Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

BLE-Marktbericht KW 27 / 14 - Obst - Gemüse - Südfrüchte

09. Juli 2014

Bei einem vielfältigen Aprikosen Angebot hatte man freie Auswahl zwischen exklusiven französischen Offerten, geschmacklich und optisch ansprechenden einheimischen Produkten und türkischen Importen. Die Abladungen aus Frankreich, hauptsächlich mit den Varietäten Orange Red und Bergarouge, dehnten sich aus. Die Bewertungen konnten meist bestätigt werden. In Hamburg und München senkte man die Forderungen, um das Geschäft zu beschleunigen. Organoleptisch tadellose inländische Chargen verteuerten sich in Frankfurt nachfragebedingt. Zuckeraprikosen aus der Türkei, Sekerpare, erfreuten sich eines regen Zugriffs; für mängellose Früchte stiegen die Notierungen in München und Berlin leicht an. Spanische, italienische und ungarische Zufuhren interessierten nur am Rande; die Preise verharrten in der Regel auf bisherigem Niveau. Lediglich in Hamburg fielen sie ab, da die Erzeugnisse bloß unzureichende Beachtung generierten.

Äpfel
Während die Anlieferungen aus Übersee kontinuierlich anwuchsen, schränkten sich die aus Europa immer mehr ein. Neuseeland spielte mit Braeburn, Royal Gala und Jazz die erste Geige. Chile trat mit Royal Gala, Granny Smith und Elstar in Erscheinung. Argentinische Cripps Pink verstärkten ihre Präsenz sehr kräftig und lösten zunehmend Royal Gala ab. Aus Südafrika trafen vorrangig Pink Lady und Braeburn ein. Brasilien partizipierte mit Cripps Pink und Fuji an der Vermarktung. Aus Europa stammten überwiegend einheimische Jonagold, Jonagored und Elstar sowie italienische Golden Delicious und Granny Smith. In Frankfurt wurden mittlerweile deutsche Sommerregent in den Größen 60/65 mm und später in 65/70 mm gesichtet: Obwohl die Ausfärbung noch Wünsche offenließ, gestaltete sich der Absatz zu 1,25 bis 1,50 € je kg flott. Neue inländische Lodi fanden sich in Köln ein, nachdem es sie in der letzten Woche ausschließlich in Frankfurt gab. Die Platzierungsmöglichkeiten waren generell begrenzt, da Sommerobst wie Kirschen, Beeren oder Pflaumen weiter oben auf den Einkaufsliste der Kunden stand. Insgesamt orientierte sich die Versorgung am Bedarf, sodass sich die Kurse oftmals kaum veränderten.

Birnen
Wie gewohnt dominierten Neuseeland, Chile und Südafrika. Packham`s Triumph, Abate Fetel und Forelle bildeten den Hauptteil der Produktpalette. Neben alterntigen italienischen Abate Fetel sowie niederländischen Conference konnte man auf neue spanische Limonera zugreifen. Die Früchte in der 65/70er-Sortierung kosteten gelegt 8,- € je 4,5-kg-Kiste. In der 28. KW wird mit einem Anstieg der Abladungen dieser Varietät gerechnet; dann sollen auch erste französische Dr. Jules Guyot auftauchen. Prinzipiell konnte von einem ruhigen Geschäft berichtet werden. Die Nachfrage war nicht berauschend, sie wurde problemlos befriedigt. Die Notierungen blieben summa summarum auf bisherigem Niveau. Erzeugnisse mit Haltbarkeitsmängeln verbilligten sich freilich. In Frankfurt brachte man Zufuhren mit argentinischen Abate Fetel qualitätsbedingt nicht in Umlauf.

Tafeltrauben
Italien bestimmte das Geschehen und stellte vorrangig Victoria sowie Black Magic bereit. Außerdem gab es mittlerweile Sugraone, Michele Palieri und Italia, die hinsichtlich Aroma und Ausfärbung positiv überraschten. Ägypten und Marokko schickten überwiegend Sugraone. Aus Spanien kamen inzwischen Midnight Beauty, die in Frankfurt ergänzten. Hier hatten Crimson Seedless aus Chile Schwierigkeiten bezüglich ihrer Kondition, sodass ein Absatz kaum möglich war. Die Versorgung wuchs an und genügte mit Leichtigkeit, um das gemächliche aber stete Interesse zu stillen. Die Forderungen mussten mengeninduziert häufig gesenkt werden; dies betraf insbesondere italienische Chargen.

Erdbeeren
Deutschland war allein auf weiter Flur. Vermehrt wurde Frigoware angeboten. Die Verfügbarkeit schränkte sich merklich ein. Die Nachfrage hielt hingegen in der Regel das Niveau der Vorwoche; zuweilen verstärkte es sich witterungsbedingt, sodass sich die Vermarktung beschleunigte. Die Bewertungen erhöhten sich sukzessive. Dies schadete dem Geschäft aber nicht wesentlich: Man musste bis zu 1,80 € je 500 g zahlen und trotzdem gelang fast immer eine Räumung. Für Offerten mit abfallender Güte schwächten sich die Kurse freilich ab.

Kirschen
Es stand ein vielfältiges Sortiment bereit. Deutsche Chargen überwogen dabei. Die Anlieferungen aus dem Inland dehnten sich kräftig aus und überragten die Unterbringungsmöglichkeiten. Die Qualität war ab und an recht uneinheitlich, woraus erhebliche Preisspannen resultierten. Im Mittelpunkt des Interesses befanden sich große Früchte; diese konnten mancherorts die bisherigen Notierungen bestätigen. Kleinere Kaliber wurden von den Kunden vernachlässigt und vergünstigten sich oftmals. Spanische, italienische und griechische Abladungen verringerten sich zwar, dennoch waren die Verkäufer zu Verbilligungen gezwungen, da die einheimischen Partien am meisten Beachtung generierten und die Produkte aus Südeuropa nur auf wenig Zuspruch stießen. Türkische, französische und slowakische Importe komplettierten das Geschehen.

Pfirsiche und Nektarinen
Die Zufuhren aus Spanien, Italien, Frankreich und Griechenland wuchsen deutlich an. Hinzu kamen inzwischen türkische Offerten, die indes bloß begrenzt nachgefragt wurden. Die Verfügbarkeit lag über Bedarf, sodass man die Forderungen häufig reduzieren musste. Dies sollte die Vermarktung beschleunigen, was aber nicht  durchgängig gelang. Eine Räumung glückte nicht immer, obwohl die Güte in der Regel durchaus überzeugte. Konditionell schwache Ware konnte man lediglich mit merklichen Kursverlusten veräußern.

Pflaumen
Deutschland hatte die Nase vorne. Neben den bereits etablierten Ruth Gerstetter und Herman traten verstärkt Katinka in Erscheinung. Auch erste Cacaks Frühe tauchten auf. Die organoleptischen Eigenschaften ließen ab und an Wünsche offen: Die Partien wiesen hinsichtlich Geschmack, Süße und Ausfärbung zuweilen Mängel auf. Es war eine große Preisspanne zu beobachten: So kosteten in Frankfurt frisch eingetroffene Katinka bis zu 15,- € je 10-kg-Kiste, während man Herman schon zu 9,- bis 11,- € ergattern konnte. Insgesamt sanken die Notierungen infolge einer zu umfangreichen Versorgung ab. Den italienischen und spanischen Chargen gelang es nicht, sich diesem Trend zu entziehen. Komplettiert wurde der Handel durch neue ungarische Ruth Gerstetter sowie französische Golden Japan.

Kiwis
Das Angebot bestand überwiegend aus neuseeländischen Abladungen. Die Qualität überzeugte und die Aufnahme verlief kontinuierlich. Die bisherigen Forderungen konnten in der Regel aufrecht erhalten werden. Vereinzelt war Chile mit kleineren Mengen beteiligt. Italienische Produkte ergänzten ausschließlich in München.

Zitronen
Die Zufuhren aus Spanien hatten sich leicht eingeschränkt und die aus Südafrika legten deutlich zu. Mancherorts konnten die Bewertungen angehoben werden. Das Aufkommen an argentinischen Kalibern war noch zu gering, um die Kurse zu beeinflussen. Ab Freitag komplettierten in Frankfurt überschaubare Chargen aus Uruguay das Sortiment.

Blumenkohl
Das Marktvolumen setzte sich praktisch ausschließlich aus inländischer Ware zusammen. Die Ankünfte fielen erntebedingt kleiner aus. Das freundliche Interesse war recht ausgeprägt, sodass etwas mehr verlangt werden konnte. Köpfe, die hinsichtlich Aussehen und Frische besonders hervortraten, erzielten einen weiteren Bonus.

Salat
Bei Eissalat trafen einheimische Erzeugnisse am umfassendsten ein; niederländische folgten. Die Nachfrage war zu gedämpft, um die üppigen Mengen rasch zu platzieren. Trotz verminderter Zufuhren kam es zu Verbilligungen. Kopfsalat aus Deutschland wurde zunehmend aus regionalem Anbau bereitgestellt; Belgien rundete lediglich ab. Die Versorgung genügte an sämtlichen Tagen, um die Kundenwünsche zu erfüllen. Die Forderungen konnte man meist bestätigen; mancherorts musste man sie marginal senken. Bunte Salate standen in hinlänglichem Umfang zur Verfügung; die Notierungen verharrten auf bisheriger Basis. Endivien stammten vorherrschend aus dem Inland. Nur in Frankfurt reichten die Abladungen nicht aus, um den Bedarf zu decken. Im Allgemeinen verlief das Geschäft in ruhigen Bahnen. Einzig in Köln musste am Freitag tiefer in die Tasche gegriffen werden.

Tomaten
Die Niederlande waren bei Rispentomaten vor Belgien und Deutschland Hauptlieferant. Die Bewertungen musste man angebotsbedingt ab Donnerstag heruntersetzen. Die Preise für Fleischtomaten aus den Niederlanden konnten beibehalten werden, während die für das voluminöse belgische Sortiment abfielen. Erste Konditionsschwächen verstärkten den Abwärtstrend. Runde Tomaten stammten vorwiegend aus Belgien und den Niederlanden. Die Kurse sackten ab. Die der einheimischen Produkte, die in geringen Stückzahlen auftauchten, veränderten sich nicht, sie sicherten ihr wesentlich höheres Niveau. In Frankfurt komplettierten am Freitag einige günstige Chargen aus Albanien. Kirschtomaten wurden vorrangig aus den Niederlanden sowie aus Deutschland und Italien präsentiert. Die Aufrufe blieben im Großen und Ganzen stabil. Bloß in Frankfurt bröckelten sie für niederländische Partien zum Wochenausklang ab.

Gemüsepaprika
Bei den roten Ausfärbungen bestimmten die Niederlande vor der Türkei den Verlauf. Wegen des reichlichen Nachschubs des Marktführers konnten die Einstände nicht mehr bestätigt werden und Verbilligungen waren an der Tagesordnung. Spanische und ungarische Abladungen traten ausschließlich in München in Erscheinung; deren Notierungen bewegten sich kaum.
Die grünen Varietäten aus den Niederlanden verteuerten sich, während die Forderungen der türkischen Importe aufrecht erhalten wurden.
Gelbe Erzeugnisse kamen meist aus den Niederlanden und mussten mengeninduziert mit erheblichen Nachlässen offeriert werden. In München waren davon auch die spanischen Ankünfte betroffen.

Zwiebeln
Haushaltsware aus Neuseeland spielte die erste Geige. Die weiteren Anbieter warteten lediglich mit überschaubaren Abladungen auf. Bei den Gemüsezwiebeln war Spanien auf dem ersten Platz und Chile ergänzte. Da die Güte keine Wünsche offen ließ, konnten die Partien im Allgemeinen ohne wesentliche Einbußen abgesetzt werden. Nur in München mussten nachfragebedingt die Bewertungen für spanische und italienische Kaliber gesenkt werden.


Weitere Informationen

Frankfurt
Bei Heidelbeeren dominierten die deutschen Anlieferungen, die zu Beginn schon zu 1,10 € je 250 g zu haben waren. Hierbei handelte es sich um nicht so begehrte kleine Produkte. Das Interesse lag eher bei der normalen Sortierung, die für 1,60 bis 1,80 € je 250-g-Schale verkauft wurde. Waldheidelbeeren aus Polen standen nicht mehr so üppig bereit und verteuerten sich auf bis zu 4,- € je 500-g-Körbchen. Himbeeren gab es immer noch reichlich und in differenzierten Qualitäten, was zu großen Kursspannen von 0,70 bis 1,50 € je 250 g führte. Zu der Palette des ohnehin angestiegenen Sommerobstes kamen am Donnerstag erste Mirabellen aus Bruchsal hinzu. Die grasgrünen Früchte sollten 18,- € je 6-kg-Kiste bringen. Die organoleptischen Eigenschaften der italienischen Feigen hatten sich deutlich verbessert, sodass die Forderungen problemlos angehoben werden konnten. Die Zeit der hohen Preise war für Limetten vorbei. Ab Wochenmitte trat Zuckermais aus dem Inland in Erscheinung; für die Packung mit 2 Stück sollte man 1,40 € zahlen. Auberginen kosteten wenig, schöne einheimische Erzeugnisse wurden zu 7,- € je 5-kg-Karton veräußert. Als sehr billige Alternative trafen albanische Chargen ein. Neben Pfifferlingen, inzwischen auch aus der russischen Stadt Kaluga importiert, tauchten am Montag und Freitag wieder Steinpilze aus Osteuropa zu 16,- bis 18,- € je kg auf.

Hamburg
Das vielfältige Beerenobst aus dem Binnenmarkt wurde freundlich beachtet. Aber lediglich bei Himbeeren musste man tiefer in die Tasche greifen. Verstärkte Abladungen verhinderten bei Wassermelonen aus Südeuropa anziehende Notierungen. Ananas aus Costa Rica vergünstigten sich mengenbedingt. Infolge von Aktionen in der Discountschiene verringerten sich die Aufrufe für deutsche Zucchini. Sauber aufgemachte inländische Buschbohnen und Stangenbohnen wurden gern geordert.

Köln
Zum Wochenende hin war spürbar, dass die Sommerferien bevorstanden. Die Aufnahme fast aller bereitgestellten Offerten im Obst und Gemüsebereich war sehr gedämpft.

München
Süddeutsche Himbeeren wurden verstärkt zugeführt; die befürchteten Qualitätsbeeinträchtigungen durch die Regenphase blieben aus, sodass bei freundlicher Beachtung die Forderungen bloß wenig gesenkt werden mussten. Nach dem Witterungsumschwung gestaltete sich das Geschäft bei Wassermelonen langsamer; die preisliche Reaktion hielt sich aber noch in engen Grenzen, da die nächste Hitzewelle schon erwartet wurde. Insbesondere Spanien lieferte ansteigende Mengen an Galia-, Cantaloupe- und Honigmelonen, sodass es zu Vergünstigungen kam. Das Angebot an Zucchini war üppig. Nur eingeschränkt verfügbare Stangenbohnen verteuerten sich im Gegensatz zu Buschbohnen.

Berlin
Einheimische Himbeeren standen umfangreicher bereit und kosteten letztlich etwa 1,- bis 1,20 € je 250-g-Schale. Auch die Abladungen von deutschen Brombeeren nahmen zu; für sie musste bis zu 1,80 € je 250-g-Schale gezahlt werden. Die Versorgung mit inländischen Zucchini dehnte sich im Wochenverlauf weiter aus; die Bewertungen fielen auf 0,90 € je kg.

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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE
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Veröffentlichungsdatum: 09.07.2014

Schlagwörter

Marktbericht, BLE, Großmärkten, Deutschland