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Weiteres Rekordjahr für Bayer Übernahme von Monsanto auf gutem Weg

23. Februar 2017

Das Jahr 2016 war für Bayer strategisch und operativ sehr erfolgreich. Bei Crop Science waren der wpb. Umsatz und das um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA - trotz des anhaltend schwierigen Marktumfelds - konstant.

Werner Baumann, Vorsitzender des Vorstands der Bayer AGFoto Bayer AG
Werner Baumann, Vorsitzender des Vorstands der Bayer AG, auf der Bilanz-Pressekonferenz am 22.02.2017 in Leverkusen. Foto Bayer AG

"Mit unserer operativen Performance haben wir ein neues Rekordniveau erreicht - und auch bei der vereinbarten Übernahme von Monsanto kommen wir gut voran", sagte Vorstandsvorsitzender Werner Baumann am Mittwoch auf der Bilanz-Pressekonferenz in Leverkusen.
"Wir haben allen Grund, mit Zuversicht in die Zukunft zu blicken, und wir sind gut ins neue Geschäftsjahr gestartet", sagte Baumann. Für 2017 stellte er ein weiteres Wachstum von Umsatz und Ergebnis in Aussicht.

Foto Bayer AG 2017
Werner Baumann, Vorsitzender des Vorstands der Bayer AG, präsentiert die Geschäftszahlen des Jahres 2016 auf der Bilanz-Pressekonferenz am 22.02.2017 in Leverkusen. Foto Bayer AG

Mit der vereinbarten Übernahme von Monsanto habe Bayer im vergangenen Jahr auch strategisch einen weiteren großen Schritt nach vorn gemacht, betonte Baumann. "Die Übernahme passt perfekt zu unserer Strategie, mit unseren Life-Science-Geschäften auf attraktiven, innovationsgetriebenen Märkten führende Positionen einnehmen zu wollen." Nach Vollzug des Zusammenschlusses wäre Bayer in der Lage, durch mehr Innovation, stärkeres Wachstum und größere Effizienz langfristig erheblichen zusätzlichen Wert zu schaffen. Die Monsanto-Aktionäre hatten im Dezember 2016 auf einer außerordentlichen Hauptversammlung der Transaktion zugestimmt. Auch bei den erforderlichen behördlichen Verfahren macht Bayer Fortschritte. Bei etwa zwei Dritteln der rund 30 Behörden wurden die Genehmigungen bereits beantragt. Bayer und Monsanto arbeiten eng mit den Behörden zusammen. Bayer erwartet weiterhin, die Transaktion bis Ende 2017 abschließen zu können.

Im Geschäftsjahr 2016 erhöhte sich der Umsatz des Bayer-Konzerns um 1,5 (wpb. 3,5) Prozent auf 46,769 (Vorjahr: 46,085) Milliarden Euro. Das EBITDA vor Sondereinflüssen stieg um 10,2 Prozent auf 11,302 (10,256) Milliarden Euro. Das EBIT erhöhte sich um 12,8 Prozent auf 7,042 (6,241) Milliarden Euro. Darin enthalten sind Sonderaufwendungen in Höhe von 1,088 (0,819) Milliarden Euro. Diese resultierten im Wesentlichen aus Wertberichtigungen auf immaterielle Vermögenswerte, Aufwendungen in Verbindung mit Effizienzsteigerungsprogrammen sowie Kosten für die Integration erworbener Geschäfte. Das EBIT vor Sondereinflüssen kletterte um 15,2 Prozent auf 8,130 (7,060) Milliarden Euro. Das Konzernergebnis stieg um 10,2 Prozent auf 4,531 (4,110) Milliarden Euro und das bereinigte Konzernergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft um 7,3 Prozent auf 7,32 (6,82) Euro.

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Werner Baumann, Vorsitzender des Vorstands der Bayer AG (rechts im Bild), und Finanzvorstand Johannes Dietsch stellen auf der Bilanz-Pressekonferenz am 22.02.2017 in Leverkusen den Geschäftsbericht des Jahres 2016 vor. Foto Bayer AG

Crop Science erfolgreich in schwierigem Marktumfeld

Im Agrargeschäft erzielte Bayer einen Umsatz von 9,915 (10,128) Milliarden Euro (wpb. plus 0,1 Prozent). "Für unsere Division Crop Science blieb das Marktumfeld im vergangenen Jahr weiter schwach, insbesondere in Lateinamerika", sagte Baumann. Dennoch habe Crop Science den Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres halten können. Der deutliche Rückgang von wb. 6,9 Prozent in Lateinamerika wurde durch Zuwächse in den anderen Regionen ausgeglichen. So stieg der Umsatz in Nordamerika wb. um 3,9 Prozent, in Asien/Pazifik wb. um 2,7 Prozent und in Europa/Nahost/Afrika wb. um 1,8 Prozent. 

Positiv entwickelte sich vor allem der Bereich Seeds (Saatgut und Pflanzeneigenschaften) mit wpb. plus 8,3 Prozent. Im Pflanzenschutz gab es Zuwächse bei den Fungiziden mit wpb. plus 4,0 Prozent und bei SeedGrowth (Saatgutbehandlungsmittel) mit wpb. plus 4,1 Prozent. Dagegen war das Geschäft mit Insektiziden stark rückläufig (wpb. minus 13,3 Prozent). Bei den Herbiziden gab der Umsatz mit wpb. minus 2,2 Prozent leicht nach. Environmental Science verzeichnete einen Umsatzanstieg von wpb. 4,5 Prozent.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Crop Science lag mit 2,421 (2,406) Milliarden Euro auf Vorjahresniveau (plus 0,6 Prozent). Einem positiven Währungseffekt von rund 140 Millionen Euro sowie gestiegenen Verkaufspreisen standen geringere Absatzmengen, höhere Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sowie höhere Wertberichtigungen auf Forderungen gegenüber.

Bereinigtes EBITDA im 4. Quartal 2016 erfreulich gesteigert

"Auch im letzten Quartal des Jahres 2016 konnten wir unseren positiven Geschäftsverlauf fortsetzen", führte Finanzvorstand Dietsch aus. Der Konzernumsatz stieg im 4. Quartal um 4,7 (wpb. 4,8) Prozent auf 11,820 (11,285) Milliarden Euro. Das EBITDA vor Sondereinflüssen verbesserte sich um 13,7 Prozent auf 2,179 (1,916) Milliarden Euro. Das EBIT verringerte sich hingegen um 14,3 Prozent auf 789 (921) Millionen Euro. Unter dem Strich ergab sich ein Konzernergebnis von 453 (613) Millionen Euro. Das bereinigte Ergebnis je Aktie für das fortzuführende Geschäft erhöhte sich auf 1,19 (1,08) Euro.

Fortsetzung der positiven Entwicklung im Jahr 2017 erwartet

Für Crop Science geht der Konzern von einem Umsatz von über 10 Milliarden Euro aus. Dies entspricht einer wpb. Steigerung im unteren einstelligen Prozentbereich. Das EBITDA vor Sondereinflüssen wird auf dem Niveau des Vorjahres erwartet. 

Für das Jahr 2017 plant Bayer für den gesamten Konzern Sonderaufwendungen im EBITDA in einer Größenordnung von etwa 0,5 Milliarden Euro. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung will der Konzern auf 4,8 Milliarden Euro steigern. Die Sachanlageinvestitionen sollen sich auf rund 2,5 Milliarden Euro belaufen und die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte auf etwa 0,4 Milliarden Euro. Ohne Berücksichtigung von Kapital- und Portfoliomaßnahmen soll die Nettofinanzverschuldung am Jahresende 2017 bei etwa 10 Milliarden Euro liegen.

Veröffentlichungsdatum: 23.02.2017

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Rekordjahr, Bayer, Übernahme, Monsanto