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TÜV Süd: Exotisches versus heimisches Superfood

07. Mai 2019

An Kiwi, Ingwer und Granatapfel haben sich Verbraucher längst gewöhnt. Aber was ist mit Acai-Beere, Acerola und Aronia? Oder mit Moringa, Spirulina und Baobab? Dieses sogenannte Superfood liegt bei gesundheitsbewussten Verbrauchern im Trend. Viele regionale Lebensmittel müssen allerdings bei den Nährstoffen den Vergleich nicht scheuen, haben eine bessere Ökobilanz und schonen den Geldbeutel, wie der technische Dienstleistungskonzern TÜV Süd berichtet.

Bildquelle: Shutterstock.com Exotisches
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Zahlreiche exotisch klingende Lebensmittel aus Asien, Nord- und Südamerika und Afrika, die vor wenigen Jahren hierzulande noch weitgehend unbekannt waren, finden Verbraucher heute im Handel. Mit dem Begriff Superfood werden besonders nährstoffreiche Nahrungsmittel bezeichnet. Lebensmittelrechtlich ist Superfood kein definierter Begriff, auch ist die besondere Gesundheitswirkung häufig nicht belegt. Die Zahlen des statistischen Bundesamtes belegen die steigende Nachfrage nach exotischen Lebensmitteln: So wurden 2016 ganze 155 % mehr Chiasamen verkauft als 2015, bei Amaranth waren es 91 % und bei Quinoa 51 % mehr. Der Avocado-Markt boomt ebenso: Nach Deutschland wurden 2008 insgesamt 19.300 Tonnen Avocado importiert. Acht Jahre später hat sich die Anzahl mit 58.500 Tonnen mehr als verdreifacht.

Superfood wächst auch direkt vor unserer Haustür

Walnüsse, Grünkohl, Brokkoli, Rote Beete, Spargel, Leinsamen, Hirse und viele Kräuter: Das Angebot an regionalem „Superfood“ ist enorm. Viele regionale Produkte können dabei mit den Exoten locker mithalten. Sie sind ebenso wertvoll in ihren Inhaltsstoffen und wegen ihrer kürzeren Lieferwege auch noch frischer und zudem ökologisch günstiger. Hinzu kommt: Für hiesige Landwirte ist der Kauf des regionalen Superfoods erfreulicher – und für die private Haushaltskasse auch. Aber Acai-Beeren klingen eben trendiger als heimische Obst- und Gemüsesorten wie Heidelbeeren, Holunderbeeren, blaue Trauben oder gar Rotkohl. Die Beeren des Gemeinen Bocksdorns – auch Gojibeere genannt – sind übrigens schon seit dem 18. Jahrhundert bekannt und wachsen beispielsweise in Südosteuropa.

Der Nährstoffvergleich mancher Superfood-Produkte mit den traditionellen Alternativen zeigt, dass bei den Hauptnährstoffen (Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate, Vitamine und Mineralstoffen) große Ähnlichkeiten bestehen. Auch in den so genannten „sekundären Pflanzenstoffen“ schneiden sie nicht schlechter ab. Diese nutzen Pflanzen z. B. zum Schutz vor Fraßfeinden (Bitterstoffe, Gerbstoffe), als Farbstoff oder zur Wachstumsregulation. In Tier- und Zellkulturstudien haben diese oft positive Gesundheitseffekte (z. B. antioxidativ, entzündungshemmend, antibiotisch).

Quelle: TÜV Süd Der technische Dienstleistungskonzern

 

Veröffentlichungsdatum: 07.05.2019

Schlagwörter

TÜV SÜD, Exotisches, versus, Heimisch, Superfood, Regional, Studie