Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Zufuhren an kleinfruchtigen Zitrusfrüchten nehmen deutlich zu

08. Oktober 2015

Äpfel: Die inländischen Abladungen wuchsen weiter an. Die Vielfalt der Varietäten dehnte sich kaum noch aus. Mittlerweile waren sämtliche wichtige Lagerkultivare vor Ort. Neu ins Programm kamen Berlepsch, die bis zu 1,60 € je kg kosteten. Rubinette starteten in den Handel mit tadelloser Optik und überzeugendem Aroma, was ihnen jedoch nur 1,10 € je kg einbrachte. Cox Orange konnten mit intensiver Ausfärbung punkten. Ungeachtet der meist zufriedenstellenden Nachfrage gelang es für gewöhnlich nicht, die Forderungen der Vorwoche zu verteidigen, was vorrangig auf den Mengenanstieg zurückzuführen war. Die Ergänzungen aus dem Süden Europas flossen dosiert zu. Ihre Preise ließen sich auf einem konstanten Level fixieren. Die offenkundig rückläufigen Partien aus Übersee vermochten selten genügend Interesse zu wecken, da sie einfach zu teuer waren.

Birnen
Das Sortiment gestaltete sich äußerst abwechslungsreich. Der Fokus ruhte dabei kontinuierlich auf Abate Fetel, Santa Maria und Williams Christ aus Italien. Aus Deutschland wurden vor allem Williams Christ, Conference und Alexander Lucas angeliefert; mit merklichen Abstrichen hinsichtlich der Bedeutung gegenüber der italienischen Konkurrenz. Regelmäßig gelangten Importe von Santa Maria aus der Türkei auf den Markt. Die Niederlande schickten neben wenigen Gellert hauptsächlich Conference. Den Umfang des Angebotes hatte man normalerweise auf den Grad der Verkaufsmöglichkeiten abgestimmt. In der Mehrzahl verharrten die Kurse auf ihrem bisherigen Niveau. 

Tafeltrauben
Eine breite Produktpalette traf auf eine eher unaufgeregte, zuweilen leicht intensivierte Nachfrage. Dennoch entsprach die Versorgung in etwa dem Bedarf. Die Forderungen konnten somit überwiegend stabil gehalten werden. Sultana aus der Türkei punkteten mit einer erfreulichen Ausfärbung, was den Absatz beschleunigte. Das ausgeprägte Aroma von italienischen Italia generierte genügend Interesse. Chargen von Thompson Seedless aus Griechenland mit großen Beeren erzielten bis zu 12,50 je 4,5 kg. Französische Alphonse Lavallée verknappten sich, woraufhin die Bewertungen anzogen. Belastende Bestände blieben für gewöhnlich aus, da vom Verderb bedrohte Ware mittels Verbilligungen untergebracht werden konnte.

Erdbeeren
Das Saisonende rückte immer näher. Die Verfügbarkeit schränkte sich ein. Die Qualität fiel ab. Die Räumungsgeschwindigkeit verlangsamte sich. Es bildeten sich unweigerlich Überhänge. Die Kurse schwankten in enger Anbindung an die Frische der Offerten und den Umfang der Vorräte, verharrten jedoch fortlaufend meist auf hohem Niveau. Zum Wochenende hin verbesserte sich die Order vielfach dank der Festivitäten zur Deutschen Einheit. Trotz Verteuerungen war ein Ausverkauf sehr wohl möglich gewesen. Inländische Partien kosteten zum Teil bis zu 2,50 €, belgische sogar bis zu 3,20 € je 500-g-Schale. Dazwischen bewegten sich die niederländischen Früchte. 

Pfirsiche und Nektarinen
Die vorherrschenden italienischen und spanischen Chargen wurden durch französische Importe komplettiert. Das Angebot verminderte sich sukzessive. Gleichzeitig nahm das Interesse kontinuierlich und erkennbar ab. Produkte hinlänglicher Güte setzte man dennoch oft zu stabilen Preisen ab. Mitunter ließen sich diese wegen der knappen Versorgung sogar etwas anheben. Bestandsware mit abflachender Kondition generierte auch mit entsprechenden Verbilligungen nicht genügend Zugriff und musste häufig unter Notiz abgegeben werden.

Kiwis
Die Abladungen aus Übersee, monopolartig Neuseeland und marginal Chile, dominierten den Handel. Dank überzeugender Qualität blieben die bisherigen Kurse vielfach erhalten, trotz der günstigen Konkurrenz aus Italien. Für den ansteigenden Umfang an hartreifen, italienischen Früchten konnten angesichts ihrer schwachen organoleptischen Eigenschaften bloß schwerlich ausreichend Kunden begeistert werden. Die Bewertungen sackten daraufhin manchmal ab.

Zitronen
Die Bereitstellung war weiterhin überschaubar. Zum einen verringerten sich die Importe aus Übersee, zum anderen dehnten sich die Zufuhren aus Spanien zusehends aus. Das Preisniveau änderte sich bei vornehmlich freundlicher Beachtung nur unwesentlich. Zuweilen sank es aber infolge der verdichteten Präsenz spanischer Primofiori etwas ab. Erste Interdonato aus der Türkei werden für die 41. KW erwartet.

Bananen
Generell war das Angebot hinlänglich auf die überwiegend ruhige Nachfrage abgestimmt. Daher blieben die Notierungen vielfach stabil. Gelegentlich hatte sich die Order jedoch verstärkt. In diesen Fällen tendierten die Kurse, zum Teil für das gesamte Sortiment, nach oben. In Hamburg sollten Verbilligungen die Unterbringung verbessern.

Blumenkohl
Vorherrschende deutsche Partien wurden örtlich durch niederländische Importe ergänzt. Zum einen flossen die Mengen in ansteigendem Maß zu, was unweigerlich Vergünstigungen nach sich zog. Zum anderen initiierten rückläufige Anlieferungen höhere Bewertungen. In Köln und Berlin war der Handel anhaltend reichlich versorgt. Die Forderungen verharrten dort nach anfänglichen Zugeständnissen meist
auf konstantem Niveau.

Salat
Kopfsalat stammte vornehmlich aus Deutschland, komplettierend aus den Niederlanden. Zurückgehende Temperaturen grenzten die Ernte ein. Damit glich sich das Angebot dem unaufgeregten Interesse an. Die Notierungen verharrten oft auf einem relativ stabilen Level. Bei Eissalat dominierten einheimische Chargen vor niederländischen. Aufgrund einer hinlänglichen Order modifizierte man die bisherigen
Aufrufe kaum oder es etablierten sich marginale Verteuerungen, häufig in Verbindung mit der Frische. Alleinig in Frankfurt gab es spanische Offerten als billigere Alternativen. Bei einer übersichtlichen Produktpalette mussten die Kunden für Bunte Salate zuweilen etwas mehr bezahlen als in der Vorwoche. Die Verfügbarkeit von Feldsalat wuchs an. Dies bewirkte fallende Preise. Endivien erzielten vorerst keine enorme Beachtung.

Gurken
Das Sortiment von Schlangengurken wurde fortwährend von einheimischen, niederländischen und belgischen Abladungen beherrscht. Da deren Zufuhren zu Beginn stockten, verringerte sich die Versorgung. Die hohen Kurse hatten zunächst noch Bestand oder bewegten sich vereinzelt gar nach oben. Sie brachen aber bald ein infolge anschließender ausgedehnter Mengen aus Mitteleuropa. Zum Teil war dies auch der ausgebauten Präsenz der spanischen Früchte aus dem Süden geschuldet. Minigurken wurden hauptsächlich aus Deutschland und den Niederlanden bereitgestellt. Die Türkei ergänzte lediglich in Hamburg in spärlichem Umfang. Die Forderungen veränderten sich nur wenig, tendierten hier und da leicht nach oben.

Tomaten
Die Zuflüsse aus der mitteleuropäischen Erzeugung waren rückläufig. Dabei trafen vorwiegend niederländische, nachrangig belgische und deutsche Produkte ein. Zeigte sich der Handel lebhaft, so konnten die bisherigen Aufrufe stufenweise angehoben werden. Diese Entwicklung war dann bei allen Warengruppen zu verzeichnen. So brachten Rispentomaten verschiedentlich über 11,- € je 5 kg. Belgische Fleischtomaten kosteten gar bis zu 16,- € je 7 kg. Bei Kirschtomaten verteuerten sich insbesondere die in Schalen aufgemachten Importe. Bedingt durch einen unaufgeregten Bedarf fiel der Absatz jedoch häufig nicht sehr üppig aus. Daher war an einen Anstieg der Bewertungen nicht zu denken. Sie verharrten vermehrt auf stabilem Niveau. Eine Ausnahme bildeten spanische Partien, die sich kraft ihres ausgeweiteten Angebotes oftmals verbilligten.

Gemüsepaprika
Nach wie vor beherrschten die niederländischen Abladungen den Markt. Neben der Türkei komplettierten Belgien und Polen das Sortiment. Die Verfügbarkeit spanischer Offerten dehnte sich sukzessive aus. Einerseits vergünstigten sich die Früchte aufgrund drängender Mengen, andererseits bewegten sich ihre Kurse wegen zu knapper Zufuhren aus den Niederlanden erkennbar nach oben. Preisbewusste Kunden griffen dann progressiv bei der spanischen und polnischen Konkurrenz zu. In Berlin blieb man, von gewissen
Schwankungen abgesehen, von stärkeren Modifikationen der Forderungen verschont. Das galt für die türkischen Anlieferungen generell.

Zwiebeln
Bei Haushaltsware wurden die Geschäfte überwiegend mit einheimischen Erzeugnissen getätigt. Vereinzelt rundeten niederländische Partien das Angebot ab. Infolge einer angestiegenen Versorgung war es kaum möglich, die Bewertungen auf ihrem bisherigen Level zu fixieren. Nur verschiedentlich verharrten die Notierungen wegen zufriedenstellender Order auf unveränderter Basis. Ausschließlich bei großfallenden niederländischen Importen tendierten sie jedoch nach oben, sodass zum Wochenende hin bis zu 13,50 € je 25-kg-Sack bezahlt werden mussten. Bei alleinig aus Spanien stammenden Gemüsezwiebeln baute man die Präsenz aus. Konsequenterweise konnten anfänglich Verbilligungen selten umgangen werden.

Weitere Informationen

Frankfurt
Deutlich nahmen die Zufuhren an kleinfruchtigen Zitrusfrüchten zu. Neben Okitsu, Iwasaki und Clemenrubi aus Spanien gelangte am Donnerstag die erste Partie italienischer Miyagawa auf den Markt, die den Verkäufern förmlich aus der Hand gerissen wurden. Orangen aus Südafrika und Simbabwe standen in enormen Mengen zur Verfügung. Die Kurse sämtlicher Offerten bewegten sich mit 13,- bis 16,- € je 15-kg-Karton auf gleichem Niveau. Die Türkei und Italien waren noch einmal mit Aprikosen vertreten. Während die günstigen italienischen Früchte schnellen Zugriff generierten, tat man sich bei den hochpreisigen türkischen Sekerpare schwer. Die Lieferungen an Kakis aus Spanien verstärkten sich merklich und wurden ab der Wochenmitte aus Italien komplettiert. Ein Kilogramm kostete im Schnitt 2,- bis 2,70 €. Auch die Abladungen von Rosenkohl aus den Niederlanden wuchsen an und wurden freundlich
beachtet.

Hamburg
Neu vorrätige Satsumas aus Spanien bewirkten zu 9,50 je 10-kg-Holzkiste mit 120 Stück aufgrund ihres sauren Aromas kaum Zuspruch. Bei spanischen Kakis, die mit 11,- bis 14,25 € je 4,5 kg aufgerufen wurden, verdichtete sich die Bereitstellung. Erste Stangenbohnen aus Marokko schlug man zu 4,- € je kg um. Inländischer Brokkoli floss nicht sehr üppig zu und notierte bei 1,90 bis 2,20 € je kg.

Köln
Der Markt war für diese Jahreszeit ausreichend mit kleinfruchtigen Zitrusfrüchten bestückt. Zwar forcierten die niedrigeren Temperaturen die Order, doch in naher Zukunft verspricht man sich deutlicher ansteigende Umsätze. Offerten aus Südafrika gingen am besten, nicht zuletzt weil geschmacklich voll überzeugend; den spanischen dagegen fehlt es offensichtlich an Süße. Oronules aus Portugal ergänzten nur und waren öfter wegen ihrer relativ grünen Schale schwer unterzubringen. Bei Orangen konnten keine wesentlichen Geschäftsverbesserungen beobachtet werden. Die Bewertungen verharrten auf konstantem Niveau. Die Anlieferungen von Kakis dehnten sich erkennbar aus, trotz des mäßigen Bedarfs. Rosenkohl aus den Niederlanden ließ sich bloß langsam verkaufen. Zur Wochenmitte trafen die ersten Maronen spanischer Herkunft ein. Die Abgabe hielt sich bei einem Kurs von 22,- € je 5 kg in Grenzen.

München
Das inländische und polnische Angebot an Himbeeren und Kulturheidelbeeren reduzierte sich weiter, die ausgereizten hohen Forderungen blieben von Versenderseite somit bestehen. Bei Melonen ist der Wechsel von spanischer zu brasilianischer Ware bereits erfolgt. Erste spanische Clementinen und Satsumas fanden preisbedingt vorerst noch wenig Interessenten. Spanische und italienische Abladungen an Kakis nahmen an Umfang zu und wurden zufriedenstellend umgeschlagen.

Berlin
Niederländischer Rosenkohl startete in die Kampagne 2015/2016. Der Kurs lag er bei etwa 1,30 € je kg. Erste spanische Auberginen ergänzten das bisherige Sortiment. Ihre Bewertung mit 1,60 € je kg unterschritt die der niederländischen, italienischen und türkischen Erzeugnisse.

 

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Quelle: BLE

Veröffentlichungsdatum: 08.10.2015

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