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Südafrika setzt Zitrusexporte an EU aus

10. September 2014

Die südafrikanische Zitrusindustrie hat entschieden zu empfehlen, den Export von Zitrusfrüchten an die Europäische Union proaktiv auszusetzen (mit Ausnahme von Mandarinen, aber Minneolas werden von der Unterbrechung mitumfasst). Früchte, die aus ausgewiesen CBS-freien Gebieten (West- und Nordkap) stammen, werden weiter exportiert, wurde von dem „Fresh Produce Consortium“ (FPC) berichtet. Wie in einer Pressemitteilung auf seiner Webseite erklärt, wurde die Entscheidung auf einem Sondertreffen des „Citrus Black Spot Committee“ (Komitee für die Zitrusschwarzfleckenkrankheit) der „Citrus Growers Association“ (CGA, Zitruserzeugervereinigung) getroffen.

Das FPC sagt, dass sie mit der CGA Verbindung aufgenommen haben, um den Mitgliedern Details über den Stopp zu geben. Die Erzeuger werden am 8. September aufhören, Zitrusfrüchte für den EU-Markt zu verpacken, mit Ausnahme von Mandarinen. Nur Früchte, die bis zum 8. September verpackt und inspiziert wurden, werden an die EU geliefert, heißt es in der Nachrichtenveröffentlichung. Der Stopp umfasst sowohl biologisch als auch konventionell angebaute Früchte.

„Wir erkennen, dass es für den UK-Zitrusmarkt große Probleme geben wird, was die UK-Verbraucher in den kommenden Wochen beeinträchtigen wird“, wurde Nigel Jenney, Geschäftsführer des FPC, zitiert. „Das FPC hat die eifrigen Bemühungen der südafrikanischen Zitrusindustrie unterstützt, zusätzliche Kontrollmaßnahmen für diese Saison einzuführen und die Lieferungen auf den UK-Zitrusmarkt aufrechtzuerhalten.“ Das FPC berichtet weiter, es erkennt, dass dies eine schwierig zu erreichende Entscheidung ist, insbesondere bei dem Streit über die Schädlingsrisikobewertung (Pest Risk Assessment) der EFSA.

Nigel Jenney sagte der Nachrichtenveröffentlichung zufolge weiter: „Wir sind besonders enttäuscht, dass die Europäische Kommission ihre Mentalität der ‚Festung Europa‘ bis zu diesem Punkt weiter vorangetrieben hat und sich weigerte, eine auf einem regionalisierten Risiko basierende Herangehensweise anzusetzen, was die Position von Zitrus nicht anbauenden EU-Mitgliedsstaaten anerkannt hätte. Die südafrikanische Zitrusindustrie hat kräftig investiert, um die EU-Anforderungen basierend auf einer fraglichen wissenschaftlichen Interpretation des aktuellen Risikos zu erfüllen. Zudem bitten wird die Europäische Kommission dringend, den UK-Vorschlag bezüglich des Abbruchs der Zitrusfrüchte für die Weiterverarbeitung zu überdenken.“

Quelle: Fresh Produce Consortium

Veröffentlichungsdatum: 10.09.2014

Schlagwörter

Südafrika, Zitrus, Exporte, EU