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Obstproduktion Österreich 2014: Überdurchschnittliche Ernte trotz ungünstiger Witterung

27. November 2014

In der Obsterntesaison 2014 wurden laut Statistik Austria insgesamt 272.000 Tonnen an Tafelobst (exkl. Holunder) erzeugt, ein Plus von 25% zu 2013 oder +12% gegenüber dem Zehnjahresmittel. Dieser Anstieg wurde trotz des durchwachsenen Wetters erzielt – von Frühjahrstrockenheit über das feuchtkühle Sommerwetter mit wenig Sonnenstunden bis hin zum niederschlagsreichen Herbst. Teilweise litt jedoch die Fruchtqualität, speziell bei Beerenobst und Holunder, durch die ungünstige Witterung. Die gute Wasserversorgung sorgte aber auch für größere Früchte bei Kernobst.

Überdurchschnittliche Erträge bei Äpfeln und Birnen, Steinobst blieb unter Vorjahresergebnis

In Erwerbsobstanlagen wurden 239.400 Tonnen an Kernobst produziert – knapp ein Drittel mehr als im Vergleichsjahr 2013 (+31%). Bei Winteräpfeln wurde eine Produktion von 226.400 Tonnen erbracht (+32% zu 2013), was – hauptsächlich flächenbedingt – einem Plus von 13% zum Zehnjahresmittel entspricht. Auf den Hektarertrag bezogen wurde ein leicht überdurchschnittliches Niveau erreicht (+2%). Über 80% der heimischen Winteräpfel stammten aus der Steiermark. Bei Sommeräpfeln wurden bei sehr guter Ertragslage 2.900 Tonnen geerntet (+14% zu 2013).

An Winterbirnen konnte trotz unterdurchschnittlicher Hektarerträge flächenbedingt eine Erntemenge von 5.500 Tonnen eingebracht werden (+12% zu 2013). Bei Sommerbirnen wurden hingegen überdurchschnittlich hohe Erträge erzielt, wodurch eine Erntemenge von 4.600 Tonnen erreicht wurde (+28% zu 2013).

Die Steinobsternte belief sich auf 14.100 Tonnen und blieb damit unter dem ausgezeichneten Vorjahresergebnis (-20%). Dennoch konnte eine überdurchschnittliche Produktion verzeichnet werden (+8%). Die Marillenernte bezifferte sich auf 6.800 Tonnen, womit diese an das ausnehmend ertragsstarke Vorjahr zwar nicht herankam (-34% zu 2013), der Ertrag pro Hektar aber durchaus zufriedenstellend war (+4% zum Zehnjahresmittel). Über drei Viertel der Erntemenge stammte aus Niederösterreich. Das Ernteergebnis von Pfirsichen notierte bei 2.000 Tonnen (+14% zu 2013). Zwetschken verzeichneten, bedingt durch Flächenreduktion, nur eine Produktion von 3.000 Tonnen (-10% zu 2013). An Kirschen wurde mit 2.100 Tonnen eine um 8% größere Menge als im Jahr 2013 produziert, während bei Weichseln mit 120 Tonnen 14% weniger als im Vorjahr geerntet wurde.

Durchschnittliche Ergebnisse bei Beerenobst, mehr Walnüsse und Holunder

Beerenobst (exkl. Holunder) erbrachte eine Gesamtproduktion von 18.000 Tonnen, was nahezu der Menge des Vorjahres entsprach (±0%) und leicht über dem Zehnjahresmittel notierte (+2%). Bei Erdbeeren, die vornehmlich in Niederösterreich, Oberösterreich und der Steiermark produziert wurden, waren witterungsbedingt Einbußen zu verzeichnen. Mit 14.500 Tonnen wurde um 3% weniger als im Vorjahr produziert, womit eine Ernte im Bereich des langjährigen Durchschnitts erreicht wurde. Himbeerkulturen erbrachten ein Erntevolumen von 950 Tonnen (+6% zu 2013). Ribiselanlagen lieferten knapp 1.700 Tonnen (+35% zu 2013) an Früchten, was nahezu dem Ernteschnitt der letzten 10 Jahre entsprach (-1%).

An Walnüssen wurden auf vorwiegend steirischen und niederösterreichischen Flächen 500 Tonnen geerntet (+21% zu 2013). Die Holunderproduktion entsprach mit 9.600 Tonnen (+32% zu 2013) zwar einer überdurchschnittlichen Ernte, aufgrund des nassen Wetters wurden jedoch die geforderten Qualitäten oft nicht erreicht.


Quelle: Statistik Austria

Veröffentlichungsdatum: 27.11.2014

Schlagwörter

Obstproduktion, Österreich, Überdurchschnittlich, Ernte, Ungünstig, Witterung