Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

BLE-Marktbericht KW 44 / 14 - Obst - Gemüse - Südfrüchte

05. November 2014

Tomaten: Das Angebot bestand hauptsächlich aus niederländischen, belgischen und spanischen Früchten. Italien und Deutschland waren ebenso mit bedeutsamen Mengen am Geschäft beteiligt. Polen, Frankreich und Marokko hatten ergänzenden Charakter. Die Versorgung dehnte sich aus und genügte, um den kontinuierlichen Bedarf mit Leichtigkeit zu decken. In Köln war die Bereitstellung für das verhaltene Interesse zu üppig, sodass eine Räumung nicht immer gelang. Die Bewertungen tendierten infolge der angewachsenen Verfügbarkeit summa summarum nach unten. So verbilligten sich in Frankfurt beispielsweise niederländische und belgische Rispentomaten. Verteuerungen waren auch zu bemerken, so musste man in Hamburg für exklusive Runde Tomaten tiefer in die Tasche greifen. In der Hansestadt erhöhten die Händler zudem die Forderungen für Rispenofferten so stark, dass die Kunden die Order verweigerten. Gegen Ende der Woche hatten die Verkäufer ein Einsehen und senkten die Preise wieder. In München musste für die gesamte Warenpalette mehr als zuvor gezahlt werden. An der Kursspitze befanden sich französische Kirschtomaten, die in Frankfurt 32,- bis 42,- € je 3-kg-Karton kosteten. Einheimische Kirschrispen wurden hier zu 21,- € je 3 kg veräußert.11

Äpfel
Deutschland prägte das Geschehen, insbesondere mit Elstar, Royal Gala, Braeburn und Boskoop. Italien nahm die zweite Position ein und steuerte vorrangig Golden Delicious, Granny Smith und Royal Gala bei. Intensiv ausgefärbte und gewachste Red Delicious vergrößerten ihre Präsenz; die kleinfallenden Produkte generierten jedoch nur wenig Zuspruch. Frankreich schickte neben Granny Smith Braeburn. Die Niederlande partizipierten vor allem mit lose aufgemachten sowie gelegten Jonagold an der Vermarktung. Die Zufuhren verminderten sich zwar, sie reichten dennoch problemlos aus, um die Nachfrage zu befriedigen. Die Notierungen gerieten kaum in Bewegung und bestätigten damit weiterhin ihr im Vergleich zum Vorjahr sehr geringes Niveau. Santana, eine für Allergiker geeignete Varietät, trat in Frankfurt zu 0,95 € je kg in Erscheinung. Hier stießen speziell die Clubsorten wie Jazz und Honeycrunch auf eine freundliche Beachtung.

Tafeltrauben
Italien dominierte mit Italia, Sugraone und Crimson Seedless vor der Türkei mit Sultana und Griechenland mit Thompson Seedless. Brasilianische Sugraone und Thompson Seedless trafen verstärkt ein und überzeugten hinsichtlich Geschmack und Ausfärbung: Bei Forderungen von bis zu 20,- € je 4,5-kg-Karton war das Interesse aber schwach. Auf erste spanische Aledo konnte in München zugegriffen werden; die spärlichen Abladungen komplettierten die europäische Warenpalette. Die Kurse veränderten sich bei einem kontinuierlichen Geschäft nicht wesentlich. Italia wiesen ab und an bezüglich ihrer Qualität Mängel auf, sodass sich ihre Preisspanne verbreiterte. Mengenbedingt verbilligten sich in München die griechischen und türkischen Chargen, während es in Berlin generell zu Verteuerungen kam. In Frankfurt konnten günstige und sauber aufbereitete portugiesische Crimson Seedless flott untergebracht werden.

Kiwis
Italien verdrängte dank ausgeweiteter Anlieferungen Neuseeland von der Spitze. Aufgrund der angewachsenen Verfügbarkeit wurden die Bewertungen mancherorts nach unten geschraubt. Lediglich in Frankfurt musste für neuseeländische Importe etwas mehr als zuvor gezahlt werden, da sich deren Versorgung ein wenig eingeschränkt hatte. Griechische Hayward, recht hartreif, generierten kaum Nachfrage.

Orangen
Valencia Late stammten vorrangig aus Südafrika und Simbabwe. Südafrika schickte außerdem Midknight und Delta Seedless ins Rennen. Spanien zeigte mit Navelina zunehmend Präsenz: Die Offerten überzeugten bezüglich ihrer Qualität aber nicht durchgängig: Sowohl die organoleptischen Eigenschaften als auch die Süße der mittlerweile in 10-kg- und 15-kg-Steigen angebotenen Partien ließen zu wünschen übrig. Die Kunden befassten sich daher lieber mit den Abladungen aus Übersee, die sich, infolge der angestiegenen Zufuhren aus Europa, häufig verbilligten.

Kleinfruchtige Zitrusfrüchte
Bei Clementinen konnte hauptsächlich auf spanische Chargen zugegriffen werden. Italienische Produkte, die meist mit Blatt aufgemacht wurden, ergänzten sporadisch das Sortiment. Hinsichtlich Aroma und Aussehen blieben speziell die spanischen Früchte hinter den Erwartungen zurück. Dies und die für das ruhige Interesse zu üppigen Anlieferungen sorgten für Vergünstigungen. Bestände konnte man trotzdem nicht vollends verhindern. Satsumas kamen aus Spanien, der Türkei, Italien und Kroatien. In Hamburg wiesen kroatische Okitsu Schalenfehler auf, weshalb sie kaum Zuspruch generierten. In Frankfurt waren konditionell stabile und geschmacklich einwandfreie türkische Importe sehr beliebt; hier traf man allerdings erhebliche Rückläufer aus dem LEH an, die zu Sonderpreisen von 0,50  bis 0,60 € je kg untergebracht werden mussten. In München bröckelten die Notierungen mengeninduziert ab. Mandarinen gab es nur noch spärlich aus Südafrika, Uruguay und Argentinien. Spanische Primosole rundeten die Warenpalette ab.

Zitronen
Primofiori aus Spanien dominierten. Bei einem steten Geschäft konnten die bisherigen Forderungen in der Regel aufrecht erhalten werden, bloß in München und Frankfurt musste man sie infolge ausgedehnter Zufuhren senken. Türkische Offerten überzeugten bezüglich ihrer Qualität nicht durchgängig, weshalb sie sich mancherorts verbilligten.

Bananen
Das Angebot war meistens gut auf den Bedarf abgestimmt, sodass sich kein Spielraum für Preisanhebungen ergab. In München wurde die Ware im Hinblick auf die Herbstferien sogar etwas günstiger, während einzig in Berlin die Bereitstellung nicht genügte und man geringfügig mehr geltend machte.

Blumenkohl
Inländische Produkte waren zwar dominierend, jedoch hatte sich das Volumen deutlich reduziert. Der Nachschub aus Frankreich und Belgien fiel dagegen wesentlich größer aus als bisher. Italien und die Niederlande stießen mit merklichen Mengen neu zum Geschäft hinzu. Die Forderungen schwankten im Allgemeinen bis zur Wochenmitte. Anschließend zogen sie kontinuierlich an, da die Unterbringung aufgrund eines regen Zuspruchs flott verlief.

Salat
Der Hauptlieferant von Eissalat war Spanien. Einheimische Erzeugnisse stellte man nur noch in kleinem Umfang zur Disposition. Die Abladungen reichten nicht aus, um die Nachfrage zu befriedigen, weshalb die Notierungen von Tag zu Tag zulegten. Auch beim Kopfsalat gab es erntebedingte Einschränkungen bei den inländischen Zufuhren. Belgien verstärkte seine Präsenz. Italien trat inzwischen mit übersichtlichem Aufkommen in Erscheinung. Insgesamt genügten die vorhandenen Partien, um den Bedarf zu decken, sodass sich die Preise kaum veränderten. Endivien aus Deutschland behielten annähernd ihre Bewertungen bei. Erste italienische Importe wurden zunächst teuer platziert, mangels Beachtung mussten aber rasch Konzessionen gemacht werden. Das Angebot von Bunten Salaten wies Lücken auf und man konnte den einen oder anderen Bonus realisieren. In Frankfurt klappte bei einheimischem Feldsalat die Räumung nicht vollends und am Münchner Markt wurde insbesondere für den begehrten belgischen mehr verlangt als zuvor.

Gurken
Spanien dominierte. Griechische und niederländische Chargen waren nicht ganz so häufig anzutreffen. Indes nahmen inländische und belgische mit merklichem Abstand die letzten Positionen ein. In Frankfurt und Berlin fiel das Sortiment zu üppig aus und es mussten Verbilligungen gewährt werden. Die Märkte in Köln und München wurden hinlänglich bestückt und die Kurse bewegten sich kaum. In Hamburg zeichnete sich bei den mittleren und größeren Gewichtsklassen eine Unterversorgung ab; die Kunden mussten tiefer in die Tasche greifen. Minigurken stammten vorrangig aus türkischem, niederländischem und einheimischem Anbau. Die Aufrufe der wohldosiert bereitgestellten Ware veränderten sich nicht wesentlich.

Gemüsepaprika
Bei den Standardfarben gab Spanien den Ton an und die Niederlande befanden sich auf dem zweiten Platz. Mit grünen Erzeugnissen konnte die Türkei recht umfassend aufwarten. Belgien komplettierte anhand überschaubarer Partien. Die Verfügbarkeit lag über dem Bedarf und zudem drängten spanische Abladungen verstärkt auf den Markt. Deren niedrigen Eingangspreise setzten die niederländischen Ankünfte unter Druck. Schließlich vergünstigten sich die Produkte beider Herkünfte mengeninduziert, wobei die niederländischen deutlichere Schwankungen aufwiesen. Türkische Importe orientierten sich am Interesse und konnten ohne finanzielle Einbußen veräußert werden.

Zwiebeln
Die Zufuhren von Gemüsezwiebeln aus spanischem Anbau waren zwar geringer als in der 43. KW, aber jederzeit ausreichend. Aufgrund des eher ruhigen Geschehens blieb es im Großen und Ganzen bei den bisherigen Bewertungen. Bei der Haushaltsware standen deutsche Offerten im Fokus. Die Niederlande  und Österreich komplettierten hier und dort. Die Anlieferungen genügten vollends, um eine lückenloseVersorgung zu gewährleisten. Die Forderungen der Vorwoche wurden in der Regel bestätigt.


Weitere Informationen

Frankfurt
Die Kampagne für europäische Pfirsiche wurde abgeschlossen und der Handel mit 2,5-kg-Kartons aus Südafrika fortgesetzt. Papayas aus Hawaii schlug man zu 42,- € je 4,5-kg-Karton um, Standardchargen waren schon zu 12,- bis 20,- € je 4,5 kg zu haben. Granatäpfel aus der Türkei räumten flott. Italienische Kaktusfrüchte fanden zu 7,- € je 7- bis 8-kg-Kiste eine problemlose Aufnahme. Die Bereitstellung von Beerenobst fiel knapper aus: Die Kurse für niederländische Brombeeren kletterten auf bis zu 3,90 € je 125-g-Schale. Die Angebotsphase für einheimischen Meerrettich endete, als Alternative konnte österreichischer geordert werden. Datteln waren viel hochpreisiger als in vergangenen Vermarktungsperioden. Ab Mittwoch gab es italienischen Kohlrabi. Von einem befriedigenden Halloweengeschäft bei Kürbissen konnte dieses Jahr keine Rede sein, erst ab Donnerstag stieg die Nachfrage etwas an. Walnüsse und Haselnüsse generierten anziehendes Interesse, letztere waren ca. 1,- € je kg teurer als in den vorherigen Jahren. Schöne Partien bei Pfifferlingen wurden nochmals gesucht und mit 18,- bis 21,- € je kg gut bezahlt. Der Zugriff bei Steinpilzen schwächte mit schwindender Qualität zusehends ab. Vorsichtig disponierte italienische schwarze Trüffel sollten 350,- bis 360,- € je kg bringen.

Hamburg
Die Saison von Pfirsichen und Nektarinen aus Südafrika in 18er- bis 20er-Abpackungen startete zu 17,- € je 2,5-kg-Steige. In der 45. KW werden südafrikanische Aprikosen erwartet. Durch einen Lieferengpass entwickelten sich Artischocken aus Frankreich zu wahren Liebhaberstücken: 20er-Sortierungen kosteten bis zu 40,- € je 10,5-kg-Holzkiste. Spinat aus Italien wurde zu 9,- € je 5-kg-Karton veräußert. In Kürze soll italienischer Kohlrabi verfügbar sein. Wegen frischer Buschbohnen in einwandfreier Verfassung aus dem Senegal zu 13,- € je 5-kg-Kollo gerieten marokkanische Importe unter Druck. Mit der Ankunft von Grünkohl aus der Region wird fast täglich gerechnet.

Köln
Die Herbstferien im nahegelegenen Rheinland-Pfalz machten sich stärker bemerkbar als gedacht. Recht verhalten war die Verkaufsstimmung bei Himbeeren, Johannisbeeren und Brombeeren. Mit dem Absatz von Kakis und Granatäpfeln konnte man zufrieden sein. Trotz Halloween lief die Vermarktung von Zierkürbissen nicht wie erhofft. Ein uneinheitliches Aussehen sorgte bei Pfifferlingen für weite Kursspannen.

München
Die Nachfrage nach Erdbeeren hatte sich zu Beginn kaum verbessert, obwohl die Forderungen für belgische Abladungen vermindert wurden. Norditalienische und einheimische Chargen gab es zu den bisherigen Preisen. Die Saison für inländisches Beerenobst neigte sich deutlich dem Ende entgegen; nicht nur die Mengen von Kulturheidelbeeren und Himbeeren gingen zurück, sondern bei Letzteren auch die Fruchtgröße und die Ausfärbung. Die Kampagne für türkische Frischfeigen befand sich auf der Zielgeraden; bei der überwiegend aus dem Kühllager kommenden Ware häuften sich schwache Partien und der Sortieraufwand stieg an. Indes näherte sich das Geschäft mit türkischen Quitten und Granatäpfeln ihrem Höhepunkt. Zucchini und Auberginen vergünstigten sich. Der Bedarf an Radicchio wurde fast komplett mit italienischen Produkten gedeckt, nachdem die einheimischen den Qualitätsansprüchen nicht immer genügten. Italienische Kohlrabi schlossen die Lücke, die durch das Fehlen der süddeutschen Anlieferungen entstanden war. Überschaubare Steinpilze und Pfifferlinge notierten fest.

Berlin
Bei bloß noch begrenzt verfügbaren Artischocken aus Frankreich zog der Kurs auf etwa 29,- € je 15er–Steige an. Bei Buschbohnen und Stangenbohnen schwenkte das Angebot im Wochenverlauf von inländischen auf ägyptische und marokkanische Zufuhren um. Die Bereitstellung von Auberginen und Zucchini aus Spanien und Italien nahm weiter zu und überragte die Unterbringungsmöglichkeiten; die Bewertungen mussten auf ca. 1,- bis 1,20 € je kg gesenkt werden.

Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.

Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE
Copyright © fruchtportal.de

Veröffentlichungsdatum: 05.11.2014

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin