Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

BLE-Marktbericht KW 48 / 14 - Obst - Gemüse - Südfrüchte

03. Dezember 2014

Blumenkohl: Das Angebot bestand hauptsächlich aus französischen Zufuhren, die im ansteigenden Maß bis hin zu annähernder Gleichheit durch italienische eine Ergänzung fanden. Das Interesse bewegte sich zwischen erfreulich und knapp zufriedenstellend. Selbst zum Freitag hin hätten die Geschäfte oft besser laufen können. Da die Versorgung der Märkte jedoch nicht überreichlich ausfiel und meistens dem Bedarf entsprach, verharrten die Forderungen grundsätzlich auf einem hohen Niveau, das manchmal, insbesondere in Hamburg, etwas abflaute. Spanien und Belgien komplettierten die Produktpalette. Gerade die belgische Ware hinterließ dabei aber nicht immer einen optimalen Eindruck. Inländische Offerten konnten in der Regel bezüglich ihrer Optik punkten, spielten allerdings nur am Rande eine Rolle. Sie notierten generell im unteren Sektor der Preisspannen.

Äpfel
Italien hatte sich erneut mit Golden Delicious an die Spitze des Verkaufes gedrängt, dicht gefolgt von der deutschen Konkurrenz. Dennoch rangierten prinzipiell die inländischen Erzeugnisse offensichtlich vor den italienischen. Französische Abladungen rundeten in leicht vermindertem Umfang vorwiegend mit Granny Smith ab. Der Handel war kontinuierlich mit üppigen Mengen gerüstet. Entgegen der Situation zu den Vorwochen kündigte sich vorteilhafterweise der Versuch einer Anpassung an die Abnahmeintensität an. Dies bewirkte häufig die Erhaltung der bisherigen Kurse. Freilich waren die Anlieferungen immens, daher konnten Vergünstigungen nicht völlig umgangen werden. Erschwerend kam hinzu, dass sich der Fokus der Kunden auf die Früchte aus kontrollierter Atmosphäre verschob, diejenige aus Normallagerung griff man zusehends langsamer ab. Obwohl die diversen Clubsorten wie Jazz, Pink Lady oder Honeycrunch sehr teuer abgegeben wurden, genossen sie stets positive Beachtung und räumten schnell. Kurz vor dem 1. Advent gewannen stark ausgefärbte rotschalige Partien an Bedeutung.

Birnen
Wie gewohnt dominierten die italienischen Abate Fetel und Santa Maria den Markt. Mitteleuropa trumpfte fortlaufend mit Alexander Lucas und Conference. Die Nachfrage zeigte sich recht uneinheitlich und initiierte dementsprechende Preisentwicklungen. Chargen mit größeren Durchmessern, insbesondere von Abate Fetel, erzielten einen flotten Vertrieb, der ohne weiteres das Anheben von Bewertungen gestattete. In der Überzahl verharrten die Notierungen indes auf einem stabilen Niveau. Kleine Kaliber waren zwar durchweg für soziale Einrichtungen wie Kindergärten interessant, doch die Absatzmöglichkeiten genügten nicht, um in diesem Zweig Verbilligungen zu verhindern. Rote Williams Christ aus Italien gerieten allmählich ins Hintertreffen.

Tafeltrauben
Der Warenzufluss aus Europa, andauernd das Geschäft beherrschend aus Italien, verringerte sich zusehends. Die Offerten punkteten gemeinhin mit einer gefälligen Qualität, was ihnen ansteigende Kurse brachte. Zudem fokussierten sich die Kunden auf diese Anlieferungen, da deren Einstände niedriger waren als die der Mitstreiter aus Übersee. Verminderte organoleptische Merkmale zwangen im europäischen Sektor aber auch zu Vergünstigungen. Bei türkischen Sultana und griechischen Thompson Seedless äußerte sich das nahe Saisonende durch eine nachlassende Kondition. Die Präsenz der Erzeugnisse von der südlichen Halbkugel verstärkte sich. Das Sortenspektrum fächerte sich breiter auf. Hinzu kamen Flame Seedless aus Peru und Prime Seedless aus Namibia. Erste südafrikanische Starlight landeten via Flug und kosteten bis zu 31,- € je 4,5-kg-Steige. Aufgrund der hohen Forderungen hielt sich der Zugriff generell in engem Rahmen. Hauptsächlich in München lockten großbeerige Früchte, für die man mehr investieren musste. Diverse Varietäten aus Spanien, Frankreich und dem Libanon ergänzten die Zufuhr.

Kiwis
Die neuseeländische Kampagne fand ihren Abschluss. Die wenigen Partien, die man anbot, entstammten zumeist Lagervorräten. Neue Importe wurden kaum getätigt. Den Handel bestimmten die italienischen Chargen. Mit anwachsender Bedeutung komplettierten französische Abladungen, vorwiegend mit 25erund 27er-Abpackungen. Mancherorts rundete Griechenland die Produktpalette ab. Zuweilen trafen Steigen mit 10 Schalen je 1 kg ein, die ursprünglich für den LEH gedacht waren. Die Bereitstellung passte man in der Regel an die ruhigen Verkaufsmöglichkeiten an. Die Bewertungen blieben frei von wesentlichen Veränderungen, wurden in Hamburg jedoch hin und wieder angehoben. Die Güte italienischer Goldkiwis reichte bei Weitem nicht an die der neuseeländischen Vorgänger heran; dessen ungeachtet konnten sie wegen mangelnder Konkurrenz fortlaufend recht teuer abgesetzt werden.

Orangen
Spanische Navelina prägten mit erkennbarer Übermacht das Geschäft. Neben qualitativen Vorzügen forcierten die gesunkenen Temperaturen die Nachfrage. Eine erhöhte Umschlagsgeschwindigkeit sicherte bei ausgedehnten Zufuhren mehrheitlich konstante Notierungen. Italienische Navelina gewannen hinsichtlich Menge und Order allmählich an Relevanz. Die südafrikanischen Mitstreiter büßten sukzessive an Wichtigkeit ein. Dennoch generierten Valencia Late, Midknight und Delta Seedless in kleineren Kalibern, die vornehmlich der Safterzeugung dienen, genügend Zuspruch, um die Kurse einigermaßen stabil zu halten. Da die Ware aber in progressivem Umfang an Kondition verlor, ließen sich Vergünstigungen nicht immer vermeiden. Für die Offerten aus Simbabwe und Uruguay verlangsamte sich das Interesse.

Kleinfruchtige Zitrusfrüchte
Die enormen Anlieferungen von Clementinen trafen in reichlicher Bandbreite ein. Die spanischen Importe hatten dabei ihre monopolartige Stellung fortlaufend mühelos verteidigt. Die Präsenz der italienischen Abladungen verstärkte sich, kam indes über einen ergänzenden Charakter nicht hinaus. Das Angebot wurde durch Partien von Satsumas vorrangig aus der Türkei und nebensächlich aus Spanien und Italien abgerundet. Infolge der kühlen Witterung und dank der hervorragenden Güte stiegen die Umsatzzahlen merklich an, Überhänge blieben aus. Die Bewertungen konnten trotz der ausgeweiteten Versorgung in der Regel auf unverändertem Niveau fixiert werden. Nur äußerst selten griff man zu Verbilligungen, um die diversen beträchtlich zufließenden Varietäten schneller unterbringen zu können.

Zitronen
Spanien beherrschte die Szenerie. Die Verfügbarkeit harmonisierte meist mit der Nachfrage, sodass sich die Kurse nicht wesentlich bewegten. In München und Hamburg musste man aufgrund zu üppiger Zufuhren die Forderungen etwas senken. In Frankfurt tauchten türkische Meyer-Zitronen auf, die 13,50 € je 14-kg-Holzkiste kosteten.

Bananen
Die Bereitstellung wurde genügend auf den Bedarf abgestimmt. Bei einem unaufgeregten Handel ohne nennenswerte Höhepunkte konnte an den bisherigen Preisen festgehalten werden.

Salat
Eissalat kam ausschließlich aus Spanien. Für gewöhnlich fielen die Kurse infolge einer zu umfangreichen Verfügbarkeit ab. Nur in München war ansprechende Ware tageweise knapp, sodass sie sich verteuerte. Bei Kopfsalat verabschiedete sich Deutschland zunehmend aus dem Geschäft. Hier dominierte Belgien vor Italien und Frankreich. Einstandsbedingt musste für belgische Produkte tiefer in die Tasche gegriffen werden, derweil vergünstigten sich italienische und französische Zufuhren insgesamt. Überwiegend gab es 12er-Offerten; italienische 6er- ergänzten. Bei den Bunten Salaten wurden italienische, französische, belgische und einheimische Partien angeboten. Aufgrund eines flotten Verkauf verharrten die Forderungen meist auf dem Niveau der Vorwoche. Endivien stießen speziell am Freitag auf verstärkte Beachtung. Dennoch kosteten die französischen und italienischen Erzeugnisse häufig so viel wie bislang.

Gurken
Während die Präsenz spanischer und griechischer Chargen anwuchs, schränkte sich die von belgischen deutlich ein. Auch die Niederlande verloren kontinuierlich Marktanteile. Parallel dazu entwickelten sich die Notierungen: Die für die Importe aus den Benelux-Ländern kletterten sie aufwärts und die Abladungen aus Südeuropa verbilligten sich. Lediglich in Berlin blieben die Bewertungen der 47. KW erhalten. Minigurken stammten vorrangig aus der Türkei und den Niederlanden. Bei einem steten Handel musste etwas mehr als zuvor gezahlt werden. Die Türkei lieferte in Frankfurt Silor F1 Hybriden: Diese dunkelgrüne, leicht gerippte und ca. 16 cm lange Varietät ist besonders resistent gegen Echten Mehltau und Gurkenkrätze.

Tomaten
Spanische Zufuhren bestimmten die Szenerie und dehnten sich aus. Die Mengen aus den Niederlanden und Belgien verminderten sich. Marokko, Deutschland und Italien komplettierten das Angebot. Die Nachfrage konnte problemlos gedeckt werden. Trotzdem zogen die Kurse oftmals an, vor allem Fleischtomaten verteuerten sich merklich. Rispenware ließ hinsichtlich ihrer Qualität ab und an Wünsche offen: Zu kleine Kaliber, zu wenige Früchte an der Rispe und eine uneinheitliche Ausfärbung mündeten zuweilen in einer stockenden Unterbringung und in damit verbundenen sinkenden Forderungen. In Frankfurt traten am Freitag belgische Kumato in Erscheinung, die schnell Beachtung generierten und daher flott verkauft werden konnten.

Gemüsepaprika
Die dominierenden spanischen Anlieferungen weiteten sich aus. Indes verabschiedeten sich die ergänzenden niederländischen Chargen zunehmend aus dem Handel; mancherorts gab es nur noch Klasse IIProdukte in 10-kg-Kartons. Türkische Importe verstärkten ihre Präsenz. Daneben beteiligten sich Marokko und Belgien mit spärlichen Abladungen am Geschehen. In München tauchten zudem griechische Partien auf. Die Versorgung genügte, um den steten Bedarf, der sich im Vergleich zur Vorwoche kaum verändert hatte, zu befriedigen. Da sich der Zugriff auf die spanischen Erzeugnisse verbesserte, konnten diese in Frankfurt und München mit festeren Bewertungen veräußert werden. In Hamburg war man aufgrund einer zu umfangreichen Bereitstellung generell zu Vergünstigungen gezwungen. In Köln und Berlin blieben die Notierungen bei einem gemächlichen Interesse überwiegend stabil.

Zwiebeln
Gemüsezwiebeln stammten ausschließlich aus Spanien. Haushaltsware kam vorrangig aus Deutschland; Österreich und die Niederlande komplettierten hier und da mit sehr geringen Mengen. Bei einem ruhigen, aber kontinuierlichen Geschäft und einer an den Unterbringungsmöglichkeiten orientierten Verfügbarkeit wurden die bisherigen Forderungen in der Regel bestätigt.


Weitere Informationen

Frankfurt
Die Bereitstellung von Süßkirschen war gut auf die Nachfrage abgestimmt. Brooks, Glen Red oder Royal Dawn platzierte man zu 14,- € je kg. Bei Erdbeeren war der Zugriff zunächst nur gedämpft, trotzdem verfestigten sich die Notierungen. Früchte aus Äthiopien wurden zu 2,- € je 250 g verkauft. Am Freitag erreichte man durch den verstärkten Bedarf zum Schokolieren eine vorzeitige Räumung. Der Umschlag von Steinobst, wie die neu offerierten Nectarcot, verlief langsam. Für brasilianische Mangos der Sorte Keith mussten ab Mittwoch 5,- € je 4-kg-Karton gezahlt werden. Peruanische 8er/12er-Abpackungen, per Flug zugeführt, wurden hingegen zu 37,- bis 39,- € je 6-kg-Karton veräußert. Dunkelgrüne Limetten waren knapp und gesucht. Bei Avocados favorisierte man dunkle Hass aus Chile, Mexiko oder Peru. Grünschalige Partien aus Israel oder Südafrika fanden lediglich begrenzte Aufmerksamkeit. Ein Überangebot an spanischen, italienischen und marokkanischen grünen Zucchini ließ die Bewertungen abbröckeln. Auberginen verteuerten sich ab Dienstag sukzessive. Das schlechte Wetter in Italien sorgte für anziehende Preise bei Radieschen, Rettichen, Spinat und Schlotten. Bei Kohlrabi blieben Kurserhöhungen aus, da Spanien als zusätzliches Lieferland in Erscheinung trat. Steinpilze aus Rumänien und Südafrika generierten nochmals genügend Beachtung, dafür verlor sich das Interesse an Pfifferlingen fast gänzlich.

Hamburg
Erste südafrikanische Pflaumen trafen ein und kosteten mehr als doppelt so viel wie italienische Angeleno. Die Forderungen für spanische Auberginen wurden aufgrund einer eingeschränkten Verfügbarkeit angehoben.

München
Marokko startete bei Erdbeeren mit ersten klein- bis mittelfruchtigen Produkten in die Saison. Ansteigende Einfuhren aus Mexiko begannen, den bisher marktbestimmenden Himbeeren aus Spanien, Portugal und Italien verstärkt Konkurrenz zu machen. Das südafrikanische Sortiment an Steinobst fand nur verzögerte Aufnahme; die Bewertungen waren ausgereizt und mussten schrittweise gesenkt werden. Brasilianische Frischfeigen und türkische Kranzfeigen erzielten im anlaufenden Adventsgeschäft weiterhin hohe Notierungen. Italienischer Radicchio blieb gut bedarfsdeckend und wurde zu unveränderten Kursen umgeschlagen. Rettiche aus Italien stellte man in einem überschaubaren Umfang bereit. Die Preise für inländische und italienische Radieschen gaben nach. Das Angebot und die Nachfrage bei Zucchini war ausgeglichen. Großfallende Köpfe von Weißkohl wie auch Chinakohl standen mengenbedingt unter Druck. Pfifferlinge wurden aus Portugal und Rumänien, Steinpilze aus Rumänien und Südafrika importiert.

Berlin
Für ausreichend verfügbare Kakis aus Spanien verharrten die Forderungen bei 1,30 bis 1,50 € je kg. Artischocken kamen aus Frankreich, Spanien und Italien. Während französische Erzeugnisse mit 3,60 bis 3,70 € je kg am teuersten waren, kosteten italienische lediglich ca. 1,70 € je kg. Für Auberginen aus Spanien und Italien musste im Wochenverlauf mehr gezahlt werden, da die Abladungen nicht ganz genügten, um das Interesse zu stillen.

Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.


Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE
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Veröffentlichungsdatum: 03.12.2014

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin