Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

BLE-Marktbericht KW 25 / 14 - Obst - Gemüse - Südfrüchte

25. Juni 2014

Kirschen: Offerten aus der Türkei und aus dem Süden Europas beherrschten klar erkennbar den Markt. Die inländische Produktion verstärkte merklich ihre Präsenz. Zum Beispiel konnte man auf Bellise, Carmen, Samba, Satin, Kordia und Kaiser Franz, Synonym für Büttners Rote Knorpelkirsche, zugreifen. Frankreich ergänzte die Warenpalette und Bulgarien rundete sie mit wenigen Partien ab. Die reichliche Versorgung stellte allmählich ein Problem dar. Die Importe aus der Türkei, Griechenland, Spanien und Italien sahen sich recht früh den sukzessiv angewachsenen Mengen aus Deutschland gegenüber. In der Konsequenz rutschten die Preise ab. Während die einheimischen Früchte zunächst noch relativ klein ausfielen und daher verhältnismäßig günstig waren, trafen jedoch bald große Kaliber ein, die ihr Kursniveau an das der Konkurrenz schnell annäherten. Neben regionalen Angeboten standen bei Sauerkirschen zusätzlich einige Chargen aus Ungarn zum Verkauf bereit. (Foto British Growers)

Äpfel
Die inländischen Erzeugnisse verloren kontinuierlich an Bedeutung. Die Zufuhren wurden entsprechend darauf abgestimmt, sodass sich meistens stabile Forderungen etablieren konnten. Jonagold, Jonagored und Idared, aufgemacht in 10-kg-Kartons, verzeichneten andererseits in Frankfurt einen angestiegenen Nachschub. Der Fokus der Kunden richtete sich aber generell auf die Abladungen aus Übersee. Neuseeland und Chile dominierten diesen Sektor mit Royal Gala und Braeburn. Da sich die Verfügbarkeit überwiegend an dem ruhigen Bedarf orientierte, blieben die Notierungen in der Mehrzahl konstant. Clubsorten spielten aufgrund der hohen Bewertungen nur eine untergeordnete Rolle.

Birnen
Die Varietäten von der Südhalbkugel beherrschten das Geschehen am Platz. Vorrangig wurden Packham`s Triumph vertrieben. Etwas weniger wichtig waren Abate Fetel. Forelle punkteten mit einer guten Ausfärbung, doch Kaliber 80/85 mm wollte niemand haben. Intensiv berostete Pretty Nelly aus Argentinien begeisterten weder hinsichtlich Geschmack noch Optik. Ein Folienbeutel schützte die gelegten Offerten mit Durchmesser 70/75 mm im 6,5-kg-Karton. Für gewöhnlich korrespondierte die Bereitstellung mit der unaufgeregten Nachfrage. Wesentliche Änderungen der Preise waren somit eher eine Seltenheit.

Tafeltrauben
Die Importe aus Chile und Südafrika schränkten sich fortwährend ein und kamen eigentlich über einen ergänzenden Charakter kaum hinaus. Um die Kampagne schnell zu einem Ende zu bringen, wurden sie häufig mit Vergünstigungen umgeschlagen. Nur Partien hervorragender Qualität verbuchten indes leichte Verteuerungen. Die Anlieferungen aus dem Mittelmeerraum machten sich immer stärker breit. Insbesondere Sugraone aus Ägypten lud man in einem progressiven Umfang ab und Italien sendete überwiegend Black Magic und Victoria. Da diese Angebote aufgrund ihrer hohen Kurse in der Regel ungenügend Kunden lockten, sollten Verbilligungen das Geschäft ankurbeln. Spanische Sugraone präsentierten sich oftmals als zu unreif und generierten bloß mangelhaften Zugriff.

Erdbeeren
Die freundliche Witterung sorgte für einen kontinuierlich flotten Absatz der nahezu ausschließlich einheimischen Offerten, vorrangig Clery, Elsanta, Florence und Everest. Dennoch hatte sich eine schwierige Marktlage etabliert. Viel zu viele Zufuhren erreichten die Märkte. Entgegen des intensiven Zuspruches bildeten sich bald Bestände. Parallel dazu gelangten massive Rückläufer aus dem LEH auf den Platz. Der regionale Feiertag rief zudem keine weiteren Verkaufsimpulse hervor. Die Forderungen mussten daher sukzessive abgesenkt werden. Standardprodukte kosteten bis zu 0,80 €, am Freitag maximal 0,90 € je 500 g. Einzig außerordentliche Ware überschritt die 1-Euro-Marke. Überhänge gingen ab 0,30 € je 500-g-Schale. Doch diese Chargen litten rasch an Konditionsermüdung, sodass sie dann unter Notiz abgegeben werden mussten. Erzeugnisse aus den Niederlanden und Belgien komplettierten in spärlichem Umfang das Sortiment.

Aprikosen
Das Geschäft wurde von französischen und spanischen Früchten beherrscht, insbesondere Orangered hielt man vorrätig. Die Mengen fielen so groß aus, dass an Räumung nicht zu denken war. Daher bewegten sich die Kurse trotz eigentlich zufriedenstellenden Interesses abwärts. Neben den wenigen regulären Varietäten prägten inzwischen Sekerpare das Angebot aus der Türkei. Ungeachtet ihres oft schwachen Aromas erzielten sie in der Regel annehmliche Preise. Italien und Griechenland rundeten in überschaubarem Rahmen den Handel ab. Erstmals trafen Partien aus Südbaden ein. Mit überwiegend grünlicher Grundfarbe brachten sie zu Beginn mit Kaliber 35 mm+ zunächst 2,- € je kg, später mit 45 mm verteuerten sie sich indes auf 2,80 € je kg.

Pfirsiche und Nektarinen
Die Marktlage blieb weiter angespannt. Enorme Anlieferungen vor allem aus Spanien und anwachsend aus Italien strömten auf den Platz. Erschwerend kam hinzu, dass Frankreich seine Präsenz ausbaute. Im gesamten Sektor zog die Nachfrage mit dieser Entwicklung nicht im gleichen Maße mit. Immer wieder mussten die Forderungen nach unten korrigiert werden. Die organoleptischen Merkmale der Paraguayos und Platerinas aus Spanien vervollkommneten sich verkaufsträchtig. Der Zugriff erhöhte sich offensichtlich. Doch auch in diesem Bereich dehnte sich die Verfügbarkeit deutlich aus und überstieg die Order; Vergünstigungen konnten nicht vermieden werden.

Pflaumen
Südeuropäische Susinen herrschten vor. Es handelte sich vorrangig um Red Beaut aus Spanien. Italienische Ruth Gerstetter zeigten eine grüne Grundfarbe und somit ihre mangelhafte Reife. Die Kunden hielten sich zurück. Erste Ruth Gerstetter aus der inländischen Produktion, hauptsächlich aus Mittelbaden, waren selten in besserer Verfassung und generierten ebenso keinen freundlichen Zuspruch. Die anfänglichen Preise von bis zu 27,- € je 10-kg-Kiste bröckelten rapide ab. Zum Wochenschluss wurden sie zwischen 15,50 und 21,- € je 10 kg aufgerufen.

Kiwis
Ein ruhiges Geschehen prägte den Platz. Keinerlei Geschäftsparameter gerieten in ungewöhnliche Bewegung. Neuseeland überwog nach wie vor im Verkauf, maßgeblich mit Abpackungen von 25/27 Stück je Einheit. Kleinfallende Offerten in Gebinden mit 36 oder 39 Stück waren lediglich für die Gastronomie interessant. Chile komplettierte das Sortiment. Die rückläufigen Zufuhren aus Italien machten kaum noch von sich reden. Generell ermöglichte eine am Bedarf ausgerichtete Versorgung in der Mehrzahl stabile Notierungen.

Zitronen
Spanische Verna dominierten ohne Unterbrechung den Markt. Ausschließlich in Frankfurt wurden sie durch südafrikanische Eureka ergänzt. In Hamburg und Frankfurt trafen erste Importe aus Argentinien ein. Die 18-kg-Kartons waren mit dem Größencode 4 gekennzeichnet, der für einen Durchmesser von 58- 67 mm steht. Die Händler hatten die Bereitstellung im Allgemeinen weitgehend auf die abgeklärte Nachfrage abgestimmt. Daher verharrten die Kurse meistens auf bisherigem Niveau.

Bananen
Eine an das Interesse angepasste Verfügbarkeit sicherte für gewöhnlich konstante Notierungen. Lediglich in Frankfurt vergünstigten sich die Drittmarken. In Köln verteuerte sich hingegen das gesamte Sortiment aufgrund einer freundlicheren Beachtung.

Blumenkohl
Inländische Offerten waren fast allein auf weiter Flur; bloß in Köln konnte auch auf belgische Partien zugegriffen werden. Die Versorgung hatte sich im Vergleich zur Vorwoche kaum verändert; sie genügte, um die Nachfrage zu befriedigen. Während in Berlin die Kurse auf bisherigem Stand verharrten, fielen sie in Hamburg, Köln und München mengenbedingt ab. In Frankfurt hoben die Händler zunächst die Preise an; am Freitag senkte man diese aber wieder auf das Niveau der 24. KW.

Salat
Bei Kopfsalat hatte Deutschland vor Belgien die Nase vorn. Die Köpfe wurden schwerer; es gab vermehrt 6er-Steigen. Die sommerlichen Temperaturen verbesserten die Interessenlage. Stimmte die Qualität, konnte an den Forderungen festgehalten werden. Nur in München vergünstigte sich belgische Ware etwas. Die Verfügbarkeit von Eissalat aus dem Inland und den Niederlanden nahm zu. Dies wirkte sich in München und Frankfurt mindernd auf die Notierungen aus. Andernorts verlief die Unterbringung problemlos. Die Bereitstellung von Bunten Salaten orientierte sich an den Absatzmöglichkeiten, sodass die Bewertungen konstant blieben. Feldsalat verteuerte sich hingegen, was postwendend die Verkaufschancen verringerte.

Gurken
Deutschland beherrschte vor den Niederlanden und Belgien das Geschehen. Die Versorgung dehnte sich aus und reichte, um den steten Bedarf zu decken. Es wurden verstärkt große Kaliber angeboten, die guten Anklang fanden. Die Nachfrage war zwar freundlicher als zuvor, dies hatte aber keine durchschlagenden Folgen für die Kurse. Während sie in Hamburg leicht anstiegen, bröckelten sie in Köln und München ab. Auch in Frankfurt kam es ab Mittwoch zu Verbilligungen. Minigurken stammten aus dem Inland, der Türkei und den Niederlanden. Bei einer kontinuierlichen Vermarktung und einer ausgeweiteten Produktpalette mussten die Preise meist ein wenig reduziert werden.

Tomaten
Niederländische und belgische Anlieferungen überwogen vor einheimischen und italienischen. Die Verfügbarkeit wuchs an und fiel zu üppig aus für das Interesse. Trotzdem beharrten die Verkäufer zunächst auf festeren Bewertungen; vor allem die Partien aus den Beneluxländern kosteten mehr als zuvor. Zum Wochenende hin waren die Händler dann zu Vergünstigungen gezwungen, wenn sie Bestände vermeiden wollten. Dies betraf speziell belgische Offerten. Lediglich in Hamburg wurden die Forderungen mengenbedingt schon zu Beginn gesenkt, um das Geschäft zu beschleunigen. Die Notierungen für inländische Chargen blieben häufig konstant, einzig in Berlin zogen sie an. In Frankfurt konnten deutsche gelbe Kirschtomaten rasch untergebracht werden. In München gerieten italienische Erzeugnisse unter Druck, da die Bereitstellung schlichtweg zu gewaltig war.

Gemüsepaprika
Die Niederlande dominierten vor der Türkei. Ungarn, Belgien und Griechenland komplettierten. In Frankfurt tauchten am Freitag spanische Produkte auf, für die man 12,- bis 13,- € je 5 kg zahlen sollte. Deutsche grüne California Wonder von der Insel Reichenau rundeten in München das Angebot ab. Marokko trat vornehmlich mit Spitzpaprika in Erscheinung, der flott räumte. Die Versorgung genügte mit Leichtigkeit, um den Bedarf zu decken. Dennoch musste oftmals tiefer in die Tasche gegriffen werden, insbesondere für niederländische Zufuhren. Nur grüne Früchte verbilligten sich mancherorts.

Zwiebeln
Bei Haushaltsware beherrschte Neuseeland vor Australien das Geschehen. Italienische Partien verstärkten ihre Präsenz hauptsächlich in München. Niederländische Chargen verloren hingegen an Wichtigkeit. Erste inländische Offerten erreichten die Märkte: Sie kosteten in den Größen 40/60 mm und 50/70 mm ca. 18,- € je 25-kg-Sack. Mit dem Aufkommen einheimischer Abladungen wurden die Importe aus Übersee etwas vernachlässigt. Die Kurse blieben generell auf bisherigem Niveau. Bei Gemüsezwiebeln überwogen spanische vor chilenischen Anlieferungen. Einstandsinduziert verteuerten sich ab und an die spanischen Erzeugnisse.

Spargel
Das Ende der Saison naht: Das Angebot schränkte sich merklich ein. Deutschland dominierte dabei sowohl bei den weißen und violetten als auch bei den grünen Stangen. Die Niederlande, Polen und Ungarn ergänzten. Das Interesse war ziemlich spärlich, da die Qualität und die Sortierungen nicht vollends den Erwartungen der Kunden entsprachen. Mit gesenkten Bewertungen versuchten die Händler, den Absatz anzukurbeln, was aber nicht durchgängig glückte. Mancherorts verfestigten sich zum Wochenende hin mengenbedingt die Notierungen: in Frankfurt und Hamburg leicht, in Köln spürbar.


Weitere Informationen

Frankfurt
Die Kampagne von Waldheidelbeeren aus Polen startete. 500-g-Körbchen kosteten bis zu 4,- €. Himbeeren standen zu umfangreich zur Disposition; deutlich nachgebende Kurse waren die unvermeidbare Folge. Die Ernte bei den inländischen Heidelbeeren kam langsam in Schwung. Die Nachfrage nach Brombeeren wurde bloß zum Teil aus der einheimischen Produktion gedeckt; die Niederlande, Italien und Spanien komplettierten. Limetten verbilligten sich nach der Hochpreisphase der letzten zwei Wochen; aus Mexiko trafen immer noch zu geringe Importe ein. Bei Orangen konnte neben südafrikanischen Navel wieder auf ägyptische Valencia-Late zugegriffen werden. Außer deutsche Buschbohnen und Stangenbohnen traten erste polnische gelbe Wachsbohnen und gelbe italienische Stangenbohnen in Erscheinung. Für über Bedarf bereitgestellte einheimische grüne Zucchini musste man nur 3,75 € je 5-kg-Kiste zahlen. Inländischer Portulak in 10er-Bunden tauchte ab Dienstag auf. Die Verfügbarkeit von Pfifferlingen fiel zu üppig aus; eine tägliche Räumung war zunächst nicht möglich. Der Freitag brachte jedoch einen regelrechten Run und es konnten nicht alle Käuferwünsche erfüllt werden. Steinpilze aus Osteuropa wurden zu 20,- bis 25,- € je kg platziert.

Hamburg
Erste Flugmangos aus Pakistan waren zu 7,50 € je 1,5-kg-Karton erhältlich. Die Zufuhren von norddeutschem Staudensellerie verstärkten sich kräftig; dadurch mussten Vergünstigungen gewährt werden. Radicchio aus Italien veräußerte man zu 3,75 € je 3 kg.

Köln
Außer bei Brombeeren traf das Beerenobstangebot überwiegend aus dem Inland ein. Neben roten Johannisbeeren konnte auf schwarze zugegriffen werden. Stachelbeeren waren hartreif und ausgereift. Kulturheidelbeeren gab es nicht mehr nur in kleinen Verkaufspackungen von 125, 150, 200 und 250 g, sondern auch in 1-kg-Körben. Kernarme bzw. kernlose Wassermelonen in enormen Stückzahlen kosteten in der Regel 0,65 bis 0,95 € je kg; indes wurden Partien mit Kern zu 0,50 bis 0,55 € je kg offeriert. Rheinischer Rhabarber interessierte bloß noch wenig. Einheimische Rote Bete war wieder häufiger mit Blatt aufgemacht. Zucchini aus Deutschland, den Niederlanden und Belgien reichten für die Nachfrage. Für Lauch in verlässlicher Qualität rief man 8,50 bis 10,50 € je 10 kg auf; er wurde daher kaum beachtet. Lauchzwiebeln, zu Preisen von 0,41 bis 0,50 € je Bund, fanden dagegen kontinuierlich Abnehmer.

München
Die Zuläufe aus den süddeutschen Beerenanbaugebieten stiegen an. Es konnten große Mengen an Himbeeren und Kulturheidelbeeren in den ambulanten Handel und in die Gastronomie untergebracht werden; teilweise zogen die Kurse an. Die Anlieferungen von inländischen Buschbohnen dehnten sich aus und wurden einstandsbedingt günstiger. Stangenbohnen waren deutlich präsenter. Das üppige Sortiment an Zucchini vermarktete man mit merklich herabgesetzten Forderungen. Bislang trat Zuckermais zu 2 Stück je Schale mit Herkunft Spanien in Erscheinung; ab Mitte der 26. KW wird mit ersten einheimischen Produkten gerechnet. Pfifferlinge stammten aus Weißrussland und Rumänien; die Notierungen sanken allmählich und bewegten sich dann auf einem sehr verbraucherfreundlichen Niveau. Steinpilze konnten hinsichtlich ihrer Güte nicht überzeugen und generierten selten Zuspruch.

Berlin
Französische Artischocken waren weiterhin ausreichend erhältlich. Für die 20er-Steige mussten in etwa 16,- € angelegt werden. Das Angebot an Buschbohnen und Stangenbohnen aus Deutschland nahm spürbar zu. Die Chargen kosteten ca. 3,20 bis 3,60 € je kg.

Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.


Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE
Copyright © fruchtportal.de

Veröffentlichungsdatum: 25.06.2014

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Obst und Gemüse, Kartoffeln, Großmärkten