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EU: Neuer Kommissar für Lebensmittelsicherheit will Saatgutverordnung überprüfen

07. Oktober 2014

Die Agrarsprecherin der ÖVP im Europäischen Parlament, Elisabeth Köstinger, begrüßte das erste Bekenntnis des designierten EU-Kommissars für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Vytenis Andriukaitis, zum Schutz der Sortenvielfalt bei Saatgut. "Biologische Vielfalt und Biodiversität müssen im Zentrum der neuen Saatgutregelungen stehen und unsere heimischen Betriebe brauchen Unterstützung im globalen Wettbewerb. Wenn die Verhandlungen neu aufgenommen werden, werden wir den Kommissar an diesen Prinzipien messen", kündigte Köstinger an. In der gestrigen Anhörung des Kommissarskandidaten im Europäischen Parlament hatte der Litauer Andriukaitis den EU-Abgeordneten zugesichert, dass die umstrittene EU-Saatgutverordnung, die das EU-Parlament im März mit überwältigender Mehrheit abgelehnt hatte, grundlegend überprüft wird, so das Agrarisches Informationszentrum aiz.info.

"Ich erwarte mir deutliche Verbesserungen des Gesetzesvorschlages. Die Landwirtschaft braucht Unabhängigkeit beim Saatgut. Der hohe Grad an Eigenproduktion durch heimische Unternehmen muss gesichert bleiben", so die ÖVP-Politikerin. Es dürfe auch keine überteuerten Gebühren bei der Zulassung neuer Sorten geben und Registrierungsverfahren sollten einfach und übersichtlich sein, forderte die EU-Abgeordnete. "Alle Sorten haben ihren Wert und es gilt, alte Linien im Sinne der Vielfalt zu schützen. Diese genetischen Ressourcen sind wertvoll", so Köstinger.

Quelle: aiz.info

Veröffentlichungsdatum: 07.10.2014

Schlagwörter

EU, Kommissar, Lebensmittelsicherheit, Saatgutverordnung