Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH
Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter

BGA sieht Marktstützungsmaßnahmen kritisch

29. September 2014

Die Europäische Kommission hat im Zuge des russischen Importstopps für Agrarprodukte bislang Marktstützungsmaßnahmen im Wert von über 155 Mio. € ergriffen. Konkret beziehen sich diese Maßnahmen auf Pfirsiche und Nektarinen (33Mio. €), verderbliches Obst und Gemüse (125Mio. €) sowie Käse, Butter und Magermilch Pulver. Auf einem Sondertreffen Anfang September kamen die EU-Agrarminister überein, weitere Hilfsmaßnahmen zu prüfen.
 
Der BGA sieht diese Schritte sehr kritisch. Eine einseitige Unterstützung zugunsten der Produzenten stellt eine Ungleichbehandlung von Großhändlern dar. Diese sind durch das russische Embargo ebenfalls betroffen und können die Waren, die sie bereits von den Produzenten erworben haben, weder an den russischenMarkt liefern noch an die Landwirte zurückgeben. Die finanzielle Unterstützung der Produzenten führtmithin zu einerMarktverzerrung und einem erheblichen Eingriff in denWettbewerb.
 
Hält man sich darüber hinaus vor Augen, dass von dem russischen Importstopp Agrarprodukte betroffen sind, die im Jahr 2013 im Wert von insgesamt über fünf Milliarden Euro nach Russland exportiert wurden, können die nun veranschlagten Summen nicht viel mehr als der berühmte Tropfen auf den heißen Stein sein.
 
Quelle: BGA

 

Veröffentlichungsdatum: 29.09.2014

Schlagwörter

BGA, Markt, Stützungsmaßnahmen, kritisch