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Volkert Engelsman, CEO Eosta BV, appelliert mit Hilfe von Königin Máxima an den Finanzsektor

19. Januar 2018

Volkert Engelsman, Geschäftsführer von Eosta BV, eines der führenden internationalen Handelsunternehmen für Bio-Obst und -Gemüse, findet in Königin Máxima eine neue Verbündete der „True Cost-Accounting“-Bewegung.

Volkert Engelsman mit Königin Máxima auf der BioBeurs. Foto © Jan Peter Fiering
Volkert Engelsman mit Königin Máxima auf der BioBeurs. Foto © Jan Peter Fiering

Gemeinsam fordern sie den Finanzsektor auf, Begriffe wie „Gewinn“, „Profit“ und „Kosten“ neu zu definieren und die negativen Auswirkungen der industriellen Landwirtschaft auf das natürliche und soziale Umfeld endlich in die Gewinn- und Verlustrechnungen einzubeziehen.

Im Rahmen der niederländischen Bio-Fachmesse „BioBeurs“ äußerte Volkert Engelsman, einer der treibenden Kräfte hinter der „True Cost-Accounting“-Bewegung, erneut seine Forderung, Banken und Investoren müssten die „versteckten Kosten“ unternehmerischer Aktivitäten endlich sichtbar machen. Niemand Geringeres als Königin Máxima selbst unterstützte seinen Appell. Aufgrund ihrer Erfahrungen in finanziellen Sachverhalten und der Unterstützung von Mikrokrediten erwies sich Máxima als überzeugte Verfechterin eines ehrlichen, internalisierenden finanziellen Ansatzes.

„Solange die Kosten der negativen Auswirkungen der industriellen Landwirtschaft auf das natürliche und soziale Umfeld nicht in den Preisen enthalten sind, bleiben der Lebensmittel- und Landwirtschaftssektor unnötigerweise finanziell gefährdet“, erklärt Engelsman. „Bodenerosion, Grundwasserverschmutzung, Klimawandel und Pestizidbelastung von Lebensmitteln gefährden unsere Existenz. Daher ist es endlich an der Zeit, die allgemeinen Definitionen von ‚Gewinn’ und ‚Profit‘ anzupassen. Wie kann von Landwirten erwartet werden, dass sie Umweltschutz betreiben, wenn ihre Betriebe rote Zahlen schreiben? Wir fordern ein ausgewogeneres ‚Spielfeld‘: Der Verursacher von Schäden muss für diese aufkommen! Und diejenigen, die keine Schäden verursachen, müssen Belohnungen erhalten. Die Nachhaltigkeitsdiskussion wurde bisher von ethischen Argumenten angetrieben, jetzt ist es an der Zeit, die finanziellen Aspekte zu fokussieren", so Engelsman weiter.

„Was unser Essen wirklich kostet“

Eosta BV berücksichtigte als eines der ersten Unternehmen die „wahren Kosten“ in den eigenen Bilanzen, indem das Unternehmen im Rahmen eines Pilotprojekts die sozialen und ökologischen Kosten der Produktion des eigenen Bio-Obsts und -Gemüses berechnete. Zusammen mit Wirtschaftsprüfern von EY (früher Ernst & Young), der Triodos Bank, FAO und WHO, den Vereinten Nationen, der IFOAM und weiteren entwickelte Eosta ein Modell zur Berechnung der „wahren Kosten“ der Lebensmittelproduktion. „Dieses Berechnungsmodell ist auf alle unternehmerischen Aktivitäten anwendbar. Der Finanzsektor kann sich also der Berücksichtigung von Sozial- und Umweltkosten in den Bilanzen nicht mehr entziehen“, verkündete Engelsman stolz. Sein Fazit: „Um zukünftigen Generationen wirklich in die Augen sehen zu können, müssen alle endlich in eine Landwirtschaft investieren, die die richtigen Dinge tut, ohne unseren Planeten, unsere Umwelt und auch uns selbst zu schädigen.“

Mehr Informationen finden Sie unter: www.eosta.com und www.natureandmore.de

Quelle: EOSTA

Veröffentlichungsdatum: 19.01.2018

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