Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Belgien: VLAM setzt voll auf die Förderung der inländischen Produktion

16. September 2014

VLAM setzt in seiner Herbst-kampagne auf den Chauvinismus der Belgier, der seit dem russischen Boykott vieler europäischer Produkte auftaucht.

Chauvinismus verstärken

VLAM, das Vlaams Centrum voor Agro- en Visserijmarketing, hat eine Anpassung der geplanten Herbstkampagnen für unter anderem Obst und Gemüse im Sinn. Radio- und Fernsehspots und Werbekampagnen erhalten einen auffallenden Zusatz, um die Verbraucher aufzufordern, auf jeden Fall belgische Produkte zu kaufen. Es wird eine gemeinsame Signatur geben, die über alle Kampagnen hinweg erkennbar ist. 

Die Medienpartner von VLAM widmen den getroffenen Produkten besondere Aufmerksamkeit. So eröffnete „Dagelijkse Kost“ die neue Saison am 1. September mit einem Apfel- und Birnenrezept und bringt das Programm auch in einer Wochenendreportage ein aktuelles Stück über Birnen. Auch Piet Huysentruyt widmet den betroffenen Boykottprodukten in einer Folge von „Smakelijk“ Aufmerksamkeit. Das Radio-2-Programm „De Madammen“ brachte in der zweiten Septemberwoche einen Beitrag über Birnen und rückt in der vierten Woche Äpfel in den Vordergrund. Auch das tägliche Rezept von „Lekker van bij ons“ in den Tageszeitungen Het Belang van Limburg und Gazet van Antwerpen wird den am stärksten getroffenen Produkten besonderes Augenmerk widmen.

Flandria-Anzeigen

Am Sonntag, den 24. August erschien eine Flandria-Anzeige in De Zondag und in 7 Dimanche mit der Botschaft: „Gemüse von hier ist immer lecker, immer frisch und immer lieferbar. Entscheiden Sie sich für lokale Produkte und unterstützen Sie so unsere Erzeuger.“ Die überkuppelnde Website www.lekkervanbijons.be und die unterstützenden Produktwebsites fordern in einem extra Startfenster die Verbraucher auf, sich für lokale Produkte zu entscheiden. Auch der Handel wird die Aktionen von VLAM maximal berücksichtigen. Einige Warenhausketten haben Initiativen ins Leben gerufen, um die Kunden aufzurufen, sich mit unseren Erzeugern solidarisch zu zeigen und sich für lokale Produkte zu entscheiden.

Radiospots

Im Herbst gibt es neue Radiospots, in denen Obst und Gemüse von hier beworben werden. Auch diese Radiospots bringen auf spielerische Art und Weise die extra Botschaft: „Essen Sie mehr inländische Produkte“. „So wollen wir den Verbrauch unserer Produkte fördern, sicher jetzt“, erklärt Sofie Lambrecht, Produktmanager Obst und Gemüse bei VLAM. Die Radiospots werden in Flandern in Woche 35 und Woche 36 auf Q Music, StuBru und Radio 2 ausgestrahlt. In Woche 35 ist Wallonien an der Reihe auf Fmix Reach, NRJ und Pure FM. Sie werden mit demselben Slogan abgeschlossen, der den Chauvinismus der Belgier schüren soll.

Extra Kontakttage

Auch die Exportaktionen werden im Herbst intensiviert. Neben Messeteilnahmen gibt es auch extra Kontakttage. Gemeinsam mit VLAM reisen flämische Exporteure in Länder in Europa und darüber hinaus, um Kontakte mit Einkäufern vor Ort zu knüpfen und ihre Netzwerke auszubauen. 

Sie wollen dort Geschäfte besuchen und ein besseres Gefühl dafür entwickeln, was für die Einkäufer und den Einzelhandel in den verschiedenen Ländern wichtig ist. VLAM setzt weiter auch auf die Sammlung und Verbreitung von Marktinformationen unter den flämischen Betrieben. Damit müssen diese in der Lage sein, ihre Exportbestimmungen zu diversifizieren.

Auf der Suche nach neuen Exportmöglichkeiten

VLAM hat in den letzten drei Jahren stark in den Ausbau einer Exportzelle investiert, um die flämischen Betriebe auf ihrer Suche nach neuen Absatzmärkten zu unterstützen. Die Eroberung neuer Märkte ist aber eine langwierige Angelegenheit und hat frühestens mittelfristig Erfolg. Dennoch präsentiert VLAM diesen Herbst Aktionen, um Exporteuren dabei zu helfen, schnell neue Märkte zu finden. Gemeinsam mit den Exporteuren untersucht VLAM, welche extra Initiativen kurzfristig wünschenswert und durchführbar sind. So wurde die Anmeldefrist für die Messen World Food Almaty Kazachstan (November), Asia Fruit Logistica, Fresh Summit PMA und WOP Dubai verlängert, um flämischen Betrieben die Möglichkeit zu geben, doch noch teilzunehmen. Inzwischen haben sich schon ein Dutzend Exporteure angemeldet. Kasachstan scheint in erster Linie eine Gelegenheit für Geflügel und Milchprodukte, bietet aber auch Möglichkeiten für Obst, Gemüse und die Zierpflanzenzucht. VLAM arbeitet dafür eng mit Flanders Investment and Trade (FIT) zusammen, das auf Anfrage von VLAM während der Messe eine Geschäftsreise nach Usbekistan und Kasachstan plant.


Quelle: VLAM

Veröffentlichungsdatum: 16.09.2014

Schlagwörter

Belgien, Vlam, inländische, Produktion