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Zusätzliche Maßnahmen zur Begrenzung potentieller Störungen der Lebensmittelkette erforderlich

01. April 2019

In einem gemeinsamen Brief, der am Donnerstag (28.03.) an das Generalsekretariat der Europäischen Kommission geschickt wurde, begrüßen Copa & Cogeca, CELCAA und FoodDrinkEurope im Namen der gesamten EU-Agrarlebensmittelkette die Maßnahmen, die bereits als Notfallpläne für einen ungeordneten (no-deal) Brexit durch die Europäische Kommission ergriffen wurden.

Logo Copa & Cogeca, CELCAA, FoodDrinkEurope

Vertreter der EU-Agrarlebensmittelkette glauben, dass einige zusätzliche Handlungen notwendig sind, um die potentiellen verheerenden Auswirkungen zu mildern, die ein Brexit ohne Vertrag auf die europäische Agrarlebensmittelindustrie haben könnte.

Copa & Cogeca, CELCAA und FoodDrinkEurope gaben bekannt, dass die Kommission mit der Einführung ihrer Notfallplanung rasch vorankommt, insbesondere angesichts der weiteren Unsicherheit um den Ratifizierungsprozess des Austrittsabkommens für den Brexit in Großbritannien. Die Agrarlebensmittelkettenorganisationen sehen auch die Aufnahme einiger der dringendsten Fragen in die Liste von Maßnahmen positiv, die von der Kommission herausgegeben wurde.

Allerdings gibt es den Unterzeichnenden des Briefes zufolge noch verschiedene Bereiche, in denen die Vorschläge der Kommission eindeutiger sein und verbessert werden müssten, um jedes Risiko bedeutender Störungen zu vermeiden. Neben anderen Bestandteilen baten die Repräsentanten der Agrarlebensmittelkette um die Möglichkeit, vorübergehend erleichterte Verfahren für die EU-Agrarlebensmittelprodukte vorzusehen, die erlauben, dass Waren bereits in den Einrichtungen des Unternehmens freigemacht werden, zudem die gegenseitige Anerkennung von SPS-Zertifizierungen (Lebensmittelsicherheit und Pflanzenschutz) von der EU und GB sowie die Vorbereitung eines maßgeschneiderten Plans zur Unterstützung besonderer Produktionen wie Viehzucht.

Der gemeinsame Brief fordert auch eine verbesserte Koordination und Kommunikation zwischen Vertretern des Sektors, Generaldirektionen der Kommission und nationalen Behörden, wobei sie betonen, dass dies notwendig sein wird, um die dramatischen wirtschaftlichen Folgen eines ungeordneten Brexit zu vermeiden.

Quelle: Copa & Cogeca, CELCAA, FoodDrinkEurope

Veröffentlichungsdatum: 01.04.2019

Schlagwörter

EU, Notfallplanung, Brexit, Maßnahmen, Störungen, Lebensmittelkette