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Zahlen und Fakten zum Ökolandbau: Bio-Anteil der Einkaufsmenge bei Gemüse 7.1 % und Obst 6 %

23. März 2018

Die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln hat 2017 noch einmal kräftig angezogen. Die privaten Haushalte in Deutschland gaben 6 % mehr Geld für Bio-Lebensmittel aus. Wie hat sich der Anbau in Deutschland auf die steigende Nachfrage eingestellt? Wie sieht es mit dem Öko-Anbau in Europa aus? Die AMI-Marktexperten haben zu diesen und vielen anderen Fragen ausführliche Fakten und Daten in der Markt Bilanz Öko-Landbau 2018 zusammengestellt.

Bildquelle: Shutterstock.com Einkauf Bio
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Die Verbraucherausgaben stiegen 2017 erstmals über die Marke von 10 Mrd. EUR. Insbesondere die Discounter, aber auch die Vollsortimenter haben mit Sortimentserweiterungen den Umsatz beflügelt.

Praktisch alle Warengruppen weisen für das Jahr 2017 steigende Bio-Anteile auf, auch wenn sie in einigen Fällen immer noch vergleichsweise niedrig sind. Der Bio-Anteil der Einkaufsmenge bei Frischgemüse stieg 2017 auf 7.1 % und Frischobst auf 6 %.

Deutsche Öko-Fläche um 15 % gewachsen

Nach Jahren des annähernden Stillstandes ist die Öko-Fläche in Deutschland 2016 wieder deutlich gewachsen: 10 % mehr Betriebe haben eine knapp 15 % größere Öko-Fläche in Bewirtschaftung genommen. Insgesamt bewirtschaften 27.132 Betriebe eine Öko-Fläche von 1.251.320 ha. Damit wurden in Deutschland 7,5 % der Flächen und 10 % der Betriebe nach Öko-Richtlinien bewirtschaftet, so die Auswertungen der BLE anhand der Kontrollstellenbehörden der Länder.

Die größten Zunahmen kamen 2016 aus Bayern. Von den bundesweit 162.000 ha umgestellter Fläche lagen allein 55.000 ha in Bayern. Auch prozentual lag Bayern mit einem Plus von 24 % weit über dem Durchschnitt und wurde nur noch von Sachsen übertroffen, wo 29 % oder 11.000 ha zusätzliche Öko-Flächen in die Bewirtschaftung genommen wurden. Auch Schleswig-Holstein, Niedersachsen und das Saarland waren mit Wachstumsraten von mehr als 20 % dabei. Die mit Abstand meisten Öko-Betriebe befanden sich in Bayern und Baden-Württemberg. Natürlich spiegelt sich hier die kleinere Struktur der Landwirtschaftsbetriebe in Süddeutschland wider. So war ein bayerischer Öko-Betrieb im Durchschnitt 33 ha groß, ein baden-württembergischer 20 ha. In Brandenburg waren die Öko-Betriebe mit im Schnitt 177 ha am größten, gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern (157 ha) und Sachsen-Anhalt (150 ha). Der deutsche Durchschnitt lag 2016 bei 46 ha, das waren 2 ha mehr als 2015. In den meisten Ländern waren die Öko-Betriebe im Durchschnitt etwas kleiner als die konventionellen. Mit fast 19 % war der Öko-Anteil an den Betrieben in Baden-Württemberg am höchsten, gefolgt vom Saarland (17,7 %) und Mecklenburg-Vorpommern (17,6 %). Deutschlandweit waren es 10 %.

Die aktuelle AMI Markt Bilanz Öko-Landbau 2018 fasst die Voraussetzungen für die Vermarktung in diesem Jahr zusammen.

Quelle und Copyright: AMI-informiert.de (AMI, 21.03.2018)

Veröffentlichungsdatum: 23.03.2018

Schlagwörter

Zahlen, Fakten, Ökolandbau, Bio-Anteil, Einkaufsmenge, gemüse, Obst