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Belgien: VLAM verfolgt die Auswirkungen des russischen Boykotts sehr genau

13. August 2014

Das Importverbot, das Vladimir Putin für Landwirtschaftsprodukte aus der EU vehängte, wirkt sich auf sehr viele Subsektoren der flämischen Landwirtschaft aus. Das VLAM, das Flämische Zentrum für Landwirtschafts- und Fischereivermarktung, das für die Förderung der flämischen Agrarlebensmittelprodukte im In- und Ausland verantwortlich ist, verfolgt diese Krise sehr genau. Die Organisation begegnet zwei Problemen: einerseits, die belgischen Verbraucher dringend zu bitten, im Inland angebaute Produkte zu konsumieren, während sie die Industrien bei ihrer Suche nach alternativen Märkten unterstützen.

Konkrete Initiativen von VLAM sind immer das Ergebnis von Beratungen mit dem Sektor. Jeder Sektor in dem Landwirtschaftskorb bringt sein eigenes Budget mit und sollte seine eigene Sektor- und Marketingstrategie machen, bei der konkrete Aktionen umgesetzt werden. Jeder Sektor kann somit seine Zielgruppe(n) definieren, die Verteilung zwischen Inlandmarkt und Exportförderung und besondere Betonungen bestimmen.

Auf dem Indlandmarkt hat das VLAM einen Geschäftskalender für Herbst bereit. Unter anderem sind Kampagnen für Schwein und Rind, „Conference“-Birnen, „Jonagold“-Äpfel, Erdbeeren, Chicoree, Kartoffeln, Eier, Milch, Käse, Hühnchen und Hase geplant. In seiner Mitteilung wird das VLAM besondere Betonung auf den Aspekt „aus eigener Herkunft“ legen und die Verbraucher auf freundliche und positive Weise antreiben, die Qualität von im Inland angebauten Produkte voll zu genießen. Die erste sichtbare Handlung war die Twitter-Aktion #toffepeer und #SHAREaPEAR, die auch sofort von den Medien aufgegriffen wurde. Es ist die klare Intention von VLAM, die Sympatie für alle flämischen Lebensmittel zu steigern.

Was das Ausland betrifft, investierte VLAM kräftig in die Entwicklung einer Exporteinheit. Die letzten drei Jahre hat das Förderbüro sehr detaillierte Informationen über zahlreiche Exportmärkte, die es den flämischen Unternehmen zur Verfügung stellt. Das VLAM gibt auch regelmäßig Aussichten in neue Märkte. Dies hat zu einem sehr umfangreichen Programm für den Auslandshandel und Kontakttagen für verschiedenen Landwirtschaftssektoren geführt. In den kommenden Tagen und Wochen wird das VLAM mit den Industriesektoren und Partnerorganisationen beraten, um zu sehen, welche zusätzlichen Bemühungen möglich und wünschenswert sind.

Quelle: vilt.be

Veröffentlichungsdatum: 13.08.2014

Schlagwörter

Belgien, Vlam, Boykotts, Russland