Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

BLE-Marktbericht KW 36 / 14 - Obst - Gemüse - Südfrüchte

10. September 2014

Gurken:  Das Sortiment setzte sich aus einheimischen, belgischen, niederländischen und minimalen spanischen Partien zusammen. Kaliber mit 350/400 g sowie 600/750 g waren nicht so häufig anzutreffen; das Gros der Geschäfte wurde mit 500/600-g-Offerten getätigt. Die Versorgung schränkte sich dem Saisonzeitpunkt entsprechend leicht ein und reichte normalerweise nicht aus, um den Bedarf komplett zu decken. In Berlin kam es daher zu Verteuerungen. Auch in Köln versuchten die Verkäufer ab der Wochenmitte die Bewertungen zu erhöhen, was die Kunden nicht immer mittrugen. Frankfurt und München berichteten ebenfalls von anziehenden Kursen. Einzig in Hamburg, wo eine unbefriedigende Nachfrage vorherrschte, probierte man, mittels Vergünstigungen den Handel nachhaltig zu beleben, was jedoch nicht durchgängig klappte. Minigurken stammten aus den Niederlanden, der Türkei und Deutschland. Bei einer ruhigen und unaufgeregten Vermarktung veränderten sich die Notierungen nicht wesentlich. Nur in München und Berlin stiegen sie ein wenig an.

Äpfel
Das Angebot dehnte sich kontinuierlich aus. Hauptsächlich die Anlieferungen aus dem Inland und Italien gewannen an Bedeutung. Das Geschehen bestimmten einheimische, französische und italienische Elstar und Royal Gala. Erste einheimische Berlepsch traten derweil genauso in Erscheinung wie deutsche Pinova. In Frankfurt tauchten inzwischen inländische Golden Delicious auf; die grünen Früchte ließen sich indes bloß schwer unterbringen. Gelegte französische Granny Smith generierten in Hamburg lediglich gedämpfte Beachtung. Aus Übersee gab es vorrangig neuseeländische Braeburn und chilenische Cripps Pink. Summa summarum verlief der Umschlag glatt. Infolge der angewachsenen Verfügbarkeit musste man die Forderungen aber oftmals senken, wenn eine Räumung gelingen sollte. Das Interesse war für die üppigen Abladungen schlichtweg zu schwach.

Birnen
Italien dominierte: Abate Fetel verstärkten merklich ihre Präsenz. Dies führte zum einen zu Verbilligungen, da die Nachfrage mit der Versorgung nicht Schritt halten konnte; zum anderen verloren die übrigen Varietäten an Wichtigkeit, da Abate Fetel in den Fokus der Kunden gelangten. So stießen italienische Williams Christ auf nicht hinreichenden Zuspruch; ab Mittwoch verzichtete man daher mancherorts auf deren erneute Disponierung. Ab und an bauten sich bei Santa Maria Bestände auf, die nur mit erheblich reduzierten Preisen aufgelöst werden konnten. Hier und da verteuerten sich hingegen die großfallenden Partien. Deutsche Vereinsdechantsbirnen trafen in Frankfurt ein: Obwohl man 1,50 € je kg zahlen sollte, wurden die geringen Mengen flott veräußert. Spanische Limonera, Williams Christ und Abate Fetel beteiligten sich ebenso am Geschäft wie französische Williams Christ und niederländische Conference. Die Kurse für einheimische Williams Christ, Conference und Clapps Liebling bröckelten ab. In Köln verminderte man generell die Produktpalette und die Bewertungen blieben konstant. In Hamburg überzeugte die Qualität der Ware, sodass die Offerten in etwa so viel wie bislang kosteten. In Berlin kam es häufig zu Vergünstigungen, da die Bereitstellung den Bedarf überragte.

Tafeltrauben
Griechische Thompson Seedless lagen an der Spitze des Angebotes, was sie vor allem ihrer immensen Bedeutung in München und Hamburg verdankten. Für gewöhnlich prägte Italien mit Italia, Victoria, Michele Palieri und Sugraone das Geschehen. Die Verfügbarkeit von Victoria schränkte sich ein. Erste italienische Regina traten in Erscheinung. Frankreich schickte neben Alphonse Lavallée Muscat de Hambourg, die aufgrund hoher Forderungen aber selten Interesse generierten. Türkische Sultana komplettierten den Handel und wurden zügig untergebracht. Die Order hätte grundsätzlich durchaus besser sein können. Die bisherigen Notierungen bestätigten sich dennoch meist. In München erweiterte sich deren Spanne für griechische Thompson Seedless, was dem uneinheitlichen Beerenumfang geschuldet war.

Erdbeeren
Deutschland beherrschte die Szenerie, welche Italien, Belgien, die Niederlande und Polen ergänzten. Die Versorgung hatte sich ein wenig vermindert; sie genügte jedoch, um die Nachfrage zu decken. Diese befriedigte häufig nicht, gleichwohl wurde sie zum Wochenende hin mancherorts freundlicher. Auch die Qualität der Früchte ließ ab und an zu wünschen übrig: So fehlte es beispielsweise an ansprechendem Aroma. In der Regel musste man die Bewertungen auf breiter Front senken, was das Geschäft nicht permanent belebte. Lediglich in Köln stiegen ab Donnerstag die Kurse; in Ermangelung überzeugender Güte fielen sie anschließend indes wieder ab. In München waren überschaubare belgische Partien einstandsbedingt zu teuer, sodass sie kaum veräußert werden konnten.

Pfirsiche und Nektarinen
Das Sortiment setzte sich vorrangig aus italienischen und spanischen Abladungen zusammen. Französische und türkische Chargen beteiligten sich mit geringen Mengen. Die Verfügbarkeit wuchs an und reichte leicht aus, um das stete Interesse zu stillen. Konditionelle Probleme der Produkte waren nicht selten. Die Preise entwickelten sich je nach Markt unterschiedlich: Während sie sich in Köln und München infolge begrenzter Unterbringungsmöglichkeiten abschwächten, konnten sie in Frankfurt für französische Offerten angehoben werden. In Berlin und Hamburg blieben die Notierungen konstant, da man die Bereitstellung reduzierte und somit auf die Verkaufschancen abstimmte.

Pflaumen
Deutschland dominierte mit Hauszwetschge, Elena, Hanita und Top die Szenerie. Nicht unerheblich waren die Anlieferungen von italienischen Stanley und Dro. Stanley kamen zudem aus Bosnien und Herzegowina, Spanien sowie Ungarn. Das Angebot überstieg den Bedarf, sodass eine Räumung nicht immer gelang. Qualitative Mängel erschwerten außerdem die Situation. Die Bewertungen mussten meist verringert werden. Nur in München konnte man sie ab Dienstag aufgrund einer verbesserten Beachtung erhöhen.

Kiwis
Die Vermarktung wurde ausschließlich von neuseeländischen Zufuhren bestimmt. Ein kontinuierliches Interesse bestätigte zunächst überwiegend konstante Notierungen. Spätestens ab Mitte der Woche zogen die Kurse zum einen einstandsbedingt, zum anderen mengeninduziert an. Anfänglich hatten die mehr oder weniger starken Verteuerungen häufig einen sichtlich hemmenden Einfluss auf die Nachfrage genommen.

Bananen
Weitgehend bedarfsgerechte Anlieferungen sicherten meistens unveränderte Forderungen. In Köln verbilligten sich jedoch die Erstmarke, insbesondere wenn sie aus Costa Rica stammte, und die Zweitmarke. In München verzeichnete das gesamte Sortiment ansteigende Bewertungen infolge verbesserter Unterbringungsmöglichkeiten. Die wechselhafte Absatzintensität hatte in Frankfurt in der Regel keine Auswirkungen auf die Preisbildung.

Blumenkohl
Das Gros der Ankünfte präsentierte sich aus einheimischem Anbau und die Niederlande ergänzten. Bei den hohen Tagestemperaturen war das Interesse eingeschränkt. Außerdem gab es das ein oder andere Güteproblem, da manche Köpfe noch nicht den optimalen Reifegrad erreicht hatten. Die Kurse der Vorwoche begannen zwar abzubröckeln, aber nicht in dem Maße, ohne eine spürbare Nachfragebelebung nach sich zu ziehen.

Salat
Inländische Partien beherrschten beim Eissalat das Geschehen. Die Niederlande waren lediglich mit übersichtlichen Mengen am Platz. Für die begrenzten regionalen und überregionalen Erzeugnisse konnte mehr verlangt werden. Niederländische Chargen wurden gerne gekauft, da sie günstiger waren als die deutschen. Das umfassende Sortiment an Kopfsalat aus dem Inland erwies sich als marktgerecht und die Bewertungen fanden ihre Bestätigung. Überschaubare belgische Offerten räumten flott, da diese im Vergleich zu einheimischen Produkten einstandsbedingt billiger veräußert wurden. Das Geschäft mit Bunten Salaten verlief im Allgemeinen in ruhigen Bahnen, sodass es bei den bisherigen Preisen blieb. Für beliebte Endivien aus Deutschland behielt man meist die Aufrufe bei. Nur in Berlin und Köln konnte an bestimmten Tagen ein Bonus realisiert werden.

Tomaten
Bei Rispentomaten stellten die Niederlande vor Belgien und Deutschland das Hauptkontingent bereit. Die Versorgung zeigte sich lückenlos und in der Regel festigten sich die Notierungen. Mancherorts waren aber diesbezüglich Kompromisse vonnöten, da die Ausfärbung zu wünschen übrig ließ. Einzig in Köln kam es ab Donnerstag zu einer Verknappung, mit der erhebliche Verteuerungen einhergingen. Runde Tomaten aus niederländischen, einheimischen und belgischen Provenienzen waren limitiert. Bei einem freundlichen Zuspruch stiegen die Kurse an, hauptsächlich in Köln. Kirschtomaten konnten überwiegend zu konstanten Konditionen erworben werden. Die Ausnahmen bildeten Köln mit kräftig angehobenen Forderungen ab Donnerstag, sowie München, wo am Freitag italienische Abladungen weniger als zuvor kosteten. Fleischtomaten aus Belgien und sporadisch aus den Niederlanden waren in nicht ausreichenden Stückzahlen vorhanden. Hierfür musste man tiefer in die Tasche greifen.

Gemüsepaprika
Bei den grünen, roten und gelben Varianten standen die niederländischen Offerten im Fokus. Die Türkei tauchte insbesondere mit grünen Partien auf. Weitere Angebote von verschiedenen Ausfärbungen stammten aus Ungarn und Belgien. Spanische, polnische und deutsche Anlieferungen spielten höchstens am Rande eine Rolle. Es konnten insgesamt betrachtet genügend Früchte geordert werden, und bei einer kontinuierlichen Nachfrage bewegten sich die Aufrufe bis zur Wochenmitte innerhalb ihrer geläufigen Spannen; danach trat eine Stabilisierungsphase ein. Grüne Paprika waren am billigsten. Anders sah es bei der türkischen Ware aus: Der Nachschub geriet witterungsbedingt ins Stocken, sodass mehr angelegt werden musste als zuvor.

Zwiebeln
Spanische Gemüsezwiebeln zeigten sich im gewohnten Umfang und wurden sehr positiv beachtet. Im Wesentlichen veränderten sich die Bewertungen nicht; lediglich in Berlin und München gaben sie nach. Haushaltsware kam vorwiegend aus einheimischen Anbaugebieten. Niederländische und österreichische Importe waren eine ernsthafte Alternative, während man italienische dafür zu selten antraf. Die bisherigen Forderungen hatten meistens Gültigkeit. Bloß in München vergünstigten sich die Chargen mengeninduziert.


Weitere Informationen

Mit Beiträgen von den Großmärkten Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München und Berlin

Frankfurt
Türkische blaue Feigen wurden immer billiger. Erste spanische Kaki kosteten 5,50 bis 6,- € je kg. Mirabellen erfüllten nicht mehr den Anspruch das Handels und man verzichtete ab der Wochenmitte auf die weitere Disponierung. Der Verkauf von Weichobst wie Himbeeren und Brombeeren war flott, vorausgesetzt die Güte überzeugte. 125-g-Partien aus den Niederlanden und Belgien ergänzten wieder das Geschehen. Bei roten Johannisbeeren erfolgte die Umstellung von 500-g-Schalen auf 250-g-Gebinde. Türkische unreife Melonen, Kelek und Wildgurken, Acur, erfreuten sich eines regen Interesses. Grüne Zucchini platzierte man zu niedrigeren Kursen. Speziell belgische Produkte standen zu Sonderpreisen bereit. Bei Auberginen gaben die Notierungen etwas nach. Waren Stangenbohnen bis zum Mittwoch knapp, erhöhte sich die Präsenz von Hilda anschließend deutlich. Statt wie zunächst über 3,- € musste man am Freitag nur noch 2,60 € je kg zahlen. Auch die Türkei versuchte ihr Glück und schickte 400-g- und 500-g- Folienbeutel sowie 3,5-kg-Kartons lose Offerten. Ein flüssiges Geschäft war bei Pfifferlingen und Steinpilzen zu beobachten. Kaiserlinge, Maronenpilze und Trompetenpilze komplettierten die Vermarktung.

Hamburg
Ein voranschreitender Reifeprozess bei Avocados und Feigen aus verschiedenen Lieferländern führte zu Vergünstigungen. Orangen von der südlichen Hemisphäre mit gefälliger Ausfärbung registrierten festere Bewertungen. Kleine einheimische Fliederbeeren eröffneten zu 1,20 € je kg die Saison. Aktionen im LEH für deutschen Kohlrabi machten Importen das Leben schwer. Vorläufer mit Zucchini von der iberischen Halbinsel veräußerte man zu 8,- € je 5 kg. Die Forderungen für inländische Erbsen konnten qualitätsbedingt nicht aufrecht erhalten werden.

Köln
Schöne türkische Feigen wurden flott gehandelt. Reichlich im Sortiment waren spanische Wassermelonen, deren Umsatz etwas enttäuschte. Mandarinen peruanischer Herkunft, Nadorcott, überzeugten hinsichtlich Geschmack und Aussehen und fanden sehr schnell Kunden. Zur Wochenmitte löste sich der Engpass bei Kohlrabi auf und die Preise gaben spürbar nach; dagegen stiegen die für Brokkoli nochmals an. Zufriedenstellend war die Vermarktung von Kürbissen jeglicher Größe.

München
Das zum einen wegen des nahenden Saisonendes und zum anderen wegen der schon herbstlichen Temperaturen nachlassende Interesse an Kulturheidelbeeren, Brombeeren und Himbeeren verursachte zum Teil merkliche Vergünstigungen. Zudem wurde die Qualität durch reduzierte Sonnenstunden in Mitleidenschaft gezogen. Neben süddeutschen Quitten standen französische bereit, die sich aber nicht ausgereift zeigten. Spanien schickte Kaki: Diese waren schwach ausgefärbt und fest. Türkische Frischfeigen trafen in zunehmenden Mengen ein und verbilligten sich trotz ansprechender Güte. Für üppiger verfügbare inländische Buschbohnen mussten die Aufrufe bei einem schleppenden Verkauf gesenkt werden. Tendenziell gingen die Kurse für süddeutschen Fenchel nach oben; erste Partien aus Italien waren teurer. Auch die derweil höher geforderten einheimischen Zucchini sowie Radicchio wurden von Probelieferungen aus Italien ergänzt. Recht knappe gelbe Zucchini kosteten erheblich mehr als zuvor. Ebenfalls zu Beginn des meteorologischen Herbstes offerierte man inzwischen Schwarzwurzeln, Rosenkohl und Grünkohl. Knollensellerie, Hokkaido-, Butternuss- und Muskatkürbisse waren verstärkt vertreten. Bei Brokkoli entspannte sich die Angebotslage nur bedingt. Aus regionalem Anbau stammten geringere Abladungen von Kohlrabi. Pfifferlinge gewannen an Bedeutung, und die Bewertungen wurden auf breiter Front vermindert. Die Notierungen für inländische, tschechische, rumänische und litauische Steinpilze blieben aufgrund der freundlichen Beachtung für mängelfreie Chargen stabil.

Berlin
Französische Aprikosen waren bloß noch eingeschränkt vorhanden. Die Preise pendelten sich, in Abhängigkeit der Kondition der Früchte, bei etwa 2,20 bis 2,40 € je kg, ein. Die Versorgung mit Orangen der Sorte Valencia Late aus Südafrika genügte für den Bedarf; man musste ca. 13,50 bis 14,- € je 15-kg-Karton zahlen. Erster Rosenkohl aus den Niederlanden war ab 1,80 € je kg zu bekommen. Die Nachfrage hielt sich jedoch in Grenzen.

Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.


Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE
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Veröffentlichungsdatum: 10.09.2014

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin