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Unfaire Handelspraktiken: Trilog verzögert sich

10. Dezember 2018

Das Europaparlament und die EU-Mitgliedstaaten können sich noch nicht auf eine EU-Richtlinie gegen unfaire Handelspraktiken einigen. Umstritten ist, ob nur Landwirte oder auch große Lebensmittelhersteller vor unfairen Praktiken der Supermärkte geschützt werden sollen, so das Agrarisches Informationszentrum aiz.info. 

Quelle: Six Dun / Shutterstock.com  The European Parliament hemicycle
Quelle: Six Dun / Shutterstock.com 

Nach dem Motto "unfair bleibt unfair" wollen die Abgeordneten des Europaparlaments alle Anbieter von Agrarrohstoffen und Lebensmitteln einbeziehen, vom Landwirt bis zum internationalen Lebensmittelkonzern. Die EU-Kommission und die EU-Mitgliedstaaten möchten dagegen die Gruppe der Schutzbedürftigen auf kleine und mittlere Unternehmen (KMU) begrenzen, mit einem Höchstumsatz von 50 Mio. Euro pro Jahr.

Im Trilog in dieser Woche in Brüssel waren die EU-Mitgliedstaaten bereit, dem Parlament entgegenzukommen und die Obergrenze auf mehr als 50 Mio. Euro zu erhöhen. Allerdings will die österreichische Ratspräsidentschaft zunächst den Spielraum ausloten und sich im Sonderausschuss Landwirtschaft am Montag ein neues Mandat von den EU-Mitgliedstaaten einholen. Einige EU-Mitgliedstaaten sprechen sich für eine Obergrenze von 1 bis 2 Mrd. Euro aus, andere wollen kaum über die Grenze für die KMU hinausgehen. Für kommenden Mittwoch ist der nächste Trilog über unfaire Handelspraktiken anberaumt, der letzte unter österreichischer EU-Ratspräsidentschaft.

Quelle: aiz.info
 

Veröffentlichungsdatum: 10.12.2018

Schlagwörter

unfaire Handelspraktiken, Trilog, EU-Parlament, Lebensmittelhersteller