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Weniger düngen: Bioeffektoren können bei Tomaten zu deutlichen Ertragssteigerungen führen

14. März 2019

Wissenschaftler der Universität Hohenheim in Stuttgart arbeiten gemeinsam mit anderen internationalen Universitäten an Möglichkeiten, die Ausnutzung von Düngern zu verbessern. Das Forschungsteam testet Mikroorganismen und bioaktive Substanzen. Das Ziel: Bessere Ausnutzung von Düngemitteln und höhere Stresstoleranz.

Foto © Universität Hohenheim / Astrid Untermann
Bioeffektoren unterstützen Pflanzen bei der Nährstoffaufnahme. Foto © Universität Hohenheim / Astrid Untermann

Stickstoff und Phosphat gehören zu den Hauptnährstoffen für das Pflanzenwachstum. Die Landwirtschaft muss beide Stoffe in Form von Düngern zuführen, um stabile Erträge zu sichern und die Nährstoffe zu ersetzen, die mit den Ernteprodukten entnommen werden. Das birgt auch Probleme, denn selbst gut entwickelte Pflanzenwurzeln erreichen oft nur einen Bruchteil der zugedüngten Nährstoffe im Boden. 

Stressfaktoren können das Wurzelwachstum und die Nährstoffaufnahme zusätzlich beeinträchtigen. Nicht verwertete Nährstoffe können ausgewaschen werden und ökologische Probleme durch Überdüngung und Umwandlung in Klimagase verursachen.

Wissenschaftler der Universität Hohenheim in Stuttgart arbeiten deshalb gemeinsam mit anderen internationalen Universitäten an Möglichkeiten, die Ausnutzung von Düngern zu verbessern. Ein möglicher Ansatz: Mikroorganismen und bioaktive Substanzen. Als sogenannte Bioeffektoren sollen sie die Wurzelaufnahme von Nährstoffen verbessern, indem sie über Signalwirkungen das Wurzelwachstum stimulieren, die pflanzliche Stressabwehr stärken und gebundene Nährstoffe pflanzenverfügbar machen. Ein Schwergewicht der Forschung an der Universität Hohenheim.

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Quelle: Universität Hohenheim

Veröffentlichungsdatum: 14.03.2019

Schlagwörter

düngen, Bioeffektoren, Tomaten, Ertragssteigerungen, Uni Hohenheim