Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

BLE-Marktbericht KW 47 / 14 - Obst - Gemüse - Südfrüchte

26. November 2014

Birnen: Bei abgeschwächten Zufuhren dominierte Italien mit Abate Fetel, Santa Maria und Boscs Flaschenbirne. Einheimische Produkte, vor allem Alexander Lucas und Conference, nahmen den zweiten Rang ein. Die Niederlande beteiligten sich ebenso mit Conference und ferner mit Gute Luise und Gellert am Geschehen. Spanien ergänzte mit Abate Fetel sowie Flor de Invierno das Geschäft, Belgien mit Durandeau. Obwohl sich die Versorgung einschränkte, gelang es problemlos, den Bedarf zu befriedigen. In Berlin war die Verfügbarkeit zu üppig, was aber kaum Einfluss auf die Kurse hatte. In der Hauptstadt trafen viele Rückläufer aus dem LEH ein, die selbst zu Preisen von 0,55 € je kg bloß zögerlich geräumt wurden. Insgesamt verharrten die Bewertungen auf bisherigem Niveau. Lediglich in München vergünstigten sich italienische Santa Maria, da sich ihre Präsenz wieder merklich ausweitete.

Äpfel
Deutschland lag auf dem ersten Platz und schickte insbesondere Elstar, Golden Delicious und Jonagold ins Rennen. Italien sendete unter anderem Golden Delicious, Granny Smith und Braeburn. Aus Frankreich kamen Granny Smith, Jazz und Tenroy Gala. Karge Anlieferungen aus Belgien und Spanien komplettierten das mannigfaltige Angebot, das sich summa summarum ein wenig verringert hatte. Clubsorten, etwa inländische Pink Lady, Jazz und Kanzi, stießen in Berlin nur auf ein spärliches Interesse, da sie zu teuer waren. In Frankfurt wurden französische Ariane und Honeycrunch hingegen lebhaft nachgefragt, sodass man die Forderungen anhob. Hier musste auch für Santana, eine bei Allergikern beliebte Varietät, mehr als zuvor gezahlt werden. In Hamburg stiegen die Notierungen für einheimische Elstar und Royal Gala und in Berlin für großfallende inländische Boskoop. In Köln und München waren die Abladungen für die Unterbringungsmöglichkeiten zu umfangreich, weshalb die Bestände deutlich anwuchsen. In München verbilligten sich in der Folge deutsche Golden Delicious und Elstar.

Tafeltrauben
Langsam aber sicher bog die europäische Saison auf die Zielgrade ein, was sich vor allem an den eingeschränkten Zufuhren erkennen ließ. Die Präsenz griechischer Thompson Seedless sowie italienischer Italia und Crimson Seedless reduzierte sich. Türkische Sultana wurden ebenso nicht so üppig wie zuvor bereitgestellt. Indes konnte auf Importe aus Übersee häufiger zugegriffen werden. Brasilien beteiligte sich mit Thompson Seedless, Crimson Seedless und Festival Seedless am Geschehen. In Berlin vergünstigen sich brasilianische Sugraone im Wochenverlauf leicht, da der Zuspruch bei Preisen von ca. 27,- € je 4,5-kg-Karton zu verhalten war. Aus Peru stammten mitunter Sugraone, die mancherorts zu 48,- € je 8,2-kg-Karton abgesetzt wurden. Generell tendierten die Kurse aufgrund der begrenzten Verfügbarkeit aufwärts. Selbst die von den Kunden eher mäßig beachteten italienischen Red Globe handelte man mit festeren Bewertungen.

Kiwis
Italien dominierte, lediglich in Hamburg und München beherrschte Griechenland die Szenerie. Neuseeland und Frankreich komplettierten. Spanische Offerten gab es bloß in Hamburg, wo sie qualitativ nicht überzeugten und daher nur wenig kosteten. Während Frankreich verstärkt 23/25er-Abpackungen schickte, trafen aus Italien speziell 25/30er-Partien ein. Neuseeland sendete erstmals 5,2-kg-Kartons mit je 39 Früchten. Die Versorgung genügte, um das Interesse zu stillen. Die Notierungen veränderten sich bei einem unaufgeregten Geschäft nicht wesentlich. Hier und da musste mit Verbilligungen gearbeitet werden, um die Vermarktung etwas zu beleben.

Orangen
Spanische Navelina bestimmten das Geschehen; ihre Präsenz nahm kontinuierlich zu. Obwohl die Nachfrage infolge der kühleren Witterung deutlich anzog, konnten aufgrund der ausgedehnten Verfügbarkeit keine höheren Preise durchgesetzt werden. Südafrika war mit Valencia Late, Midknight und Delta Seedless vertreten; mit gesenkten Bewertungen versuchten die Händler, den Umschlag zu beschleunigen. Valencia Late aus Simbabwe und Uruguay ergänzten das Angebot mit geringen Mengen.

Kleinfruchtige Zitrusfrüchte
Die Märkte waren in ansteigendem Maß vorrangig mit spanischen Clementinen versorgt. Eine umfangreiche Produktpalette fächerte sich immer breiter auf mit einer Vielzahl von Aufmachungen, Kalibern und Marken. Der Anteil kleiner bis mittelgroßer Verpackungen wie z. B. 2,3-kg-Bitufo-Steigen wuchs an. Die organoleptischen Merkmale optimierten sich zusehends und punkteten inzwischen vor allem hinsichtlich des Aromas. Zudem verstärkten die fallenden Temperaturen das Interesse der Kunden, was sich in einer intensivierten Order äußerte. Während Standardware manchmal noch Probleme hatte, gestaltete sich der Verkauf von Früchten mit gehobener Qualität oder mit Blatt für gewöhnlich ziemlich reibungslos. Trotz der expandierten Abladungen tendierten die Notierungen normalerweise auf konstantem Niveau. Dessen ungeachtet konnten gelegentlich, in Abhängigkeit der Güte, vereinzelt sogar Verteuerungen verzeichnet werden. Satsumas trafen hauptsächlich aus der Türkei ein, verschiedentlich aus Spanien und Italien komplettiert. Die Forderungen verharrten gemeinhin auf bisheriger Basis. Aus Peru wurden Mandarinen angeliefert. In der Sortierung 1-XX bewirkten sie zu 10,- € je 10-kg-Karton lebhaften Zugriff.

Zitronen
Die spanischen Zuflüsse von Primofiori beherrschten durchgängig den Handel. Die Nachfrage versprach witterungsbedingt eine relativ flotte Absatzgeschwindigkeit, sodass Befürchtungen über sich aufbauende Bestände in der Regel unbegründet blieben. Da man die Bereitstellung jedoch häufiger etwas ausgedehnt hatte, unterlagen die Kurse meistens einem leichten Abwärtstrend. In der Folge zeigte sich zuweilen eine verbesserte Aufnahme. Die das Angebot ergänzenden türkischen Importe verloren weiter an Bedeutung. Ihre Bewertungen verringerten sich überwiegend, strebten ausschließlich in Hamburg zur Wochenmitte dank der begrenzten Zufuhren nach oben. In Frankfurt irritierten Rückläufer aus dem LEH das Geschäft, da sie zu 0,46 € je 500-g-Netz offeriert wurden.

Bananen
Die Anlieferungen waren durchweg hinlänglich auf die Unterbringungsmöglichkeiten abgestimmt. Normalerweise gewährleistete ein stetes Interesse vielfach unveränderte Notierungen. Bei den Drittmarken machten sich wegen zum Teil farbinduziert ungenügenden Zugriffs hin und wieder Preisschwankungen oder - absenkungen bemerkbar. Einzig in Köln verteuerte sich die Erstmarke, die dort hauptsächlich aus Costa Rica stammte.

Blumenkohl
Das Angebot wurde erkennbar von französischen Produkten beherrscht. Dieses komplettierte man vorrangig mit italienischen Importen. Inländische Partien waren noch fast überall, aber nur in kleinem Umfang vorrätig. Gelegentlich rundeten niederländische und belgische Abladungen das Ganze ab. Die Kurse zeigten zwei Entwicklungen: Zum einen etablierte sich nach kurzer nachfrage- und mengenbedingter Progression eine ausgeprägte Stabilität, zum anderen konnte ab Mitte der Woche infolge erhöhter Zufuhren ein leichter Abfall häufig nicht vermieden werden. Der Abverkauf ging jedoch in der Regel in einem Rahmen vonstatten, der keine größeren Überhänge nach sich zog.

Salat
Bei Kopfsalat dominierte Belgien klar das Geschehen. Italien und Deutschland beteiligten sich lediglich mit spärlichen Anlieferungen. Inzwischen trat französische und niederländische Ware auf den Plan; sie ließ hinsichtlich ihrer Qualität aber ab und an Wünsche offen. Belgische und italienische Chargen wurden meist günstiger, indes musste für inländische tiefer in die Tasche gegriffen werden. Eissalat stammte ausschließlich aus Spanien. Bei einer für das unaufgeregte Interesse zu üppigen Verfügbarkeit bröckelten die Notierungen oftmals ab. Trotzdem kam das Geschäft nicht so recht in Schwung. Bei den Bunten Salaten mussten die Forderungen vielfach heruntergeschraubt werden, da französische Erzeugnisse verstärkt eintrafen. Die Bereitstellung italienischer Offerten wuchs an; der Absatz wurde wegen einer schwachen Güte jedoch negativ beeinträchtigt. Die Preise für einheimischen Feldsalat blieben bei einer ungenügenden Beachtung hauptsächlich unverändert. Endivien hatten ihren Ursprung im Inland und in Italien. In Frankfurt räumten sie flott, unterdessen generierten sie in Köln kaum Zuspruch. Bei einer bedarfsdeckenden Versorgung gerieten die Bewertungen nicht wesentlich in Bewegung.

Gurken
Während sich die spanischen und griechischen Abladungen ausdehnten, schränkten sich die niederländischen und belgischen ein. Deutschland hatte sich komplett aus dem Handel verabschiedet. Die Vermarktung verlief ziemlich ruhig. Die Kurse verharrten häufig auf bisherigem Niveau. In Hamburg stiegen sie wegen vergrößerter Unterbringungsmöglichkeiten leicht an. In Frankfurt waren die Verkäufer zu Verbilligungen gezwungen, wenn sie Bestände vermeiden wollten. Minigurken aus den Niederlanden und der Türkei verteuerten sich mancherorts aufgrund einer freundlicheren Nachfrage. Partien aus dem Inland, Jordanien und Spanien ergänzten das Angebot.

Tomaten
Aus den Niederlanden wurden erhebliche Chargen von Rispentomaten zugeführt. Meist sah man auch belgische Früchte. Spanien gewann mit erhöhtem Nachschub an Bedeutung. Bei den Runden Tomaten befanden sich spanische Ankünfte klar an der Spitze. Niederländische und belgische Offerten waren seltener verfügbar. Dafür belegte Belgien bei Fleischtomaten den ersten Rang. Italien, die Niederlande und Spanien hatten bei den Kirschtomaten das Gros zur Disposition gestellt. Die Aufnahme des gesamten Sortiments erfolgte recht zögerlich und die Bewertungen veränderten sich in der Regel kaum. Hier und da kam es zu moderaten Vergünstigungen, so in München im Allgemeinen und in Hamburg bei den Kirschtomaten. In Berlin hingegen blieb diese Varietät rar und erzielte einen Bonus.

Gemüsepaprika
Bei den grünen, roten und gelben Typen dominierte Spanien. Partien aus den Niederlanden begrenzten sich ein wenig. Die Türkei, Marokko und Belgien steuerten merkliche Stückzahlen bei. Mancherorts war die Versorgung zu knapp, sodass die Notierungen anstiegen. Vereinzelt gab es auch zu viele Produkte, bedingt durch die reichlichen Abladungen aus Spanien. In diesen Fällen sanken die Kurse.

Zwiebeln
Die Zufuhren von spanischen Gemüsezwiebeln hatten sich eingeschränkt. Aufgrund eines ruhigen Zuspruchs verharrten die Bewertungen auf dem bisherigen Level. Haushaltsware stammte meistens aus inländischem Anbau. Österreich ergänzte gelegentlich. Das Geschäft verlief kontinuierlich und ohne wesentliche Modifikationen der Forderungen. Lediglich in München korrigierte man die Aufrufe etwas nach unten.


Weitere Informationen

Frankfurt
Erdbeeren aus Treibhausanbau wurden zu maximal 4,- € je 500-g-Schale gehandelt. Am Mittwoch erreichten niederländische Chargen der Klasse II den Markt, die zu 1,- bis 1,20 € je 500 g aber nur wenig Interesse generierten. Ab Donnerstag konnte auf 250-g-Offerten aus Äthiopien zurückgegriffen werden. Himbeeren aus Spanien trafen in zu üppigen Mengen ein, zudem war die ungenügende Qualität ein Verkaufshemmnis. Die Preisschere öffnete sich daher extrem von 0,50 bis 1,60 € je 250 g. Nachdem inzwischen größer fallende Früchte von Pfirsichen und Nektarinen aus Südafrika bereitstanden, zog der Absatz leicht an. Die Notierungen von mexikanischen Limetten kletterten auf bis zu 16,- € je 36/54er-Karton. Nach einem kurzen Hoch zu Beginn gaben die Kurse von Zucchini bis Wochenschluss wieder kräftig nach. Rosenkohl aller Provenienzen verteuerte sich. Roter Grünkohl kostete 5,- €, grüner 3,50 € je 5-kg-Kiste. Weißkohl und Rotkohl verbilligten sich auf 0,17 € je kg. Erster spanischer Kohlrabi in 20er-Aufmachung brachte bis zu 0,55 € je Stück. Portugiesische und weißrussische Pfifferlinge sowie die letzten rumänischen Steinpilze waren ab Donnerstag gefragt.

Hamburg
Zur Zeit hatte sich die Versorgung mit Frühlingszwiebeln aus Italien sehr eingeschränkt. Zum Ausgleich erschienen die ersten ägyptischen Erzeugnisse früher als üblich. Ebenso knapp präsentierten sich Radieschen aus Italien aufgrund der ungünstigen Witterung im Ursprungsland.

Köln
Fortwährend relativ fest tendierten die Kurse von Erdbeeren. Obwohl ein steter Handel beobachtet wurde, nahmen die Vorräte bei Kakis kontinuierlich zu. Kurz vor Eröffnung der Weihnachtsmärkte war die Nachfrage für Maronen in adäquatem Rahmen gut. Bedingt durch das uneinheitliche Aussehen konnte Rosenkohl nicht immer problemlos untergebracht werden.

München
Das Angebot an Erdbeeren schrumpfte: Im Verlauf der Tage standen bei weiter nachlassendem Bedarf nur noch wenige belgische Offerten zur Verfügung, die aber anhaltend hoch notierten. Europäische Himbeeren stammten lediglich aus Italien, Spanien und Portugal; mexikanische legten an Menge sehr langsam zu. Das Steinobst-Sortiment war geprägt von chilenischen Süßkirschen sowie südafrikanischen Pfirsichen und Nektarinen. Quitten kamen nach dem Ende der europäischen Saison alleinig aus der Türkei. Erste brasilianische Frischfeigen füllten die durch das Ausbleiben italienischer Ware gebildete Lücke. Die Forderungen von inländischen und italienischen Radieschen zogen deutlich an. Die einheimischen Produkte aus Tunnelanbau präsentierten sich ansprechend. Bei den italienischen Importen traten Überhänge mit zu gelbem Laub auf; für den verknappten Anteil, der qualitativ überzeugte, neigten die Preise zum Ansteigen. Österreichische Lieferungen ergänzten. Überschaubare Steinpilze reichten mühelos aus; rumänische waren günstiger als südafrikanische.

Berlin
Zu Beginn der 47. KW gelangte erstmalig Steinobst aus Südafrika auf den Markt. Die Bewertungen von Pfirsichen und Nektarinen betrugen 20,- € je 20 bis 23 Früchte des Kalibers B in der offenen Steige mit einem Nettogewicht von ca. 3 kg. Die Hybride Nectarcot mit Durchmesser 55-59 mm kostete etwa 24,- € je 28 Stück und Aprikosen sogar 36,- € je 3 kg mit 36 Stück. Zum Freitag hin wurde eine kleine Partie vollreifer großfallender Mangos der Varietät Kent aus Brasilien zu 36,- € je 6-kg-Karton mit 9 Stück heiß umkämpft. Nach dem Abschluss der Verkaufskampagne einheimischer Radieschen schnellten die Kurse für die niederländischen Abladungen zunächst auf 0,75 € je Bund, beruhigten sich dann wieder auf 0,65 € je Bund.

Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.


Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE
Copyright © fruchtportal.de

Veröffentlichungsdatum: 26.11.2014

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin