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Fairfood deckt alarmierende Missbräuche in Tomatensektor auf

12. September 2014

Tomaten in europäischen Supermärkten, einschließlich „Tesco“ und „Sainsbury’s“, „Albert Heijn“ und andere europäische Supermärkte, werden von marokkanischen Tomatenpflückern gepflückt, die niedrige Löhne für ihre beschwerliche Arbeit erhalten, die zum Leben nicht ausreichen. Ein Bericht von Missbräuchen in dem marokkanischen Tomatensektor, der von „Fairfood International“ veröffentlicht wurde, deckt eine alarmierende Situation auf. „Fairfood“ ruft die Supermärkte dazu auf, sich daran zu erinnern, dass sie eine Verantwortung haben, sicherzustellen, dass alle Beschäftigten in ihrer gesamten Lieferkette ein Existenzminimum erhalten.

LOGO  organizationAm 9. September 2014 veröffentlichte „Fairfood International“ seinen neusten Bericht mit dem Titel „Die Früchte ihrer Arbeit: Die niedrigen Löhne hinter marokkanischen Tomaten, die in europäischen Supermärkten verkauft werden“, der die Armutslöhne aufdeckt, die den Zehntausenden von marokkanischen Verpackern und Pflückern, vor allem Frauen, in dem Tomatensektor gezahlt werden. Sie verdienen im Allgemeinen nicht mehr als fünf bis acht Euro pro Tag, während sie mindestens 15 Euro für ihre Familien brauchen, um mit ihren Einkünften auszukommen. Deshalb müssen sie in Armut leben, während die Früchte von europäischen Supermärkten verkauft werden, die den Löwenanteil der Gewinne erhalten.

Der Bericht ist eine Initiative von „Fairfoods“ „Marokko ‚hotspot‘“-Projekt, das Untersuchungen in der Souss-Massa-Drâa-Region durchführte: eine der Haupttomatenquellen für viele europäische Supermärkte während der Wintermonate.

Dieser Bericht steht in Verbindung mit der kommenden „Living Wage“-Kampage von „Fairfood“, die ein Existenzminimum, ein Lohn, der für die Grundbedürfnisse von Arbeitern und ihren Familien ausreicht, wie Lebensmittel, Kleidung, Gesundheitsvorsorge und Bildung, als ein Menschenrecht sieht, wie von Eelco Fortuijn, Direktor für Interessenverteidigung von „Fairfood“, erklärt.

„Fairfood“ ist eine in den Niederlanden sitzende internationale gemeinnützige Organisation, die sich für ein nachhaltiges und faires globales Lebensmittelsystem einsetzt und zentrale Stellen in Berlin, Johannesburg, London und San Francisco hat.

 

Veröffentlichungsdatum: 12.09.2014

Schlagwörter

Fairfood, Armutslöhne, Marokko, Tomaten, EU, Supermärkten