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Marktcheck Obst aus der Quetschtüte: trendige Fruchtbeutel kritisch zu sehen

05. Dezember 2014

Abgepacktes, püriertes Obst im Quetschbeutel findet man in vielen Supermärkten und Drogerien sowie im Biofachhandel. Zielgruppe für die bequemen Obstportionen sind meist Kinder. Bei einem Marktcheck hat sich die Verbraucherzentrale Bayern 12 Produkte näher angesehen. Besonders interessiert hat die Verbraucherschützer, wie die trendigen Fruchtquetschen im Vergleich zum Frischobst abschneiden. „Bei den Kriterien Herkunftsangabe, Nachhaltigkeit, Preis und Inhaltsstoffe konnten die Fruchtbeutel insgesamt nicht mithalten“, sagt Daniela Krehl von der Verbraucherzentrale Bayern.

Besonders auffällig war für die Ernährungsexpertin der relativ hohe Abfallaufwand gegenüber Frischobst. Im Hinblick auf die Nachhaltigkeit kritisiert die Verbraucherzentrale einen weiteren Aspekt: „Wer regionales Obst bevorzugen möchte, tappt bei den Fruchtbeuteln im Dunkeln. Die Produzenten sind nicht verpflichtet, die Herkunft der Zutaten anzugeben. Lange Transportwege sind nicht auszuschließen“, so Daniela Krehl.

Frischobst gewinnt den Vergleich noch bei weiteren Aspekten. Das Fruchtmus muss pasteurisiert werden, um die lange Haltbarkeit zu erreichen. Dabei gehen hitzeempfindliche Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe verloren. Gleichzeitig wird  das Volumen weniger. „Dies bewirkt, dass die Fertigobst-Portionen meist nicht so gut sättigen wie Frischobst“, sagt Ernährungsexpertin Daniela Krehl. Und auch beim Preis punktet die frische Variante im Marktcheck. Das Quetschobst lag im Durchschnitt bei 0,96 Euro pro 100 Gramm. Ein Apfel mit etwa 150 Gramm Gewicht kostete weniger als die Hälfte. Eine Übersicht der Produkte im Marktcheck ist im Internet unter www.verbraucherzentrale-bayern.de zu finden.

Quelle: Verbraucherzentrale Bayern

Veröffentlichungsdatum: 05.12.2014

Schlagwörter

Marktcheck, Obst, Quetschtüte