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ZINEG hat den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2014 im Bereich Forschung gewonnen

03. Dezember 2014

Das seit Mai 2009 laufende Forschungsverbundprojekt „Zukunftsinitiative Niedrigenergiegewächshaus“ (ZINEG) hat den Deutschen Nachhaltigkeitspreis Forschung erhalten. Der Preis wurde am vergangenen Freitag, den 28. November, im Rahmen des Deutschen Nachhaltigkeitstages in Düsseldorf an die Landwirtschaftskammer Niedersachsen und ihre Projektpartner verliehen. Den Preis überreichte Prof. Dr. Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung.

Dieser Sonderpreis des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) wurde ins Leben gerufen, um nachhaltigkeitsbezogene Forschungsanstrengungen zu würdigen und zu helfen, sie mit dem Nachhaltigkeitsengagement von Unternehmen und Kommunen zu verknüpfen. Die Jury würdigte ZINEG als einen Ansatz, den Wandel zur Green Economy voranzutreiben, weil es Ressourcen auf allen Ebenen der Pflanzenproduktion schone und den regionalen und klimafreundlichen Anbau ermögliche. Professor Dr. Bernhard Beßler, Geschäftsbereichsleiter Gartenbau der Kammer, freute sich für das gesamte Team: „Dieser Preis ist eine ganz herausragende Auszeichnung für das Team in Hannover-Ahlem. Wir freuen uns sehr, dass unsere angewandte Forschung für den Gartenbau in der Landwirtschaftskammer Niedersachsen von der Expertenjury und der interessierten Bevölkerung, die darüber abstimmen konnte, für preiswürdig gehalten wird.“

Bereits die Nominierung sei ein großer Erfolg gewesen, immerhin hätte sich ZINEG damit gegen 80 mitbewerbende Forschergruppen durchgesetzt. Ziel des ZINEG-Projektes ist es, den Verbrauch fossiler Heizenergie für die Pflanzenproduktion in Gewächshäusern und die damit verbundenen CO2-Emissionen um bis zu 90 Prozent zu reduzieren.
Träger des Deutschen Nachhaltigkeitspreises ist die Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung, kommunalen Spitzenverbänden, Wirtschaftsvereinigungen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Forschungseinrichtungen.

Im Rahmen des ZINEG-Projekts wurden an den vier Standorten Berlin-Dahlem, Hannover-Ahlem, Osnabrück und Schifferstadt/Neustadt a. d. W. verschiedene Konzepte von Niedrigenergiegewächshäusern untersucht. In Zusammenarbeit mit dem Fachgebiet Biosystem- und Gartenbautechnik der Leibniz Universität Hannover geht die Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau der Landwirtschaftskammer Niedersachsen mit dem Projekt der Frage nach, welche Energieeinsparungen in dem Niedrigenergiegewächshaus in Hannover-Ahlem bei der Produktion von Zierpflanzen ohne Kulturzeit- und Qualitätseinbußen möglich sind. Der Bau des Niedrigenergiegewächshauses auf dem Gelände der LVG Ahlem wurde zu zwei Drittel aus Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) unter dem Vorsitz des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) sowie mit Unterstützung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) gefördert. Das Projekt läuft noch bis Ende 2014.

In vier Jahren Forschungsarbeit konnten durch den systemorientierten Ansatz aus dem Zusammenwirken von technischen und kulturtechnischen Maßnahmen zur Einsparung von fossiler Heizenergie sehr gute Ergebnisse sowohl bei der Gemüse- als auch bei der Zierpflanzenkultur in den Niedrigenergiegewächshäusern erzielt werden. Die im ZINEG-Projekt entwickelten technischen Systeme und kulturtechnischen Ansätze zur Einsparung von (fossiler) Heizenergie werden als wegweisend gesehen. Einige technische Ansätze können sofort in die Praxis eingehen, andere technische Innovationen müssen dagegen für den Praxiseinsatz noch modifiziert bzw. optimiert werden.

Weitere Informationen, Links und ein Video gibt es unter www.lwk-niedersachsen.de – Webcode 01027474.


Quelle: Landwirtschaftskammer Niedersachsen

Veröffentlichungsdatum: 03.12.2014

Schlagwörter

ZINEG, Deutschland, Nachhaltigkeitspreis, Forschung