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Deutschland - Land der Ideen: Vogelsänger würdigt „GemüseAckerdemie“ Teltow

16. Oktober 2014

Brandenburgs Agrarminister Jörg Vogelsänger zeichnet morgen (14. Oktober) die „GemüseAckerdemie“ in Teltow-Ruhlsdorf als Preisträger der Kampagne „Deutschland – Land der Ideen“ aus. Das Bildungsprojekt kann sich ab sofort als „Ausgezeichneter Ort im Land der Ideen 2014/15“ präsentieren.

Die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ und die Deutsche Bank würdigen im Rahmen des Wettbewerbs Ideen und Projekte, die einen Beitrag zur Gestaltung der ländlichen Regionen liefern und sie fit für die Zukunft machen. Aus tausend Bewerbungen wählte die Expertenjury aus Wissenschaftlern, Wirtschaftsmanagern, Journalisten und Politikern mit einem sechsköpfigen Fachbeirat die „GemüseAckerdemie“ aus, die 2013 mit 30 Schülern startete.

Initiator Dr. Christoph Schmitz ist Agrarökonom am Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK). Im Rahmen seiner Arbeiten zum Thema nachhaltige Landwirtschaft hatte er 2012 die Idee für die „GemüseAckerdemie“. Er selbst stammt von einem landwirtschaftlichen Betrieb in Nordrhein-Westfalen. Die Entfremdung der Gesellschaft von der Nahrungsmittelproduktion und deren Zusammenhängen ist ein zentrales Thema seiner Forschungsarbeiten. Als Konsequenz des Wissensverlusts ist die Wertschätzung für Nahrungsmittel gesunken. Hier setzt das Bildungsprogramm der „GemüseAckerdemie“ an. Am Beispiel der Produktion und Vermarktung von Gemüse lernen Schüler landwirtschaftliches Basiswissen. Nur wenige Kinder wissen, wo ihre Lebensmittel wirklich herkommen. Noch weniger haben schon einmal selbst Gemüse angebaut. In Deutschland werden über 30 Prozent der Lebensmittel weggeworfen. Auch junge Verbraucher sollen darin eingeübt werden, sich gesund zu ernähren. Unter dem Motto „Gemüse macht Schule“ sollen sie Verständnis entwickeln für die Herstellung und den Wert von Nahrungsmitteln. Die „GemüseAckerdemie“ wird in bestehende Lehrangebote integriert. Im Zeitraum von April bis Oktober bauen die Kinder 30 Gemüsesorten unter fachlicher Anleitung an. Durch die anschließende Vermarktung sollen sie auch erste Einblicke bekommen, welchen Weg Gemüse vom Beet bis auf den Küchentisch nimmt. Die Gartenarbeit wird durch Spiel- und Lernmodule ergänzt.

Koordiniert wird das Programm von dem in Potsdam ansässigen, gemeinnützigen Verein Ackerdemia, der in diesem Jahr gegründet wurde. Gefördert durch die Universität Potsdam und das PIK ist das Projekt in diesem Jahr in die Pilotphase gegangen. Die „GemüseAckerdemie“ wird im Pilotjahr 2014 an sechs Schulen in Berlin und Brandenburg sowie in Nordrhein-Westfalen durchgeführt.

Drei Standorte in Berlin-Brandenburg

Grundschule/Hort „Am Röthepfuhl“ Ruhlsdorf
Sputendorfer Straße 1, 14513 Teltow / OT Ruhlsdorf
Ackerfläche: Obst- und Gemüsehof Teltower Rübchen, Ruhlsdorfer Straße 74, 14513 Teltow
 
Evangelische Schule Berlin-Zentrum
Wallstraße 32,10179 Berlin
Ackerfläche: direkt am Schulgelände
 
Nürtingen Grundschule Berlin
Mariannenplatz 28, 10997 Berlin
Ackerfläche: schuleigene Ackerfläche
Das Ziel ist, das Projekt insbesondere in Berlin und Brandenburg (Hauptsitz des Vereins) auszuweiten.

Weitere Informationen unter:

www.ackerdemia.de
www.facebook.com/gemueseackerdemie


 

 

Veröffentlichungsdatum: 16.10.2014

Schlagwörter

Deutschland, Vogelsänger, GemüseAckerdemie, Teltow