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Rabobank: Englischer Import von Obst und Gemüse auf Rekord

Der Importwert von Obst und Gemüse von Großbritannien (GB) war nie so hoch, trotz des nahenden Brexit, berichtet Rabobank in den Niederlanden. Das Brexit-Szenario führt (noch) nicht zu einer höheren Gartenbauproduktion in GB, heißt es.

Bildquelle: Shutterstock.com OG
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Wegen des nahenden Brexit setzt Rabobank die Beobachtung der Produktion der Gartenbauprodukte in GB fort. Das ist von großer Wichtigkeit für den niederländischen Gartenbau infolge des Exportinteresses. Aktuell scheint sich wenig zu ändern, sagte die niederländische Rabobank in dem Gartenbau-Update von August 2019 in dem Rabo Horticulture Barometer.

Die Selbtsversorgungsrate von GB bei Gemüse hat 2018 um 53% abgenommen. Ein Jahr eher war dieser Prozentanteil 57. Bei Obst sind es 16%. „GB bleibt somit sehr abhängig von Importen“, sagte die Bank abschließend.

Höhere Preise

Die Preise von Frischprodukten in GB sind in dem vergangenen Jahr gestiegen. „Das kann der Tatsache zugeschrieben werden, dass die Abnahme der Menge relativ größer als der Rückgang des Produktwertes ist“, schreibt Rabobank.

Der Wert des in GB erzeugten Gemüses sank 2018 um 0,5% auf 1,4 Milliarden GBP (1,55 Milliarden EUR), während die Menge um 12% abnahm. Der Rückgang war bei Feldgemüse (0,5%) und Gewächshausgemüse (0,6%) sichtbar. Die Ernte von Zwiebeln und Kohl war vor allem geringer aufgrund der Trockenheit. Rabobank zufolge musste britisches Obst auch mit der Trockenheit kämpfen: die Menge sank um fast 9% und der Produktionswert um 0,6%.
www.rabobank.nl

Quelle: Rabo Research

Veröffentlichungsdatum: 28. August 2019