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31. Deutscher Logistik-Kongress 2014

27. Oktober 2014

„Die Ausgaben für Infrastruktur müssen verdoppelt werden.“ Unter dem Motto „Komplexität, Kosten, Kooperation“ hat am 22. Oktober der 31.  Deutsche Logistik-Kongress der Bundesvereinigung Logistik (BVL) in Berlin begonnen. Drei Tage lang werden sich die Teilnehmer aus Industrie, Handel, Logistikdienstleistung und Wissenschaft über aktuelle Fragestellungen und grundsätzliche Themen von Supply Chain Management und Logistik austauschen. Erwartet werden Gäste aus rund 40 Ländern weltweit.

„Logistik leistet in globalen Dimensionen – und die globalen Entwicklungen wirken sich auf die europäische und die deutsche Wirtschaft aus“, sagte der Vorsitzende des Vorstands der BVL, Prof. Raimund Klinkner, in seiner Eröffnungsrede. Er ver-wies dabei auf die Krise in der Ukraine und die damit verbundenen Sanktionen gegen Russland, auf die Krise im Nahen und Mittleren Osten sowie auf die Ebola-Katastrophe in Afrika.

Die BVL erwartet für das laufende Jahr einen Umsatz des Wirtschaftsbereichs Lo-gistik in Deutschland in Höhe von etwa 235 Milliarden Euro. Rund 2,9 Millionen Menschen sind aktuell je zur Hälfte bei den Logistikdienstleistern und in den Logis-tikabteilungen von Industrie und Handel beschäftigt. „Damit realisiert die Logistik 2014 wiederum einen stabilen Sidestep mit einem Wachstum zwischen zwei und drei Prozent gegenüber Vorjahr“, so Klinkner. Dieses Wachstum leicht über dem Inflationsniveau stelle nicht zufrieden, aber mehr gehe unter den aktuellen Rah-menbedingungen nicht. Zur Verbesserung der Lage mahnte Klinkner außenwirt-schaftlich einen zügigen Abschluss des Freihandelsabkommens mit den USA an.

Programmschwerpunkte des Kongresses

Komplexität, Kosten, Kooperation – der Leitgedanke des Kongresses, trifft den Nerv der Zeit. Das belegen Umfragen ebenso wie ein Blick in die aktuellen Medien oder auf die Forschungsagenda. Die zunehmende Komplexität und wie man ihr begegnen kann, darum drehen sich derzeit viele Diskussionen. Und das ist auch der „rote Faden“, der sich durch die Inhalte des diesjährigen Kongresses zieht.

In einer Podiumsdiskussion am ersten Tag erörterten Joachim Limberg (Thyssen-Krupp), Frank Sportolari (UPS Deutschland), Peter Heep (Nanu Nana) und Dr. Karl-Rudolf Rupprecht (Lufthansa Cargo AG) das Kongressthema. Wie kann die Wirtschaft der zunehmenden Komplexität und den steigenden Kosten begegnen, wie viel Transparenz und wie viel Kooperation sind machbar und sinnvoll? Roland Tichy, Vorstandsvorsitzender der Ludwig-Erhard-Stiftung, leitete die Diskussion, in der die Einschätzungen aus Industrie, Handel und Logistikdienstleistung aufei-nandertrafen.


Quelle: Hafen Hamburg

Veröffentlichungsdatum: 27.10.2014

Schlagwörter

Deutschland, Logistik, Kongress