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Bio Obst und Gemüse: Pestizidschaden auf Bio-Hof Mahlitzsch

23. September 2014

MDR Sachsen berichtete am 18. September über den Schaden in Höhe von 250.000 Euro, entstanden auf dem Bio-Hof Mahlitzsch bei Nossen in Sachsen. Die Felder des Bio-Hofs seien durch Pestizide verseucht worden. Es sei fast die gesamte Ernte betroffen, die möglicherweise nicht mehr verkauft werden könne. Bio-Kontrolleure untersuchen bereits den Boden und das Gemüse. In den kommenden Tagen und Wochen sollten Kohlrabi, Kraut, Zwiebeln, Möhren, Salat, Kürbisse, Porree und Kräuter geerntet und verkauft werden, heißt es in einer Meldung von bio-markt.info.

In der Nachbarschaft befindet sich ein konventioneller Landwirtschaftsbetrieb. Nach Angaben des Bio-Hofes hat dieser beim Versprühen der Pestizide den Abstand zu den Gemüseflächen des Hofes nicht eingehalten. Medienberichten zufolge ist es für ihn unerklärlich, wieso das Pflanzenschutzmittel die Bio-Fläche treffen konnte. Der Verursacher wolle sich auch mit dem Pestizidhersteller in Verbindungen setzen, so die Angaben der bio-markt.info.

Der Bio-Hof Mahlitzsch gehört mit seinen 40 Mitarbeitern zu den größten Bio-Anbaubetrieben in Sachsen. Ebenfalls wird ein Hofladen betrieben und Gemüsekisten werden in der gesamten Region bis nach Dresden geliefert. Den Mitarbeitern soll nun Kurzarbeit drohen. Weiterhin befürchtet der Bio-Hof einen Imageschaden. Verbraucher könnten das Vertrauen verlieren, wenn Bio-zertifiziertes Gemüse durch Pestizide aus der Nachbarschaft kontaminiert ist. Auch könnte das Biosiegel über einen Zeitraum von drei Jahren aberkannt werden. 
 
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Quelle: bio-markt.info / MDR Sachsen

Veröffentlichungsdatum: 23.09.2014

Schlagwörter

Bio, Obst, gemüse, Pestizidschaden, Mahlitzsch