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Frisches Obst ist der beliebteste Snack der Deutschen

07. Januar 2015

Bei dem Begriff „Snack“ denken viele an Schokoriegel, Chips, Salzgebäck und weitere kalorienhaltige, wenig gesunde Produkte. Wie eine aktuelle Studie von Nielsen, einem international führenden Anbieter von Informationen und Erkenntnissen zum Medien- und Konsumverhalten von Verbrauchern, zeigt, täuscht dieser erste Verdacht. Der Deutschen liebste Zwischenmahlzeit ist: frisches Obst.

Snacks sollen möglichst natürlich und gesund sein

69 Prozent der von Nielsen befragten deutschen Verbraucher gaben an, in den letzten 30 Tagen Äpfel, Bananen & Co. genascht zu haben. Damit liegen die Bundesbürger mit 7 Prozentpunkten über dem europäischen Durchschnitt. Gesnackt wird aber vor allem auch variantenreich: 64 Prozent der Befragten haben in den letzten 30 Tagen zum Schokoriegel gegriffen, während auch Käse (60 Prozent) und Joghurt (57 Prozent) gerne genascht wurden. Mit ihrer Vorliebe zu Obst sind die Deutschen jedoch nicht alleine: In neun weiteren Ländern Europas ist Obst der Snack, auf den in den vergangenen 30 Tagen am häufigsten zurückgegriffen wurde. So entschieden sich etwa 72 Prozent der österreichischen und 73 Prozent der tschechischen Befragten für frisches Obst als Zwischenmahlzeit.

Auf die Frage, welcher Snack den deutschen Verbrauchern generell am liebsten ist, lautet die eindeutige Antwort Obst: Für mehr als ein Drittel (37 Prozent) ist frisches Obst die Zwischenmahlzeit schlechthin. Nur 12 Prozent der Befragten sagten dasselbe über Schokolade. Brot beziehungsweise Sandwiches, Joghurt und Käse vervollständigen die Top 5 der beliebtesten Snacks, kommen aber nicht an den bunt gemischten Obstkorb heran. Im europäischen Durchschnitt liegt Obst ebenfalls auf dem ersten Platz auf der Beliebtheitsskala, mit lediglich 22 Prozent allerdings ganze 15 Prozentpunkte unter dem deutschen Wert.

Demgegenüber stehen die Schokoladenliebhaber: Einen besonders süßen Zahn haben die Einwohner in Kroatien und Slowenien, wo 78 bzw. 77 Prozent der Befragten angaben, in den vergangenen 30 Tagen Schokolade gesnackt zu haben. Es folgen die Türkei (75 Prozent), Serbien (74 Prozent), Irland (69 Prozent) und die Schweiz (68 Prozent). Eine Außenseiterrolle nehmen Portugal und Finnland ein, wo weder der Obstkorb noch der Schokoriegel bevorzugt wird: Portugiesen knabbern am häufigsten Cracker (64 Prozent) und die Finnen lieben Brot oder Sandwiches (71 Prozent).

Ingo Schier, Geschäftsführer von Nielsen Deutschland, erklärt sich den Schokoladenkonsum unter anderem mit dem Wunsch nach Bequemlichkeit der Menschen: „Unsere Studie deckt auf, dass sich Theorie und Praxis häufig unterscheiden. Die Befragten in Deutschland, aber auch in der Schweiz und Slowenien, geben als Lieblingssnack beispielsweise mit deutlichem Abstand frisches Obst an. Doch im Alltag greifen sie tatsächlich fast genauso häufig zu Schokolade, die oft unkomplizierter und mit weniger Aufwand zu bekommen ist.“

Natürliche Snacks ohne Gentechnik bevorzugt

Nielsen wollte von den Verbrauchern außerdem wissen, wie wichtig ihnen die Faktoren Gesundheit, Nährwert und Nachhaltigkeit sind. Im internationalen Vergleich zeigt sich, dass dies für die Deutschen eine eher untergeordnete Rolle spielt. Zwar bevorzugt die Mehrheit der Befragten möglichst natürliche Produkte oder solche, die frei von künstlichen Farb- und Geschmacksstoffen sind. Allerdings liegt Deutschland damit rund 10 Prozentpunkte sowohl unter dem europäischen als auch dem weltweiten Durchschnitt. Mit am wichtigsten ist den Verbrauchern hierzulande, dass die Snacks ihrer Wahl frei von gentechnisch veränderten Zutaten sind. Für 67 Prozent der Befragten ist dieser Punkt zumindest wichtig. Am besorgtesten über gentechnisch veränderte Lebensmittel sind die Verbraucher in der Ukraine (90 Prozent), Griechenland (89 Prozent) und der Türkei (88 Prozent). 

Der kleine Imbiss als Genuss zwischendurch

Häufig wird vermutet, dass der Genuss von Zwischenmahlzeiten auf Stress hindeutet. Ein anderes Vorurteil sagt, dass die kleinen Snacks als Ersatz für eine „richtige“ Mahlzeit herhalten müssen. Die Studie von Nielsen kann dies für Deutschland so nicht bestätigen. Lediglich 27 Prozent der Befragten gaben an, manchmal aufgrund von Stress zu naschen. Dagegen stehen 64 Prozent, die selten oder nie gestresst zu Zwischenmahlzeiten greifen. 41 Prozent der Befragten würden eine Hauptmahlzeit niemals durch einen Imbiss ersetzen. Die Gründe für eine kleine Zwischenmahlzeit sind dagegen emotionaler Natur: Für 43 Prozent der befragten Verbraucher in Deutschland steht oft Genuss im Mittelpunkt, wenn sie Snacks verzehren; für 41 Prozent trifft dies manchmal zu. Und weitere 72 Prozent greifen immerhin manchmal als Belohnung zu einem kleinen leckeren Snack. 

Den vollständigen internationalen Report zur Studie können Sie kostenfrei anfordern über nielsen@ergo-komm.de.

Quelle: Nielsen Deutschland

 

Veröffentlichungsdatum: 07.01.2015

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