Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Vermehrt tierische Schädlinge im Obstbau

13. August 2014

In Pheromonfallen ist wieder ein leichter Anstieg beim Besatz mit Apfelwicklern zu beobachten, so ein Bericht von ISIP – das Informationssystem Integrierte Pflanzenproduktion. In befallsgefährdeten Anlagen wird deshalb empfohlen eine Bekämpfung mit einem Larvizid durchzuführen. Einsetzbare Mittel für diese Maßnahme sind beispielsweise Runner 0,2 l (B4, max. 3x, WZ 14 Tage, bevorzugt bei Blutlausbefall) oder Steward 0,085 kg (B4, max. 4x WZ 7 Tage). Die Wirkungsdauer beträgt ca. 10 Tage. Beide Mittel können mit einem Mittel zur Schorfbekämpfung kombiniert werden.

Bei sehr geringem Befallsdruck oder bei Berücksichtigung der Wirkstoffanzahl ist ein Granulosevirus-Präparat wie z.B. Madex Max, Granupom oder Carpovirusine zu wählen. Für die Behandlung genügen 1/3 bis ½ der normalen Aufwandmenge. Die Behandlung sollte dann nach ca. 1 Woche wiederholt werden.

Rote Spinne: Bei der vorhergesagten, trockenheißen Witterung kann es nochmals zu einer schlagartigen Vermehrung kommen. Deshalb ist es mehr als ratsam, bekannte Befallslagen regelmäßig zu kontrollieren.

Für den spezifischen Bekämpfungseinsatz stehen im Sommer Vertimec 0,375 l (Restmengen, B1, max. 2x) oder Milbeknock 0,625 l (B1, max. 2x, nur solo anwenden) zur Verfügung. Bitte Anwendungsbestimmungen genau beachten.

Hier weitere Informationen zur Krankheiten und tierische Schaderreger im Obstbau.
 

Quelle: ISIP – das Informationssystem Integrierte Pflanzenproduktion

Veröffentlichungsdatum: 13.08.2014

Schlagwörter

Schädlinge, Obstbau