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EU analysiert Russlands Lebensmittelimportverbot

11. August 2014

Die Europäische Union wird beginnen, Russlands Verbot für Lebensmittelimporte zu analysieren, sobald die offizielle Liste der verbotenen Produkte veröffentlicht wurde, um Reaktionsmaßnahmen zu prüfen und Klagen bei der Welthandelsorganisation (WTO) einzureichen, sagte eine Quelle der EU am Donnerstag. In den kommenden Tagen könnte ein Treffen des EU-Rates auf der erforderlichen Ebene einberufen werden, wenn notwendig, sagte die EU-Quelle.

Es ist zu früh, um zu sagen, ob die EU Maßnahmen als Reaktion auf das russische Verbot über die Lebensmittelimporte von Europa ergreift, erzählte die Quelle. „Zuerst ist es notwendig, die offizielle Liste der Produkte zu sehen und zu analysieren, die Moskau zu verbreiten beabsichtigt. Danach werden Entscheidungen sowohl auf der europäischen als auch nationalen Ebene getroffen“, sagte die Quelle.

Gleichzeitig sagte der europäische Diplomat, dass die EU über die WTO Gerechtigkeit suchen wird.

„Politisch motivierte Handelsbeschränkungen in großem Umfang sind eine direkte Verletzung der WTO-Regelungen, welche Russland versprochen hat einzuhalten“, sagte der Diplomat. „Diese Maßnahmen werden sorgfältig analysiert und dann werden die relevanten Klagen bei der WTO eingereicht.“

Der europäische Diplomat sagte, dass die Entscheidung der russischen Führung, ein Verbot für Lebensmittelimporte zu verhängen, Russlands internationale Isolation vertiefen wird.

Das russische Verbot für Lebensmittelimporte von der Europäischen Union ist eine „unverantwortliche Maßnahme“, die zu Milliaden EUR Verlusten für die europäischen sowie russischen Verbraucher führen könnte, erzählte die Quelle ITAR-TASS.

Russlands Verbot kann als eine Maßnahme angesehen werden, die zum Ziel hat, die Spannung in den Beziehungen zwischen Russland und den westlichen Ländern weiter zu erhöhen. Die Schätzungen zeigen, dass der Schaden einige Milliarden EUR sowohl für europäische Erzeuger als auch russische Verbraucher erreichen kann, sagte er.

In dieser Hinsicht werden die Lebensmittelpreise für russische Verbraucher steigen, da sie für Transportausgaben zahlen werden müssen, wenn die billigen und hochqualitativen europäischen Produkte mit Lieferungen aus anderen Regionen ersetzt werden. 

Quelle: fruit-inform.com

Veröffentlichungsdatum: 11.08.2014

Schlagwörter

EU, Russland, Lebensmittelimportverbot, WTO