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Britische Geschäftsleute warnen vor Handelskrieg mit Russland

07. August 2014

Die von der Europäischen Union und den USA gegen Russland verhängten Sanktionen können nach Ansicht angesehener britischer Geschäftsleute zu einem Handelskrieg führen, bei dem alle verlieren würden. Das geht aus einem auf der Internetseite der Zeitung „Telegraph“ abgedruckten offenen Brief der Unternehmer hervor.

„Die Sanktionen werden sich nicht nur auf Russland, sondern auch auf den Westen auswirken“, behauptet Steven Landes, Mitbegründer der Consulting- und Buchprüfungsfirma S H Landes LLP mit Sitz in London. „Menschen rechnen jetzt damit, dass Russland die verstärkten Sanktionen mit eigenen Sanktionen wie zum Beispiel dem bereits beschlossenen Einfuhrverbot für polnisches Obst und Gemüse beantworten wird“, erklärte Landes. Der Brief wurde auch von den Topmanagern von The Russia House, DG Leadership, Classical Brands, Export Explorer, RFIB Group und Focus of Russia unterschrieben.

„Die Konfrontation wird zur Folge haben, dass der Handel zwischen Russland und dem Westen dramatisch schrumpfen wird. Wir alle werden Verlierer sein.“

Landes und seine Kollegen rufen auf, die Flut gegenseitiger Anschuldigungen zu stoppen und einen Dialog aufzunehmen. „Der Handel und Kontakte sind der beste Weg zur gegenseitigen Verständigung… Der russische Mittelstand hat eine immer stärkere Nachfrage nach westlichen Waren wie Autos, Kleidung, Elektronik und Lebensmitteln hoher Qualität. Die Bevölkerung Russlands wird betroffen, sollte die Regierung in Moskau den russischen Markt für diese Erzeugnisse sperren“, hieß es.

Landes zufolge hatte die britische Regierung ihre Entscheidung nicht mit der britischen Unternehmergemeinschaft besprochen, deren Hauptsignal lautete: „Mehr Kontakte und weniger Sanktionen“.

Die EU- und US-Sanktionen gegen Russland würden Moskau nicht von einer Einmischung in der Ukraine abhalten können. „Mehr noch. Diese Sanktionen werden vom russischen Kabinett für eine Verschlechterung der Wirtschaftslage (in Russland) verantwortlich gemacht und für die Rechtfertigung einer harten antiwestlichen Position genutzt“, hieß es in dem Schreiben.

Am Dienstag hatte Russlands Regierungschef Dmitri Medwedew erklärt, dass das Kabinett über mögliche Schritte als Antwort auf die US- und EU-Sanktionen berät.

Quelle: RIA Novosti

Veröffentlichungsdatum: 07.08.2014

Schlagwörter

Sanktionen, Russland, Polen, China, Handelskrieg