Zugriffs erfreuten. Die Preise unterlagen hier und dort marginalen Veränderungen. Türkische Importe ergänzten und taten sich etwas schwer hinsichtlich der Vermarktung. Die Aufrufe dafür mussten nach unten korrigiert werden. In Frankfurt bereicherten Süßzitronen aus dem Iran das Sortiment, denen jedoch nur wenig Beachtung geschenkt wurde.

Bananen
Zum Auftakt des Jahres fiel die Nachfrage insgesamt schwach aus. Die Reifereien hatten aber ihre Abgänge rechtzeitig begrenzt, sodass sich der Handel entspannt gestaltete. Die Erstmarken verteuerten sich mancherorts geringfügig, während die Zweitmarken wie in der Vorwoche notierten. Bei den Drittmarken wurden günstigere Einstände an die Abnehmer weitergegeben.

Blumenkohl
Italien hatte die umfassendsten Mengen zu bieten und Frankreich befand sich auf dem folgenden Rang. Spanische Chargen wurden überschaubar zur Disposition gestellt. Im Allgemeinen war die Versorgung nicht immer gewährleistet und die Kurse zogen kontinuierlich an. Einzig in Köln genügten die Anlieferungen durchweg, weil das Interesse zurückhaltend blieb. Französische Produkte mussten dort qualitätsinduziert verbilligt werden; einwandfreie italienische Köpfe erzielten dagegen einen Bonus.

Salat
Eissalat aus Spanien konnte preislich einen deutlichen Zuwachs verzeichnen, da die Einheiten witterungsbedingt limitiert verfügbar waren und zudem problemlos räumten. Für italienische Endivien hielt sich die Nachfrage im engeren Rahmen, sodass hier geringere Aufschläge realisiert wurden. Kopfsalat, vorherrschend aus Belgien und Italien, war in eingeschränktem Umfang disponierbar. Die Bewertungen hatten eine feste Tendenz, wobei belgische Ankünfte auf höherem Niveau als die italienischen gehandelt wurden. Auch für die übersichtlichen Zufuhren aus den Niederlanden und Frankreich musste mehr angelegt werden als zuvor. Französische Abladungen hatten bei den Bunten Salaten die meisten Verkäufe vorzuweisen. Italien und Spanien sahen sich auf den nächsten Plätzen. Die Güte überzeugte in der Regel und bei einer freundlichen Aufnahme sah man keine Veranlassung für Vergünstigungen. Für spanische Offerten wurde am meisten verlangt.

Tomaten
Spanien gab bei den Rispentomaten den Ton an. Aus den Niederlanden trafen im Vergleich dazu merklich weniger ein. Runde Tomaten stammten häufig aus Spanien; Marokko folgte mit wesentlich kleinerem Aufkommen. Fleischtomaten aus Belgien und Spanien waren begrenzt vertreten. Kirschtomaten aus den Niederlanden, Italien und Spanien hatten zu annähernd identischen Teilen Einfluss auf das Marktgeschehen. Das Gesamtvolumen konnte nicht gerade als großzügig eingestuft werden und es kam, obschon der Zuspruch bescheiden ausfiel, zu Verteuerungen. Besonders ausgeprägt zeigte sich dies einstandsinduziert bei den Fleischtomaten.

Gemüsepaprika
Die Grundfarben wurden vornehmlich von Spanien beigesteuert. Bei den grünen und roten Sorten war zudem die Türkei deutlich präsent, während Marokko eine limitierte Menge anbot. Gelbe waren in überschaubarem Rahmen von Israel und Marokko eingegangen. Alle Offerten wurden kontinuierlich nachgefragt und es musste tief in die Tasche gegriffen werden. Einzig in München waren griechische Erzeugnisse nach wie vor relativ moderat zu erstehen.

Zwiebeln
Spanische Gemüsezwiebeln sah man genügend am Markt. Bei einem gleichmäßigen Abfluss gab es bezüglich der Aufrufe kaum Veränderungstendenzen. Lediglich in Frankfurt musste etwas mehr gezahlt werden als zuvor. Auch bei den Haushaltzwiebeln, die vorwiegend aus dem Inland stammten, blieben Absatzschwankungen weitgehend aus. In Hamburg zeichneten sich bei gewissen Chargen Güteprobleme ab. Diese Ware konnte zu günstigeren Konditionen erworben werden als die anderen.


Weitere Informationen

Frankfurt
Die organoleptischen Eigenschaften der spanischen Erdbeeren ließen einige Wünsche offen; ägyptische Früchte waren besser ausgefärbt und haltbarer, daher konnte für diese ein höherer Preis durchgesetzt werden. Die stetigen Zufuhren an Pfirsichen und Nektarinen aus Südafrika stießen auf ein schwaches Interesse und verbilligten sich daraufhin. Limetten räumten zu zögerlich, weshalb man sich zu Vergünstigungen veranlasst sah. Die Qualität chilenischer Süßkirschen überzeugte nicht, Sonderaktionen folgten zur Bestandsentlastung. Italienische und spanische Artischocken sowie marokkanische Stangenbohnen gab es zu umfangreich, sodass die Händler die Forderungen deutlich senkten. Auberginen waren nur noch aus Spanien und der Türkei verfügbar, dadurch bewegten sich die Kurse täglich aufwärts. Bei Zucchini musste man ebenso mehr aufwenden, zum Wochenende hin wurden bis zu 12,- € je 5-kg-Karton verlangt. Am Montag tauchte eine Partie aus dem Senegal auf, die schnell ihre Abnehmer fand. Ab Donnerstag ergänzte eine Lieferung aus Ägypten. Auch wenn das Wetter nicht richtig mitspielte, verfestigten sich die Notierungen für Grünkohl, Rosenkohl und Steckrüben merklich. Bei Petersilie, Minze und Koriander stiegen die Bewertungen an. Für Dill musste doppelt so viel bezahlt werden wie zum Jahresende.

Hamburg
Die Nachfrage nach Zucchini übertraf das knappe Angebot. Italienische Offerten konnte man aufgrund von Regen im Ursprungsland zeitweise kaum bekommen. Für spanische Chargen wurden in der Spitze über 12,- € je 5-kg-Steige aufgerufen.

Köln
Wie immer zu Beginn eines Jahres war der Markt in der abgelaufenen Woche doch recht schwach besucht. Die Verkäufe blieben dennoch weit hinter den Erwartungen zurück.

München
Insbesondere im Steinobstsortiment trat nach den Feiertagen eine gewisse Ernüchterung ein: Südafrikanische Pflaumen, Aprikosen, Pfirsiche und Nektarinen wurden zu deutlich herabgesetzten Preisen offeriert. Reichliche Ananas waren günstig. Himbeeren und Kulturheidelbeeren kamen aus Südamerika und Spanien. Bei Erdbeeren spielten neben spanischen und ägyptischen auch griechische und italienische Früchte eine gewisse Rolle. Chicorée notierte stabil. Ab Donnerstag, nachdem Bestandsware geräumt war, verteuerten sich Zucchini aus Spanien, Italien und der Türkei erheblich. Mit merklich festeren Forderungen wurde italienischer Spinat umgeschlagen. Die Kurse für italienische Radieschen stiegen leicht, die von Dill und Petersilie kräftig an.

Berlin
Die Mengen an Zucchini und Auberginen aus Spanien und Italien fielen im Wochenverlauf zu klein aus; der Bedarf konnte nicht komplett gedeckt werden. Daher erhöhten sich die Bewertungen sukzessiv.

Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.


Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE
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Veröffentlichungsdatum: 15.01.2015

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin