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Kommission setzt Hilfsprogramm für Obst- und Gemüsebauern zunächst aus

12. September 2014

Wegen unverhältnismäßig hoher Hilfsanträge hat die Europäische Kommission ein Programm zur Unterstützung europäischer Obst- und Gemüsebauern am Mittwoch Abend, 10. September, zunächst ausgesetzt. Mit insgesamt 125 Mio. Euro will die Europäische Kommission die Folgen des russischen Importstopps für leicht verderbliches Obst und Gemüse für den europäischen Agrarsektor abfedern. Die in den vergangenen Tagen eingegangen Hilfsanträge beliefen sich aber teilweise auf das vielfache des durchschnittlichen jährlichen Exportvolumens nach Russland. Die Kommission wird deshalb in den nächsten Tagen ein überarbeitetes Unterstützungsprogramm vorlegen.

EU-Landwirtschaftskommissar Dacian Cioloş erklärte: "Die Europäische Kommission will solche Erzeuger weiterhin unterstützen, die wegen des russischen Importstopps plötzlich einen Markt verloren haben. Ich werde in den kommenden Tagen ein neues Programm vorstellen, das zielgerichteter und effizient funktioniert und auf dem jetzigen Programm aufbaut."

Am 8. September hatten die Mitgliedstaaten der Kommission die Hilfsanträge übermittelt, die bis zum 3. September eingegangen waren. Die Anträge überschritten die bereitstehenden Mittel für Äpfel und Birnen (insgesamt 82 Mio. Euro) und einige andere Produkte und lagen unverhältnismäßig hoch. Die überwiegende Mehrheit der Anträge stammte aus Polen. Da jeder Antrag von den nationalen Stellen auf seine Berechtigung geprüft werden muss, ist bisher keine Auszahlung erfolgt.


Quelle: EU-Aktuell

Veröffentlichungsdatum: 12.09.2014

Schlagwörter

Kommission, Hilfsprogramm, Obst, gemüse