Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

BLE-Marktbericht KW 40 / 14 - Obst - Gemüse - Südfrüchte

08. Oktober 2014

Äpfel: Die Versorgung war nach wie vor sehr umfangreich. Deutschland und Italien beherrschten mit Golden Delicious und Royal Gala, bzw. mit Elstar und Jonagold das Geschehen. Das Interesse konnte problemlos gestillt werden. In der Regel musste man die bisherigen Bewertungen mengeninduziert leicht nach unten korrigieren; insbesondere kleinfallende Ware verbilligte sich. Die gesenkten Preise brachten für die inländischen Früchte einen vermehrten Zuspruch, sodass die Kunden teure französische Abladungen verstärkt ignorierten und auch bei den italienischen weniger zugriffen. Importe aus Übersee, hauptsächlich waren neuseeländische Pink Lady und Jazz anzutreffen, verloren enorm an Wichtigkeit. Eine Räumung gelang nicht generell. In Frankfurt rundeten chilenische Pink Lady zu 10,- € je 6,5-kg-Karton das Sortiment ab; sie kosteten damit so viel wie ihr neuseeländisches Pendant.

Birnen
Italien nahm mit Abate Fetel, Santa Maria und Williams Christ den ersten Rang ein. Die Präsenz von Boscs Flaschenbirnen wuchs merklich an; sie traten vor allem in München in Erscheinung. Deutschland lag mit Alexander Lucas, Williams Christ und Gute Luise auf dem zweiten Platz. Die Türkei sendete Santa Maria, die man aufgrund hoher Abgangsforderungen eher vorsichtig disponierte. Frankreich beteiligte sich mit Williams Christ; die Niederlande und Belgien schickten Conference. Spanien partizipierte mit ersten Red Bartlett am Geschäft, die in Hamburg zügig an den LEH weitergegeben wurden. Das üppige und mannigfaltige Angebot stieß auf eine befriedigende Nachfrage, sodass sich die Notierungen der Vorwoche bestätigten. In Hamburg stiegen diese infolge eines flotten Umschlags sogar marginal an. Einzig
in Berlin kam es zu Vergünstigungen. Die Händler versuchten so, der Vermarktung neuen Schwung zu verleihen, was nicht immer klappte.

Tafeltrauben
Thompson Seedless aus Griechenland, Sultana aus der Türkei und Italia aus Italien befanden sich an der Spitze des Sortimentes. Aus Italien stammten die meisten Varietäten, unter anderem tauchten Sugraone,
Michele Palieri und Crimson Seedless auf. Frankreich und Spanien hatten ergänzenden Charakter. Die Verfügbarkeit schränkte sich insgesamt ein. Sie reichte dennoch aus, um das kontinuierliche Interesse zu
stillen. Eine Räumung gelang nicht komplett, sodass etwa in Köln Bestände aufliefen. Die Kurse entwickelten sich sehr unterschiedlich; in der Masse bröckelten sie leicht ab. Türkische Sultana verteuerten sich
indes, da sich ihre Ausfärbung verbessert hatte. Griechische Thompson Seedless wiesen eine breite Preisspanne auf: Sie kosteten zwischen 11,- und 18,- € je 4,5-kg-Karton, abhängig von der Qualität, die ziemlich uneinheitlich war.

Erdbeeren
Inländische Partien dominierten vor niederländischen, belgischen und italienischen. Die Saison bog auf die Zielgrade ein, was man an deutlich verringerten Abladungen erkennen konnte. Auch die Güte überzeugte
nicht vollends; Ausfärbung und Fruchtgröße waren mitunter recht differenziert. Trotzdem wurden die Bewertungen angehoben. Vor allem für die belgischen Chargen musste tief in die Tasche gegriffen
werden: Bis zu 7,10 € je kg sollten man für die hinsichtlich Aroma und Ausfärbung exklusiven Produkte zahlen. Generell leerten sich die Läger problemlos. Nur in Frankfurt war das Geschäft anfangs eher flau.
Das für das Wochenende in Ausschau gestellte schöne Wetter beflügelte dann aber den Absatz, sodass die Notierungen sukzessive nach oben kletterten.

Pfirsiche und Nektarinen
Die Kampagne stand vor ihrem Abschluss: Es waren bloß wenige Anlieferungen zu finden. Italien und Spanien prägten dabei die Szenerie, während Frankreich lediglich eine Nebenrolle spielte. Die Qualität
ließ vermehrt zu wünschen übrig, zudem schwächte sich auch das Interesse merklich ab. Dennoch konnten die bisherigen Forderungen bestätigt werden.

Pflaumen
Die Saison stand kurz vor ihrem Ende; die Anlieferungen schrumpften augenscheinlich. Deutschland dominierte dabei, vorrangig mit Presenta, Hauszwetschge und Top. Die Qualität überzeugte nicht immer: Manche Offerten waren zu weich und zeigten konditionelle Mängel. Diese Partien konnten lediglich mit merklichen Vergünstigungen verkauft werden. Aufgrund der eingeschränkten Verfügbarkeit stiegen die Kurse für gewöhnlich aber deutlich an. Forderungen von bis zu 16,- € je 10-kg-Kiste beobachtete man zum Beispiel in Hamburg. Italienische, spanische und polnische Chargen kamen über einen ergänzenden Status nicht hinaus. Hier genügte die Bereitstellung ebenso nicht, um den Bedarf komplett zu decken. Die Notierungen kletterten aufwärts, allerdings nicht so drastisch wie bei den einheimischen Produkten.

Kiwis
Das Angebot setzte sich vorrangig aus neuseeländischen und komplettierend aus italienischen und griechischen Partien zusammen. Hinsichtlich der Güte bestimmten die Importe aus Übersee das Geschehen,
was ihnen konstante Notierungen bescherte. Italien trat in Berlin mit Goldkiwis der Varietät Soreli in Erscheinung: Man sollte zwischen 12,- und 15,- € je 10-kg-Steige bezahlen. Griechische Früchte wiesen
in der Hauptstadt ein Gewicht von 200 g je Stück auf. Aufgrund einer zu frühen Ernte betrug ihr Reifegrad zum Verkaufszeitpunkt nur 4,0° Brix. Trotzdem wurden die sauer schmeckenden Offerten zu 16,- €
je 10 kg flott untergebracht.

Zitronen
Die problematische Lage der letzten Wochen entschärfte sich. Die Zufuhren von Primofiori aus Spanien stiegen mehr oder weniger deutlich an. Es folgten entsprechende Preisanpassungen. Die Bereitstellung
türkischer Interdonato hatte sich ebenfalls vergrößert, doch diese konnten vielfach zu stabilen Bewertungen abgegeben werden, gleichwohl sie sich dennoch vereinzelt vergünstigten. Wollte man mit überseeischen Eureka nicht an Boden verlieren, blieben auch in diesem Sektor Verbilligungen nicht aus.

Bananen
Das Angebot war in der Regel gründlich auf den Bedarf abgestimmt. Die ruhige Nachfrage sicherte überwiegend eine genügende Entlastung der Vorräte. Häufig sah man keine Veranlassung, die bisherigen
Forderungen zu verändern. Allerdings wurden sie in München im oberen Spannenbereich etwas gekappt, da sich die euphorische Kauflaune der Vortage abgeflacht hatte. In Köln hingegen sanken die Kurse der
Erstmarke aus Costa Rica, während sich die der Zweitmarke aus Kolumbien minimal nach oben bewegten.

Blumenkohl
Die solide auskömmliche Versorgung basierte nahezu ausschließlich auf den kontinuierlichen, leicht angewachsenen inländischen Anlieferungen. Ein paar Chargen aus Frankreich und den Niederlanden ergänzten diese in geringem Umfang. Die Notierungen fielen ab, da konnte auch der bevorstehende Feiertag mit einem langen Wochenende nicht mehr viel retten. Die instabile Qualität einiger Erzeugnisse
dämpfte das ohnehin schon müde Interesse zusätzlich ab.

Salat
Kopfsalat stammte meist aus dem Inland und Belgien. In der Regel zeigten die Kurse feste Tendenzen. Nur in Berlin musste gütebedingt für belgische Produkte etwas tiefer in die Tasche gegriffen werden. Aus
Deutschland waren erhebliche Mengen von Eissalat eingetroffen, während die Niederlande und erstmals Spanien merkliche Partien beisteuerten. Das reichliche Angebot konnte zum Teil hinsichtlich der Kondition
nicht überzeugen. Die Aufrufe mussten des Öfteren nach unten korrigiert werden. Feldsalat aus Deutschland hielt verstärkt Einzug und wurde wegen einer schwachen Nachfrage günstiger abgegeben.
Von dieser Abwärtsentwicklung blieben belgische Zufuhren nicht verschont, obwohl diese bereits vorher deutlich billiger waren als die inländischen. Bunte Salate wurden gerne gekauft und die bisherigen Bewertungen konnten bestätigt werden.

Gurken
Das Gros von Schlangengurken kam aus Deutschland; niederländische Chargen befanden sich auf dem zweiten Rang. Belgische und spanische Ankünfte standen dagegen limitiert zur Disposition. Das Sortiment
fiel knapp aus, sodass sich die Preise häufig nicht wesentlich änderten. Hier und dort konnte sogar ein Aufschlag geltend gemacht werden. Ausnahmen bildeten 400/500-g-Größen in Frankfurt und spanische
Abladungen in Berlin, für die jeweils weniger als in der Vorwoche aufzuwenden war. Minigurken präsentierten sich in begrenztem Umfang und verteuerten sich daher.

Tomaten
Bei den Rispentomaten beherrschten die Niederlande das Marktgeschehen, bei den Fleischtomaten Belgien. Dominierend bei den runden Tomaten waren die Niederlande; Polen spielte verstärkt eine Rolle.
Kirschtomaten stammten hauptsächlich aus niederländischer Ernte. Die Verfügbarkeit orientierte sich generell am Bedarf. Aufgrund des sonnigen Wetters gab es keine Qualitätsprobleme und es konnte zumeist
zügig geräumt werden. Nur in Berlin zeigte sich der Absatz von Rispentomaten eher schleppend und in Frankfurt trat am Donnerstag eine Angebotslücke auf. Für die gesamte Palette verfestigten sich die
Forderungen. 

Gemüsepaprika
Während sich die niederländischen Anlieferungen etwas verminderten, vergrößerten sich die aus Spanien, welche somit ihre mitteleuropäische Konkurrenz von der Bedeutung her überholten. Zudem komplettierten z. B. die Türkei und Belgien das Geschäft. Eine umfangreiche Bereitstellung begegnete häufiger einer nicht vollends befriedigenden Nachfrage. Die spanischen Importe wurden fortlaufend recht stabil, aber billiger umgeschlagen als ihre Mitstreiter. Bei den niederländischen Chargen sanken die Kurse: zum einen bedingt durch niedrigere Abgangspreise, zum anderen infolge von Anpassungen an die angewachsenen spanischen Zufuhren. Spärliche italienische Früchte kosteten in Frankfurt 6,- € je 4 kg.

Zwiebeln
Haushaltsware stammte ausschließlich aus dem Inland. Lediglich in München rundeten ein paar österreichische Partien das Sortiment ab. Der Markt war ausgewogen, auf das Interesse abgestimmt versorgt. Die
Forderungen verharrten in der Regel auf bisherigem Niveau; Spielraum für ein leichtes Ansteigen eröffnete sich wegen des vorrangig ruhigen Absatzes eher nicht. Im Gegenteil, die Notierungen gerieten allmählich
unter Druck. Gemüsezwiebeln, uneingeschränkt aus spanischer Produktion, zeigten hinsichtlich ihrer Verkaufsparameter eine unbeirrbare Kontinuität: Abnahmevolumen und Bewertungen veränderten
sich höchstens unwesentlich. Einzig in München hatten sich die Erzeugnisse vergünstigt, da die Einstände gefallen waren.

Weitere Informationen

Frankfurt
Himbeeren aus dem Inland waren nur noch in Kleinstmengen vorhanden und verteuerten sich daher. Anlieferungen aus Italien, Portugal, Spanien, den Niederlanden, Argentinien und Mexiko komplettierten.
Neben italienischen Kakis zu 2,- bis 2,60 € je kg wuchsen die spanischen Abladungen aus Spanien in vielerlei Aufmachungen deutlich an. Sie erzielten 2,20 bis 2,80 € je kg. Das nicht mehr so üppige Angebot
an Grapefruits aus Südafrika wurde mit Früchten aus Israel und Mexiko ergänzt. Geringere Zufuhren an französischen Artischocken ließen die Preise auf bis zu 18,- € je 8-kg-Karton klettern. Während Pfifferlinge
bedarfsgerecht verfügbar waren und die Kurse stabil blieben, verknappten sich Steinpilze, sodass man tageweise bis zu 20,- € je kg ausgegeben musste.

Hamburg
Die Forderungen für Clementinen, Clemenruby aus Spanien, lagen je nach Marke weit auseinander, wobei Produkte mit Blatt freilich am meisten kosteten. Hinsichtlich Geschmack und gleichmäßiger Ausfärbung
überzeugten die Partien nicht vollends. Spanische aromatisch mangelhafte Satsumas hatten einen schweren Stand; einwandfreien Mandarinen von der südlichen Halbkugel erging es ähnlich. Importe mit
einem schwachen Erscheinungsbild und einem nicht ansprechenden Saftgehalt vergünstigten sich immer öfter. Für optisch exklusive Blondorangen von der südlichen Hemisphäre musste bei einem regen Absatz
so viel wie bislang gezahlt werden. Kakis und Granatäpfel fehlten Nachfrageimpulse; ein Entgegenkommen der Verkäufer in Sachen Bewertungen diente dem Zwecke der schnelleren Räumung. Verstärkt auftretende Konditionsprobleme verzögerten die Unterbringung von Limetten. Osteuropäische Steinpilze wurden vor dem verlängerten Wochenende gesucht und verbuchten festere Notierungen.

München
Der Umschlag von spanischen Clementinen, Clemenrubi, und Satsumas, Iwasaki, war bei einer spätsommerlichen Witterung gedämpft. Die Restmengen an inländischen Heidelbeeren schränkten sich kontinuierlich ein, genügten aber für den bescheidenen Bedarf. Erste Früchte aus Argentinien präsentierten sich zu jung und wurden preisbedingt kaum beachtet. Neben den klassischen Überseeherkünften gab es vermehrt Mangos aus Spanien und Italien. Zucchini aus Spanien und Italien stießen infolge rückläufiger einheimischer Chargen zunehmend auf Interesse. Die Kurse für deutsche Buschbohnen und Stangenbohnen blieben nahezu konstant; sporadisch ergänzten türkische Stangenbohnen die Palette. Das Sortiment von Weißkohl und Rotkohl geriet angebotsinduziert unter Druck. Erste geringe Zufuhren von Grünkohl tauchten auf. Üppige Pfifferlinge wurden täglich billiger. Steinpilze verteuerten sich; dabei musste für inländische und österreichische Offerten am tiefsten in die Tasche gegriffen werden.

Berlin 
Bei Orangen kennzeichnete ein ruhiges Geschäft mit unveränderten Notierungen das Geschehen mit Beständen aus Südafrika. Bei den Mandarinen wuchs die Bereitstellung spanischer Produkte deutlich an.
Standardpartien kosteten im Mittel 12,- bis 15,- € je 10-kg-Steige. Nardocott und Murcott aus Argentinien, Südafrika und Peru beteiligten sich ebenfalls am Handel, der insgesamt stetig verlief. Verstärkt auftretende
Clementinen mit Blatt setzte man zu ca. 25,- € je 10 kg ab. Gut untergebracht wurden Mangos verschiedenen Ursprungs, insbesondere genussreife Importe waren trotz hoher Bewertungen gefragt. Hier
dominierte die Varietät Keitt aus Israel und Brasilien. Die Forderungen differierten erheblich, man zahlte je 5 bis 8 Stück im 4- oder 4,5-kg-Karton zum Wochenende hin bis zu 35,- €. Im Schnitt wurden die Kartons
zu 17,- € verkauft. In größerem Umfang trafen spanische Osteen ein: Obwohl sie hinsichtlich Qualität durchaus überzeugten, konnten sie zu 8,50 bis 13,- € je 8 Stück nur zögernd veräußert werden.

Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.


Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE
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Veröffentlichungsdatum: 08.10.2014

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin