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Wageningen University & Research: Bananen haben doch eine Zukunft

28. September 2017

Die Banane wurde durch Pilzerkrankungen schwer angegriffen, die nur durch die Verwendung von immer mehr Pflanzenschutzprodukten bekämpft werden können. In dem letzten Jahrhundert wurde die vielgeliebte Bananensorte Gros Michel infolge der Panama-Krankheit vernichtet. Aber jetzt ist die sie ersetzende Sorte Cavendish, die in jedem Supermarkt zu haben ist, in Gefahr.

Bildquelle: Shutterstock.com Bananen
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Bei seiner Einführung als außerordentlicher Professor für Tropische Phytopathologie an der Wageningen University & Research (WUR), am 21. September, machte Professor Gert Kema deutlich, dass es aufwendig sein wird, die Banane zu retten.

Rückkehr der Panama-Krankheit

Die Panama-Krankheit wird durch einen Fusarium-Pilz verursacht, der jetzt einen extrem ansteckenden Stamm entwickelt hat, bekannt als TR4 (Tropical Race 4) – mit katastrophalen Folgen. Zudem gibt es keine Saatbanken mit Vermehrungsmaterial für neue Sorten, um die Cavendish zu ersetzen.

Rettung der Banane

Die Fähigkeit, den TR4-Pilzstamm zu kontrollieren, hängt von genetischen Kenntnissen beider Bananensorten und des Pilzes ab. Professor Kemas Forschungsgruppe hat somit tausend Stämme von Fusarium katalogisiert und konnte einen Familienbaum des Pilzes erstellen. Auf diese Weise können sie sehen, von wo der Pilz sich ursprünglich ausgebreitet hat, und Parallelen zu menschlichen Migrationsbewegungen ziehen.

Die Gruppe konzentriert sich auch auf Züchtungsprogramme, die auf Wildbananensorten basieren. „Dies hat seine Ursache darin, dass die Sicherstellung genetischer Variation der Schlüssel ist, um die meisten Probleme mit Bananen anzugehen. Genetische Abweichung bedeutet auch mehr Auswahl für die Verbraucher“, sagte Professor Kema. Es wird nicht weniger als zehn Jahre dauern, um neue Sorten zu produzieren. Außerdem hofft der Wageningen-Professor, mit Partnern aus der Geschäftswelt bezüglich der Forschung zusammenarbeiten zu können, sodass Lösungen tatsächlich Anwendung in der Bananenwirtschaft finden. Aber die Forschungsgruppe sucht auch Kontakt mit Bananenkleinerzeugern, um ihre Fragen, Dilemmas, Auswahl der Sorten und Zugang zu dem Markt zu untersuchen. Das sollte auch bedeuten, dass sie in Zukunft in der Lage sein werden, zwischen verschiedenen resistenten Bananensorten für den Markt von Lebensmitteln, Früchten und Faserstoffen auszuwählen.

Quelle: WUR - www.wur.nl 

Veröffentlichungsdatum: 28.09.2017

Schlagwörter

Wageningen University & Research, Bananen, Zukunft