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VOG: Positive Signale zum Jahresbeginn

11. Februar 2019

Nach einer schwierigen Herbstphase, belebt sich die Nachfrage und die wichtigsten Absatzmärkte für die Äpfel aus Südtirol senden positive Signale.

Foto © VOG
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Die Verkaufssaison startete mit vielen Unbekannten. Zum einen gab es eine Rekordernte in Europa, gleichzeitig aber waren die Verbraucherpreise auf einem so hohen Niveau, welches das geringe Angebot der vorherigen Saison widerspiegelte. Seit Anfang Januar sendet der Markt erste Signale für ein verstärkte Nachfrage.

„Im Vergleich zur Marktsituation im Herbst zeigen die Verkäufe in den ersten Januarwochen eine positive Tendenz“, erklärt Gerhard Dichgans, Direktor des VOG, „ab dem 1. Februar werden unsere Bestände in den Kühlhäusern um 10 % niedriger als vor zwei Jahren liegen. Wir müssen die vergangene Saison bei diesem Vergleich außen vor lassen, da die Ernte 2017 in Europa insgesamt defizitär war.“ Dies muss auch deshalb betont werden, weil auf Grund der geringen Verfügbarkeit die letzte Saison vorzeitig zu Ende ging.

In diesen Wochen konzentriert sich die Nachfrage aus Deutschland und Skandinavien auf die Sorte Royal Gala, wobei vor allem die Länder aus dem Nahen Osten großes Interesse zeigen. Der Red Delicious bietet für den indischen Markt große Chancen, da das Angebot aus den USA fehlt oder teuer ist.

Positive Signale auch für Granny Smith mit anziehenden Preisen, während die Nachfrage nach dem Golden Delicious hinter den Erwartungen zurückbleibt. Aber auch für Golden liegen die Lagerbestände bei -30 % im Vergleich zu 2016, und damit besteht kein Grund zur Sorge. Ähnlich sieht es aus für Fuji und Braeburn mit Lagerbeständen bei -20 % im Vergleich zur vorletzten Saison, aber der Markt wartet noch – wie jedes Jahr – auf einen Anstieg der Nachfrage ab Februar/März.

„Ein weiterer positiver Aspekt zu diesem Zeitpunkt der Saison”, betont Gerhard Dichgans, ”ist  sind die  Verbraucherpreise, die in allen wichtigen Märkten in Zentraleuropa wieder auf ein normales Niveau zurückgekehrt sind und nun für den Endverbraucher einen hohen Kaufanreiz darstellten.“

Auch die Nachfrage von Seiten des deutschen Lebensmittelhandels erholt sich jetzt, nachdem der Herbst aufgrund der großen Streuobsternte ruhig verlaufen war. 

Der Absatz fuer die Clubäpfel, unter denen Pink Lady und Kanzi hervorstechen, verläuft wie immer planmäßig und wird in den kommenden Wochen zusätzlich durch eine Vielzahl von Promotionen unterstützt.

Die Aussichten für die nächsten Monate erscheinen daher vielversprechend.

Nicht fehlen darf auch ein Blick auf den Bio-Sektor des VOG. Mit einem Anstieg um +48 % im Vergleich zu 2017 ist auch die Produktion von Bio-Äpfeln deutlich gewachsen. Besonders beliebt  die Sorten Gala, Braeburn, Pinova und Cripps Pink.

Die biologisch bewirtschaftete Fläche im Einzugsgebiet des VOG beläuft sich zur Zeit auf 670 Hektar. Schon 1990 wurden die ersten Bio-Äpfel geerntet, und die Entwicklung geht weiter: in den nächsten 5 Jahren werden weitere 300 Hektar die jetzt in Umstellungsphase sind dazukommen, so das eine Fläche von mehr als 1.000 Hektar erreicht wird. Die Ernte 2018 erreichte ca. 30.000 t Bio-Äpfel, davon 25.000 t Tafeläpfel. Für die nächsten 5 Jahre wird eine Produktion von 60.000 t angestrebt.

“Unsere Mitgliedsgenossenschaft Bio Südtirol®, die 2002 gegründet wurde, sortiert und verpackt an ihrem Standort in Lana ausschließlich Äpfel, die biologisch angebaut werden.”, erklärt Dichgans abschließend. „Sie wurde von einigen „Sturköpfe“ gegründet, die nur ein einziges Ziel verfolgten: ohne Wenn und Aber biologisch zu arbeiten. Dank dieser Entschlossenheit zählt die Genossenschaft heute 200 Mitglieder, alle 100 % Bio, von denen jeder im Schnitt eine Fläche von 3,4 Hektar bewirtschaftet. Und für die Zukunft sollen diese Zahlen noch weiter steigen.“

Quelle: VOG-Marlene

Veröffentlichungsdatum: 11.02.2019

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