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Wassernachfrage für Erträge könnte in Norddeutschland unter dem wärmeren Klima steigen

13. November 2014

2070 könnte es ungenügend Wasser für die Bewässerung geben, um Erträge und die Rentablität für einige Erträge sicherzustellen, die aktuell in dem nördlichen Deutschland angebaut werden, wenn der schlimmste anzunehmende Fall des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change/Zwischenstaatlicher Ausschuss bezüglich Klimaveränderung) für das Klimawandelszenario Realität wird, warnt eine neue Forschung. Um die zukünftige Nachfrage nach Wasser unter einem sich ändernden Klima zu reduzieren, schlägt die Studie vor, dass die Erzeuger andere Erträge anbauen und ihre Bewirtschaftungspraktiken ändern, berichtete „Science for Environment Policy“ (Wissenschaft für Umweltpolitik), ein Dienst der Europäischen Kommission.

In Europa werden 44% des aus Flüssen und Grundwasser genommenen Wassers für die Landwirtschaft verwendet. Die Rückgänge beeinträchtigen die Verpflichtungen der EU-Mitgliedsstaaten, einen guten Wasserstatus zu erreichen, wie durch die Wasserrahmendirektive (Water Framework Directive, WFD) festgelegt. Unter der WFD muss die weggenommene Menge an Wasser kontrolliert werden und die Bewirtschaftungspläne für das Flusseinzugsgebiet (River Basin Management Plans) der Mitgliedsstaaten müssen an die sich verändernde Verfügbarkeit des Wassers in der Zukunft anpassbar sein.

Untersucht wurde, wie sich die Klimaveränderung negativ auf die Bewässerung bis 2070 dahingehend auswirken könnte, wie viel Wasser pro Quadratmeter Anbauland gebraucht werden wird. Als eine Fallstudie konzentrierte sie sich auf das Anbauland von Uelzen in Deutschland. Dort wird pro Jahr für die Bewässerung ein Durchschnitt von 73 mm Wasser pro m² Land (mm/m²) gebraucht. Es dürfen zu diesem Zweck nicht mehr als 79 mm/m² aus dem Grundwasser genommen werden, so die lokalen Verwaltungsregelungen.

Die Forscher modellierten Zukunftswasseranforderungen für Erträge unter dem RCP-8,5-Emissionsszenario, das extremste Szenario, das von der IPCC beschrieben wurde. Allerdings sagt die Studie, dass sie von den aktuellen Beobachtungen bereits überholt wurde.

Diese Studie ist zur Ansicht frei verfügbar unter: www.enveurope.com/content/26/1/18    Contact: jan.riediger@uni-vechta.de

Quelle: Riediger, J., Breckling, B., Nuske, R. S., & Schröder, W. (2014). Will climate change increase irrigation requirements in agriculture of Central Europe? A simulation study for Northern Germany. Environmental Sciences Europe. 26(1): 18. DOI:10.1186/s12302-014-0018-1. 

 

 

Veröffentlichungsdatum: 13.11.2014

Schlagwörter

Wassernachfrage, Norddeutschland, Klima, steigen