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FiBL Studie: Kleinbauern in Gruppen sind im Vorteil

Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Forschungsinstituts für biologischen Landbau FiBL, die im Rahmen des vom SECO finanzierten Projektes zur Stärkung von Biozertifizierungsstellen ("Consolidation of Organic Certification Bodies /ConsCert") durchgeführt wurde. Die Studie, für die u.a. rund 100 lokale und internationale Experten befragt wurden, zeigt, dass die Erzeugung von Bioprodukten in organisierten Produzentengruppen neben der Senkung der Zertifizierungskosten weitere Vorteile besitzt.

Bildquelle: Shutterstock.com Anbau
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Etwa 80 % der Bioproduzenten weltweit sind Kleinbäuerinnen und Kleinbauern in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen. Sie sind meist in Produzentengruppen zusammengeschlossen und werden gemeinsam zertifiziert. 

Besserer Marktzugang und effektiver Wissensaustausch in der Gruppe

"Kleinbauern haben so einen besseren Marktzugang und steigern die Qualität ihrer Produkte durch Wissensaustausch über die Prinzipien des Biolandbaus", so Florentine Meinshausen, Hauptautorin der Studie und Beraterin bei ISEAL, dem Dachverband für Nachhaltigkeitsstandards.

Global gesehen spielen kleinbäuerliche Betriebe für die Lebensmittelerzeugung eine bedeutende Rolle. Kleinbetriebe in Afrika, Asien und Lateinamerika können nur dank Gruppenzertifizierung auf die biologische Wirtschaftsweise umstellen, da eine individuelle Kontrolle für sie nicht finanzierbar ist. Bei Gruppenzertifizierungen werden die einzelnen Bauern über ein sogenanntes Internes Kontrollsystem (ICS) überprüft, welches dann wiederum von einer externen Zertifizierungsstelle kontrolliert wird. Mit Inkrafttreten der neuen Bioverordnung der Europäischen Union 2021 wird das ICS auch für Kleinbauern in Europa gesetzlich anerkannt. Das FiBL hat im Jahr 2018 in einer Studie die Relevanz, Chancen und Herausforderungen der ICS-zertifizierten Gruppen untersucht.

Es gibt derzeit keine offiziellen Statistiken über ICS-zertifizierte Produzentengruppen.  Schätzungen der Studie gehen jedoch von rund 2,6 Millionen Bioproduzenten in rund 5’900 ICS-Gruppen mit zwischen 20 und 40’000 Mitgliedern pro Gruppe in 58 Ländern aus (hauptsächlich in Afrika, Asien und Lateinamerika). Die von ihnen bewirtschaftete Gesamtfläche dürfte bei rund 4,5 Millionen Hektar liegen. Ihre Anzahl hat in den letzten Jahren stark zugenommen.

Weitere Informationen: www.fibl.org

Quelle: FiBL

Veröffentlichungsdatum: 10. April 2019